Blackbanana
29/1/2009 | Roman
In der IT gibt es den Begriff der “Bananaware” (deutsch: Bananen-Ware). Man versteht darunter Produkte, welche unreif, in einem unfertigen Zustand auf den Markt gebracht werden und beim Kunden “nachreifen”. Ist wie bei den Bananen: Die werden ebenfalls grün in den Anbaugebieten geerntet und werden während dem Transport und teils erst beim Kunden reif und überhaupt geniessbar.
Solche Bananaware ist ein alter Hut. Es gab und gibt tausende von Software-Titeln und auch Hardware-Produkte, welche erst nach dem Einspielen von Updates / Patches überhaupt sinnvoll verwendbar sind. Bisher war das eher ein unrühmliches Kapitel und kaum ein Hersteller war stolz darauf, dass seine Produkte entsprechend bezeichnet wurden..
Neuerdings ist das vorbei:
Nach Ansicht von Jim Balsillie, Ko-Chef des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM), müssen sich die Kunden bei modernen Smartphones an unreife Software gewöhnen. Sie sei bei der Produktion von komplexen Mobiltelefonen Teil der “neuen Realität”, sagte er angesprochen auf Probleme mit dem neuen RIM-Modell Storm dem Wall Street Journal. (…) Der erste Touchscreen-Blackberry Storm löste Ende vorigen Jahres bei den Käufern der ersten Stunde keineswegs einen Sturm der Begeisterung aus: Durch seine fehlerhafte und unfertig anmutende Software sorgte er selbst bei treuen Blackberry-Anhängern mitunter für Verzweiflung. (..)
Mir persönlich stossen solche arroganten Aussagen sauer auf. Aber anscheinend gibt es genug zahlungsbereite Kunden, die sich damit abfinden. Kunden, die bereit sind, viel Geld für mangelhafte Produkte auszugeben. Schöne neue IT-Welt..
Da kommt mir in den Sinn: Bisher hab ich die Blackberry’s gerne “Crackberry’s” genannt. Aber Blackbanana passt auch irgendwie..
Spass am Computer
20/1/2008 | Roman
Der Mac ist gerade in aller Munde, vorallem wegen Ihrem MacBook Air, dass sie vor einigen Tagen vorgestellt hat. Viel interessanter ist jedoch eine Studie von ChangeWave:
Die Zahlen sollte man vielleicht nicht wortwörtlich nennen. Aber der Trend ist klar erkennbar.
Sicher ans Ziel
16/12/2007 | Jeanine
- das garantiert mein (vorgezogenes) Weihnachtsgeschenk vielleicht nicht, aber immerhin sollte man damit garantiert irgendwie ankommen an dem Ort, wo man hin möchte. Die Rede ist von meinem/unserem neuen Navigationsgerät fürs Auto! Genaue Details über das Teil kann ich zwar nicht liefern, hauptsache es funktioniert
Aber da mein Orientierungssinn eher schwach ausgeprägt ist (nett ausgedrückt), wird die Stimme aus dem Kästchen sicher mein Leben vereinfachen, meine Nerven schonen und so mein Dasein um einiges verlängern. Deshalb: meine beiden Daumen hoch für dieses Geschenk und Danke!
Shortcuts vs. Tastenkürzel
16/10/2007 | Roman
Windows-Programmierer sind wohl keine Cosmopoliten. Es muss so sein, ansonsten könnte ich mir das Chaos in Sachen Lokalisierung der Programme erklären. Aktuell gerade wird es mir jeden Tag vor Augen geführt: Mein Arbeitsplatz bei einem Projekt ist deutschsprachig, während mein Notebook englischsprachig eingestellt ist.
Nun gut, ich kann ja verstehen, dass nicht jeder Lust hat, English zu lernen. Und daher kann ich auch nachvollziehen, dass man den deutschen Excel auch deutsche Formeln mitgibt. Warum es aber nicht auch die englischen akzeptiert, wird wohl ein Rätsel bleiben. Genauso wie dass “Count” mit “Anzahl” übersetzt wurde, “Countif” aber mit “Zählenwenn”. Aber man ist ja flexibel..
