Fieberwahn II
23/3/2006 | Roman
Man glaubt es kaum, heute ist wohl ein Glückstag..
Stephen Toulouse, Security Program Manager bei Microsoft, greift in seinem Weblog den Konkurrenten Apple scharf wegen dessen Sicherheitspolitik an.
(..)
Tatsächlich lässt sich in US-amerikanischen Medien mehr und mehr eine Grundstimmung beobachten, nach der Microsoft im Bereich Sicherheit den Standard setze, an dem sich andere Firmen messen lassen müssen. Bill Gates hatte vor knapp vier Jahren oberste Priorität für Sicherheitsbelange gefordert und eine Inititiative für Trustworthy Computing gestartet. Offenbar ernten die Redmonder erste Früchte dieses seither Mantra-artig wiederholten Credos.
Ja wie geil ist das den? Microsoft – das beinahe täglich mit Sicherheitslücken in die Medien kommt – kritisiert ein anderes Unternehmen. Ist es Realitätsverlust? Wahn? Oder unglaubliches PR? Man fasst es nicht..
Fieberwahn
23/3/2006 | Roman
Der Bundesrat will die AHV nicht mit Verkehrsbussen mitfinanzieren. Er hat ein Begehren von Nationalrat Walter Glur (SVP/AG) abgelehnt, der die Hälfte aller Busseneinnahmen in die Altersvorsorge umleiten wollte. Für die Regierung ist eine solche Zweckbindung sachfremd. Auch will sie vermeiden, dass Verkehrssünden mit einer Verknüpfung zur AHV quasi moralisch gerechtfertigt werden. Motionär Glur hatte hingegen argumentiert, die Verkehrsbussen seien nicht dazu da, die Kassen der öffentlichen Verwaltungen zu füllen. Er wollte deshalb sicherstellen, dass zumindest die Hälfte dieser Gelder wieder direkt der Bevölkerung zukommt.
Quelle
Nun gut, fehlende Kreativität kann man Herrn Glur sicher nicht vorwerfen. Lustig finde ich ja die Argumentation, dass die öffentlichen Verwaltungen anscheinend nicht der Bevölkerung zu gute kommen. Aber lassen wir das. Anscheinend bin ich nicht der einzige im Aargau, der grad Fieber hat, auch wenn ich hoffentlich nicht im Wahn rede..
laaaangweilig..
22/3/2006 | Roman
Seit Sonntag früh bin ich nun Opfer bösartiger Viren und versuch mir zu Hause die Zeit tod zu schlagen.
Gut, ist ja nicht so, dass es nichts zu tun gäbe, nur irgendwie ist man mit Fieber in einem Zwischenstadium: Einerseits bin ich nicht krank genug, um die absolut stumpfsinnigen “Hausfrauen”-Nachmittagsshows von den deutschen Privat-TV-Sendern zu ertragen. Und andererseits zu krank, um was wirklich sinnvolles anzustellen. Es reichte gerade mal knapp fürs durchackern der letzten 2 Weltwochen und Sonntagszeitung, aber nachdem diese geistige Herausforderung durch ist, ich pro Tag 12 Stunden schlafe und das Internet langsam auch nichts neues hergibt, wirds langsam aber sicher laaaaaangweilig..
Banking Game
19/3/2006 | Roman
So, ich war diese Woche an dem viel gelobten Banking Game – ein Seminar der Uni Zürich in Zusammenarbeit mit der UBS, in welchem man in einer Simulation die Führung einer Bank übernimmt – teilgenommen.
Nun ja, wie angetönt wurde eben dieses Seminar von vielen als Non-Plus-Ultra bezeichnet. Es gibt für die 32 Plätze auch 280 Bewerber. Und es mag vielleicht an dieser Stelle “undankbar” erscheinen, aber irgendwie blieb es deutlich hinter den Erwartungen. Gut mag sein, dass das 2×1,5 Stunden UBS Recruiting (bestehend aus unendlich scheinender “wir nehmen nur die Besten, wir sind die Besten und sowieso und überhaupt”-Wiederholungen) meine Meinung arg beeinflusste, aber auch sonst hab ich mir mehr versprochen.
