Der Montag fing gleich mit zwei Dummheiten an.
Dummheit 1: Ich hab unser externes Navi, welches wir mitgenommen haben, geschlissen. Naja, nicht das Navi an und für sich, sondern eher die Halterung. Dabei hab ich echt nicht gemurkst, ich schwör. Naja, so wusste der Beifahrer wenigstens was mit seinen Händen anzufangen. Wir wollten dann so “schnell wie möglich” irgendwo Tape kaufen und das ganze flicken (naja, wir fuhren dann etwa 4 Tage ohne Halterung, was solls).
Dummheit 2: Annual Pass vom letzten Jahr vergessen
Aber zurück zum eigentlichen Programm. Am Montag Morgen gingen wir in Seattle ins Klondike Gold Rush Museum. Ich fands sehr interessant und die Leute da waren voll nett. Ok, eigentlich waren sie so ziemlich überall sehr nett, wo wir waren.
Im Museum konnten wir auch gleich einen neuen Annual Pass kaufen. Noch ein paar letzte Eindrücke von dieser tollen Stadt, und schon lag sie hinter uns und wir nahmen die Strasse zur Fähre Edmonds-Kingston unter die Räder.


Ah ja, zum Glück haben wir zu Hause vor Abreise nochmals kurz geschaut und gemerkt, dass wir uns die falsche Fährverbindung rausgeschrieben haben in unserem Programm! Das wäre dann sonst Dummheit 3 gewesen.
Meine Wenigkeit ist ja noch nie Fähre gefahre, also war ich ganz zappelig und Roman musste dann das Steuer übernehmen, damit auch sicher nichts passieren kann. Die Fähre konnte man nicht vorreservieren, also gingen wir einfach auf gut Glück hin und mussten tatsächlich nur ungefähr 40 Minuten warten – perfekt für eine Kaffeepause. Die Fährüberfahrt ging dann recht schnell vorbei, unterwegs haben wir zudem noch das Schiff der Navy, gesehen, welches wir am Vortag in Seattle besichtigt hatten (Lustig, wie einem gerade diese kleinen Dinge in Erinnerung bleiben).


Geplant hatten wir für diesen Tag eine längere Wanderung auf dem Hurricane Ridge. Das Wetter sah aber alles andere wie einladend aus und so haben wir uns entschieden, zuerst einen Abstecher an die Küste zu machen, genauer zur Dungeness Bay. Dort haben wir nebst Möven und anderen kleineren Vögeln auch Weisskopfseeadler gesehen. Für ein Foto hats vor lauter Staunen dann nicht mehr gereicht…






Auch das Wild liess nicht lange auf sich warten.

Nach diesem Abstecher haben wir uns dann doch noch entschlossen, mit unserem “Schiff” auf den Hurricane Ridge zu fahren.

Unterwegs hatten wir teilweise so dichten Nebel, dass man keine 10 Meter weit gesehen hat. Als wir den Parkeingang passierten hat uns die Dame im Häuschen gesagt, das Wetter oben sei in Ordnung und so fuhren wir weiter. Und sie sollte recht behalten. Plötzlich waren wir oberhalb der Nebeldecke und konnten die Sicht so richtig geniessen. Für die grosse geplante Wanderung war es nun schon ein wenig spät und so beschlossen wir, einen kleineren Trail von 1.5 Meilen zu gehen. Unterwegs trafen wir noch Bambi mit Familie und Freunden.






Der Tag ging unglaublich schnell vorbei und so machten wir uns auf den Weg nach Port Angeles, wo wir im Red Lion Hotel übernachteten. Es war ok, aber verglichen mit anderen Hotels relativ teuer für was wir kriegten. Das dazugehörende CrabHouse hingegen kann ich nur empfehlen. Roman musste natürlich sofort die Spezialität der Gegend bestellen, Dungeness Crab. Nachdem er dann von der netten Servierdame noch erklärt bekam, wie das Ding am einfachsten zu essen sei, stand dem Genuss nichts mehr im Wege.

Zum Glück war das Restaurant gleich neben dem Hotel, todmüde und vollgegessen wankten wir zurück auf unser Zimmer wo wir auch gleich einschliefen.