Muss man auch. Denn Formeln sind erst der Anfang. Ctrl+P druckt nämlich nur in der englischsprachigen Ausgabe des e-Mail Clients auch das aktuelle e-Mail, in der deutschsprachigen wird es geschlossen (wieso auch immer das P genommen wurde..). Nach dem dritten Mal regt man sich auch nicht mehr auf..
Es scheint wohl der gute Ton unter Windows-Programmierern zu sein, alle Shortcuts bei der Übersetzung eines Programmes über den Haufen zu werfen. Und das ist nicht gerade der Arbeitseffizienz zuträglich, bedeutet doch ein Wechsel der Sprache in der Windows-Welt das neuerlernen der meisten Shortcuts oder aber den Umstieg auf die ineffiziente Mausbedienung.
Apple ist da ein wenig aufgeschlossener: Apfel+P zeigt immer den Druckdialog, egal welche Sprache ich eingestellt habe. Wobei da fällt mir auf: WTF braucht’s eigentlich eine Apfel-Taste? War Ctrl nicht cool genug für Steve Jobs?
In a nutshell: Ein ISO-Standard für Shortcuts muss her! Aber wenn wir schon dabei sind: Ich hab ein neues Gadget für mich gefunden: Die SAP-Tastatur!
x vs. y
3/7/2007 | Roman
Leider hat Apple bisher keine grossen Fernsehspots – ausser für den iPod – gestartet. Anyway, für etwas gibts ja das Internet. Und zwar gibts in den USA recht spannende Spots: PC vs. Mac. Das gute daran: Immer wieder taucht ein neuer auf.
Aber man wird ja schnell kopiert, sogar Apple
Und machmal wird der Täter sogar zum Opfer, wie bei der aktuellen Kampagne von Opera mini vs. iPhone.
So oder so sind beide Verlierer: Mobiles surfen wäre in Zeiten von google maps gar keine dumme Sache, nur bei den Tarifen, die Swisscom, Orange und Sunrise verlangen, kann ich es mir leider kaum leisten..
EDIT: Grad hab ich nen neuen Link zugeschickt bekommen: MacOrPC Song und die Southpark-Edition. Gibt auf YouTube noch mehr solcher Vids, aber die post ich aus Rücksicht auf unsere jüngeren Leser nicht.
Second Ganster
8/5/2007 | Roman
Nachdem Second Life langsam in allen Medien ist, musste es ja auch mal in diesem Blog auftauchen. Aber mich beschäftigen nicht die leeren weiten des Second Life, die 12. virtuelle Niederlassung von Fritz&Söhne Rasenmäher-Zubehör GmbH (sämtliche Ähnlichkeiten zu realen Unternehmen sind rein zufällig) oder die virtuelle Playlist eines todgeglaubten DJs..
Second Life versucht – wie der Name schon suggeriert – ein Abbild der Realität zu sein, womit aber zwangsläufig nicht nur die “guten” Seiten, sondern auch die “schlechten” Seiten hervortreten.
In den letzten Tagen geisterte die Meldung um virtuelle Verbrechen durch die Online-Medien (u.a. Spiegel Online), wobei mir als erstes durch den Kopf schoss, in wie fern den virtuell überhaupt Verbrechen begangen werden könnten. Einerseits wäre zu klären, welche Gerichtsbarkeit überhaupt zuständig wäre und auch wenn, in wie fern überhaupt Gesetze bestehen, die virtuelle Verbrechen abdecken. Denn wo kein realer Schaden existiert, hat auch nie eine Tat stattgefunden.