Den unter dem Strich habe ich zwar sehr viel gelernt, aber die Simulation hat arge Lücken, die ausnutzbar sind. Und um diese zu kaschieren, greift die Spielleitung ständig ins Geschehen ein, wobei das halb so schlimm wäre, wenn es denn konsequent geschehen würde. Es ist zwar schön zu hören, dass der Konkurrenz-Bank die Lizenz entzogen hätte werden solllen wegen mangelnder EK-Deckung, aber nichts passierte. Gleichzeitig werden aber Massnahmen nach Gutdünken durchgeboxt, für welche es keine Vorwarnung gab. Unter dem Strich endete das ganze in einer grossen Lotterie, wo man zwar den Erwartungswert seiner Performance beeinflussen konnte, aber eben nicht viel mehr.
Nein, ich möchte nicht unser mieses Abschneiden verteidigen, wir haben einige Fehler gemacht. Und ich habe – trotz allem – sehr viel aus dem Seminar mitgenommen. Aber so ist das halt häufig im Leben: Auch wenn das eine Veranstaltung insgesamt sehr gut war – man aber gleichzeitig mehr erwartet – bleibt eine Enttäuschung unabdingbar.
ruhig..
13/3/2006 | Roman
Ich war heute an einem Bewerbungsgespräch. Und irgendwie war es recht interessant. Man hört ja von überall, dass man sich in so Gesprächen eher zurückhalten und vorallem passiv agieren sollte. Alles quark! Oder andersrum: Vielleicht für bestimmte Jobs. Denn heute wurde ich nach 5 Minuten als “ruhig und still” eingeschätzt. Also ich, die Inkarnation des Frechseins!
Nun gut, wieder was gelernt. Auf alle Fälle gehts weiter, wie es ausschaut. Und da freu ich mich drauf!
Ein Assessment das ist lustig..
12/3/2006 | Roman
So, ich hatte gestern also mein erstes Assessment (für die, welche mit dem Begriff nichts anfangen können: klick). Wobei das gestern war ja relativ harmlos: Sonst geht das ganze oft mehrere Tage und hat so freakiges wie Schlafmangel und Stresstests. Aber das blieb mir erspart, wobei das sicher auch eine interessante Erfahrung wäre..
Anyway, spassig wars so oder so. Und anstrengend. Da gabs neben den zahlreichen Fragebögen wie dem Bochumer Inventar, den Gruppenspielen unter Zeitdruck auch analytische Tests im Stile von “sie gehen in 6h in die Ferien. Sie müssen um 18:12 am Bahnhof sein, um 18:29 am Treffpunkt, der Briefträger kommt von 17:00 bis 17:30 in der Wohnung vorbei” etc. Tönt einfach, aber war recht herausfordernd mit 9 abzuklappernden Posten, die alle querverknüpft mit abweichenden Zeitangaben (und Fahrrad-Option) waren.
Aber das wirkliche Highlight war der Nachmittag: Erstellen einer Kurz-Analyse eines Unternehmens innert 2h aufgrund von Geschäftsberichten. Auf Englisch natürlich.
Irgendwie bin ich Fan von solchen Tests geworden. Da heissts “liefere statt lafere” und das ist halt sympathisch. Am Montag gehts aber schon weiter, da habe ich das nächste Gespräch. Bei der nächsten Firma.
Homer’s Muse würde SBB heissen
27/2/2006 | Roman
Vielleicht mag sich mancheiner an die langweiligen Schulstunden erinnern, in dem euch der Lehrer – meist vergeblich – die klassischen griechischen Werke nahebringen wollte. Wie z.b. Homer’s Odyssee. Nun, für alle Banausen unter euch ein kurzer Abriss:
- König Odysseus von Ithaka – die altertümliche Version von MacGyver – hat mittels dem Holzpferdli Troja eingenommen. Gut MacGyver hätte das mit einem Kaktus und seinem Sackmesserli geschaft, aber das ist ein anderes Thema
- Odysseus hatte also alle Trojaner verarscht. Aber wie das nun mal so ist, nachdem man alle Feinde umgebracht hat, hat man gar niemanden mehr zum auslachen. Und so wurde es Odysseus langweilig und er wollte heim.
