Wild Wild Northwest 2010 – Reisebericht

2010 hatten wir das grosse Vergnügen, die Region des Nordwestens der USA zu bereisen. Eine sensationelle Region, die eher selten von Nicht-Amerikanern bereist wird. Hier mal eine Kurz-Zusammenfassung:

Begonnen hat die Reise in Seattle. Einer phantastischen Stadt. Auch wenn der Flughafen – trotz winziger grösser – komplexer ist als die Pariser Katakomben. Und Alamo uns keinen Midsize SUV reserviert hatte (und wir als Ersatz den Kia Sorento gekriegt haben – war ok).

Dann ging’s per Fähre in den Olympic National Park. Rein Besucherzahlenmässig einer der meistbesuchten Parks der USA. Aber durch die unglaubliche Grösse fühlt sich der Park echt menschenleer an. Menschenleere Wälder, menschenleere Strände. Und sicher gleichzeitig einer der schönste, aber definitiv der grusligste Ort, an dem ich jemals war… kein Wunder spielt Twilight dort, ich hätt hinter jedem Baum einen Vampir vermutet..

Dann ging’s zum Mt St. Helens: Ein vor 30 Jahren ausgebrochener Vulkan, an dem die Natur langsam die verwüstete Landschaft wieder zurückgewinnt. Meter für Meter. Eindrucksvoll. Auch die weniger bekannten Ecken haben es in Sich: Kilometerlange Lavatunnel und Lava Canyons.

Dann ging’s nach Portland. Eine Riesenüberraschung. Für uns war’s eher Durchgangs- und Shopping-Destination. Aber es ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Sehr ökologisch, sehr europäisch vom Stil und sehr nette Leute. Vom Columbia River Gorge und den atemberaubenden Wasserfällen ganz zu schweigen..

Danach zog es uns wieder an die Küste. Die 101 die Oregon Coast herunter. An der grossen Dünenlandschaft vorbei und an wunderschönen Stränden. Leider sehr sehr neblige Gegend, gerade im Sommer. Und vieles der Schönheit versteckte sich im tiefen Nebel. Aber alleine der Rest hat sich gelohnt! Allein wegen den vielen Robben, Seehunden, Seelöwen und .. Grauwalen!

Bald ging’s wieder ins Landesinnere. Crater Lake National Park rief! Wir wollten eher durchfahren als lange dort verbringen, tatsächlich konnten wir aber uns kaum losreissen. So dermassen schön ist dieser See! Ein Blau, als wäre es vom gekonntesten Photoshop-Künstler gemalt. Aber sieht tatsächlich so aus dort.

Dann gings zu den Lava Beds: Dutzende von Lavatunneln und Höhlen und katastrophale Strassen warten dort auf die Besucher. Ein Abenteuer, aber eher weniger für Trailer..

Und dann ging’s zum Lassen Volcanic National Park. Wohl so was wie little little Yellowstone. Es gibt viel Vulkanische Aktivität dort, aber natürlich viel kleiner, bescheidener als der Yellowstone. Aber ich hab so was das erste Mal gesehen und war tief beeindruckt.

Dann rief die Küste wieder. Ab in die Redwoods! Und das war sicher eines der Highlights. Wir haben die Redwoods zwar im Yosemite schon gesehen. Und später im John Muir. Aber das war nix, rein gar nix gegen die Redwoods. Es war unglaublich beeindruckend und wir hatten das grosse Glück, einen Permit zu ergattern und den dritthöchsten Baum der Welt zu sehen – die anderen zwei stehen auch in den Redwoods, aber der Standort wird geheim gehalten!

Und wir gingen weiter die Küste runter bis zur Sonoma Coast. Für mich die schönste Küste, die ich bisher gesehen habe. Oregon Coast in Erinnerung, aber North Cal hat mir noch viel besser gefallen. Einfach gigantisch!

Kurz bevor wir zur Enddestination SF kommen, haben wir uns einen Abstecher ins Napa Valley gegönnt. Ich hab wenig vom Napa Valley erwartet. Hab gedacht alles sei Snobby. Aber ich wurde sehr überrascht. Ich fand’s nur herrlich. Mediterranes Klima, mediterranes Essen, hervorragenster Wein (auch entsprechend teuer) und sehr nette Leute. Sehr auf dem Boden geblieben, wenigstens für Calistoga. St. Helena war schon deutlich snobbier, aber auch sehr nett.

Und dann ging’s zum Abschluss nochmals nach San Francisco. Alle Hightlights nochmals machen und einige unbekannte Ecken entdecken. Aber die Stadt muss man ja nicht wirklich bewerben.