Natürlich, die Taten, von denen Spiegel Online berichtet, sind unmoralisch. Aber mit grösster Wahrscheinlichkeit vollkommen legal. Insofern macht Second Life gerade dieselbe Entwicklung durch, die auch das Internet in den späten 80ern und frühen 90ern durchgemacht hat: Das älteste Gewerbe der realen Welt ist auch das erste Gewerbe der virtuellen Welt..
Bildung 2.0
12/4/2007 | Roman
Heute bin ich auf eine interessante News gestossen: Microsoft hat eine Studie in Auftrag gegeben um die IT von deutschen Universitäten zu bewerten. Zwar wurden lediglich 200 Studenten befragt und dementsprechend tief ist die Repräsentativität einzuschätzen, trotzdem möchte einige Punkte aufgreifen und diskutieren:
(..) die universitären Portale in der Regel kaum interaktive Prozesse zulassen und vor allem als einseitiger Kommunikationskanal genutzt würden (..) Viele Portale dienten der bloßen Informationsverbreitung durch die Universität. (..)
Ich erwarte von einem Informationsportal einer Hochschule keine Interaktivität. Welche auch? Bloggende Mathematik-Professoren? MyUniSpace von Geschichtsstudenten im 19. Semester? Oder UniTube mit Party-Filmen von Wirtschaftsstudenten? Aber weiter im Text
(..) 83 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass keine virtuellen Sprechstunden oder Chats mit Dozenten angeboten würden. (..)
Man möge mir vorführen, wie ein Assistent eine komplexe mathematische Aufgabe im Text-Chat vorlöst. Oder wie man am effektivsten philosophische Diskussionen im ICQ führt? Oder man stelle sich eine Besprechung eines Kunstwerks per Video-Chat vor..
Reale Sprechstunden sind durch nichts zu ersetzen. Und wenn sich das Problem tatsächlich gut in Worte fassen lässt, so tut es die gute alte e-Mail.
(..) Mehr als 60 Prozent der Studenten bekommen laut Studie ihren Lehrstoff noch mit Tafel und Overhead-Projektor präsentiert. (..)
Was hätte ich als Student dafür gegeben, weniger PowerPoint Slides präsentiert zu bekommen und hierfür mehr interaktiv erarbeitete Lösungen an der Tafel oder am OHP zu erleben..
83 Prozent der Studenten wünschten sich Online-Tests und -Übungsaufgaben.
Die Anzahl an Multiple- bzw. Single-Choice Tests ist bereits heute viel zu hoch. Und bis man einem Computer ein semantisches Verständnis eines Textes auf akademischen Niveau beibringen kann, wird es noch einige Jahre dauern..
Insgesamt befriedigt mich die Studie nicht. Es wurden durchwegs die falschen Fragen gestellt. Technologie per se birgt keinen Nutzen in sich, erst die Anwendung dieser macht sie wertvoll. Und bevor man die Universitäten mit Beamern, Video-Chats, Communities und sonstigen technischen Spielereien hochrüstet, sollte man sich Gedanken über den Anwendungszweck und die Einbettung in die Lehrstrategie machen.
Windows Witz da!
30/1/2007 | Roman
Ich war heute sehr erstaunt. Nicht, weil die Medien sich mit tausenden und abertausenden von Berichten zu Windows Vista überschlagen. Nein, weil sogar die sonst so unix-liebende ETH Zürich ihre Fassade heute Abend im Windows Vista Logo erstrahlen liess. Man mag ja von Microsoft halten, was man will, aber ihr Marketing ist phantastisch.
Anyway, es gibt einige Medien, die durchaus kritisch zur Einführung des neuen Betriebssystems berichten. Dazu gehört auch Spiegel Online, u.a. heute im spannenden Artikel Lachend in die Vista-Welt: Windows Witz da!
Mein Liebling ist der hier:
Wenn man eine Windows-CD rückwärts laufen lässt, hört man Satan sprechen.
Noch schlimmer: Wenn man sie vorwärts installiert, hat man Windows auf dem Rechner
Edit: Hier noch ein Foto der ETH im Vista-Look.