- Jetzt waren aber einige Götter sauer. Also der Fanblock der Trojaner. Sie gönnten Odysseus den Sieg nicht und wollten “blöd tue” (vorallem Poseidon, de blödi Siech). Also die Altertümliche Version von den FC Basel Fans. Aber da keine Polizisten zum verkloppen und Steine nachschmeissen grade da waren, hinderten sie halt Odysseus an der Heimkehr. Ganz im Stile von “Schiri, wir wissen wo dein Auto steht…”. Aber ich schweife wieder ab..
- Nach 10 Jahren kam Odysseus langsam wieder heim und nachdem er seiner Frau weitere 20 Jahre erklärt hatte, wieso er “länger gearbeitet hatte” und dass seine Sekretärin auf Troja den Tod fand und er sie nie vernaschte und sowieso .. auf alle Fälle lebte er dann im Happy End (und durfte sein Schlaflager auf der Couch auflösen).
So, was hat jetzt das mit der SBB zu tun? Mehr als man denkt. Denn ich wollte heute simpel und einfach ein Monats-GA ab dem 10. März am Bahnhof lösen. Tönt einfach und für MacGyver wärs das wohl auch. Aber der Homo Schalteriansis kann Einem schon Steine in den Weg legen. Denn es scheint ein Ding der Unmöglichkeit, ein Monatsabonnement am Schalter zu lösen, auch wenn man – wie ich – so früh danach schaut.
Gut, kennt man ja von allen Sunrise, Swisscom und Orange Shops, in denen man alles machen kann, nur nicht das, was man eigentlich von ihnen will. Wie z.B. das Abo kündigen. Aber lassen wir das Thema mal sein. Auf alle Fälle hilft bei den Telekommunikationsanbietern wenigstens ein demotivierter Phil1-Student am anderen Ende der Hotline und das ganze ist innert 30-60 Minuten erledigt.
Bei der SBB läuft das anders. Da vertraut man lieber auf bewährte Tochtergesellschaften. Sprich: Die Post. Und via diese kann man das Ding bestellen. Aber natürlich dauert es “14 Tage mindestens“. Für ein simples Monats-Abo. Das vorhandene Zonenabo kann man natürlich nicht dafür einlösen, wie auch, das wäre Kundenfreundlich… Wäre Homer noch am Leben, er würde in der SBB die Muse der Wahl finden…
Wobei das bringt mich wieder auf die Idee, mich als Griechischer Speerkämpfer zu verkleiden und ins SBB Hauptquartier zu laufen…
UPDATE: Hey, wer der irrigen Meinung ist und den SBB Flyern vertraut, wo es gross und breit heisst, dass man es per Internet bestellen könnte, wird sein wahres Wunder erleben. Auf sbb.ch kann man sich registrieren und anmelden. Danach kann man im Ticket-Shop das Monats-GA zwar auswählen, aber kriegt nur ein PDF zum runterladen. Immerhin ist die SBB so lieb und füllt dir deine – gerade eingebenen – Daten in das Forumlar für die Bestellung ein. Natürlich unvollständig. Das kannst du dann ausdrucken, die Fehler korrigieren und die fehlenden Angaben händisch ergänzen. Und dann wieder per geliebter Post einschicken.. Nein, das ist nicht Ironie, das ist eben Bundesbahn..
ich werd alt, jaja
23/2/2006 | Jeanine
so, ein weiterer Beitrag den die Welt nicht braucht. Das Schöne? Ich darf ihn trotzdem schreiben.
Und zwar hab ich feststellen dürfen, dass ich seit Januar diesen Jahres Pensionskasse zahlen darf. Jaja, der kluge Leser merkt auf – bin ich doch erst gerade am 20. Dezember 24 geworden. Aber wies so geht: Laut Reglement beginnt die Versicherung spätestens am 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres. Tja, nichts mit dem schönen Gedanken, dass man erst ab 25 zahlt. So ist das Leben.
Nun, manch einer mag einwenden, dass ich ja irgendwann mal, in ungefähr 148 Jahren oder so, das Geld wieder erhalten werde um mir meinen Lebensabend zu finanzieren. Die Wahrheit? Das ist kein Trost, nein nein wirklich nicht.
So zahl ich halt jetzt grummelnd den Beitrag – wenigstens hab ich einen Job (dafür bin ich ja auch dankbar, nur um sämtlichen Zeigefingern die Luft aus den Segeln zu nehmen).
So, das wollt ich einfach mal gesagt haben

