Kulanz
10/7/2006 | Roman
Ja, manchmal ist es gar nicht so einfach ein Produkt zu kaufen. Ich wollte ja nur eine neue Sonnenbrille (mit Korrektur). Und das tönt zwar harmlos, ist es aber nicht.
Aber von vorne: Ich war bisher ja ein grosser Verfechter des Visilabs: Die Brille in einer Stunde, dazu noch eine schöne Auswahl aktueller Markenfassungen. Was will man mehr. Und da ich bisher im Visilab Schaffhausen wie auch im Visilab Olten wunderbar bedient wurde, dacht ich mir ich könnte ja nicht viel falsch machen, wenn ichs im Visilab Zürich hole.
Aber es gibt doch einige Umwege zur perfekten Sonnenbrille: Zuerst wurden mir die falschen Gläser verkauft. Ok, kann passieren. Und ich war ja auch überrascht, dass man die Brille sofort zurücknahm und die richtigen Gläser innert einem Arbeitstag ersetzen wollte. Sogar zum Preis der falschen – günstigeren Gläser. Eigentlich ja Super-Service. Aber da wurde wieder gepfuscht: Farbe am Rahmen weg und zudem eine dicke fette Delle im Glas. Und dann gings halt wieder in den Visilab.. die bestellten einen neuen Rahmen und neue Gläser. Und beim dritten Mal war nun alles perfekt.
Ich bin irgendwie zwiegespalten. Klar, Fehler können passieren und es ist eigentlich ein Super-Service, dass man diese schnellstmöglich beheben kann. Aber das Optimum wäre halt, wenn man als Kunde nicht 2 mal reklamieren muss. Und so das Fazit: Ich kauf meine Brillen in Zukunft im Visilab aufm Land..
Bye Bye IEW
24/6/2006 | Roman
Gestern hatte ich meinen letzten Tag am IEW. War eine schöne – anstrengende und herausfordernde – Zeit, aber jetzt freue ich mich auf Neues. Lustig ist ja, dass mich das IEW irgendwie auch geprägt hat. Vorher fand ich Mikroökonomik zwar auch davor schon “ok”, aber wirklich gepackt hat’s mich erst, seit ich das jeden zweiten Tag selber erlebte..
Dead Town & Dead Line
26/5/2006 | Roman
Wie heisst es so schön, dass Zürich “down town Switzerland” sei. Nun heute war es eher dead town Switzerland. Gut, nach dem Stau am Mittwoch habe ich ja vermutet, dass viele Leute heute frei machen. Aber vom Umfang war ich doch sehr überrascht.
Man stelle sich vor: Heute 08:20 an einer x-beliebigen Tramhaltestelle und der “20minuten”-Container (Gratis Zeitung in der Schweiz) ist noch zu 80% voll. An jedem anderen Werktag ist es eher umgekehrt: zu 80% leer. Vielleicht ein optimistischer Zeitungscontainer? (ein dezenter Joke, ich weiss.. wohl zu dezent. Aber er bleibt, wo er ist.) Nun nicht ganz: Es war echt himmeltraurig: Sitzplatz im Tram, dann im Bus, die Migros leer. Und sogar im sonst immer proppervollen IEW wars richtig leer. Fast wie ausgestorben, die ganze Stadt..
Btw: Seit dem Umzug funktioniert unser Internet zu Hause nicht. Die Cablecom hat auf ganzer Linie versagt. Ich hab ja schon viele Beschwerden deswegen gehört, bisher aber immer als “Ausnahmen” abgestempelt. Aber langsam glaub ich an den Mythos der Chaos-Organisation. Die Hotline auf alle Fälle ist eine Ausgeburt der Hölle. Naja ok, vielleicht ein wenig übertrieben. Eher eine Ausgeburt der Inkompetenz. Aber auch das ist schon schlimm genug.
So on: Schönes Wochenende.
Fragezeichen
15/5/2006 | Roman
Ich bin ja nicht selten über die Gesellschaft erstaunt. Aber manchmal ist es auch mir zuviel. Da hab ich also unsere Wohnung auf homegate ausgeschrieben, damit wir einen Nachmieter finden.
Nun, was wir alles erlebt haben, das passt kaum auf eine Kuhhaut. Da war zum Beispiel diese Frau, die ernsthaft verlangte, dass die (Privat-)Terasse vom Hauswart gereinigt werden sollte und diese Wohnung viel zu überteuert sei. Wer die Preise in der Aarauer Altstadt kennt, weiss, dass da auch 200 CHF Aufpreis pro Monat lockerst drin liegen würden.
Aber das war nur der harmlose Anfang. Sehr geil fand ich ja die Frau, die kam, sich die ganze Wohnung zeigen lies und dabei nicht Müde wurde, alle 90 Sekunden ihre geile 150 m2 Attika Wohnung in Basel zu erwähnen, die sie gegen unsere Wohnung austauschen müsste. Als wär unsere Wohnung n Drecksloch. Aber die trieb es noch weiter: Sie hätte 3 Monate Kündigsfrist, sie würd sich also bereiterklären, so ab September rein zu gehen. Da stellt sich wirklich die Frage: Frau, hast du das Inserat wirklich gelesen oder warum kommst du überhaupt vorbei und machst uns die Mühe?
Allgemein scheint das grad im Trend zu sein, entweder das Inserate nur zu überfliegen, gekonnt dessen Inhalt zu ignorieren oder in einer Selbstverständlichkeit der Gegenpartei die Vertragsbedingungen diktieren zu wollen. Klar, 3 Monate Kündigungsfrist ist halt vorgeschrieben, aber dann stellt sich die Frage, wieso man überhaupt bei einem Inserat, dass kürzer gelagert ist, sich bewerben und noch am besten die ganze Wohnung gezeigt bekommen möchte. Hatte dazu knapp 20-30 Anfragen, davon waren 90% im arroganten, überheblichen Ton.
Aber es geht ja noch weiter. Gross und breit steht im Inserat die Kontaktnummer zur Besichtung. Trotzdem krieg ich alle 1-2 Stunden ein Mail rein, wo eine Besichtigung gewünscht wird. Wiederum mit Wunsch der Kontaktaufnahme per Natel. Natürlich, mein Tag besteht darin, potentiellen Nachmietern nachzurennen, denn schliesslich ist es ja meine Bringschuld, sie zur Besichtigung zu treiben..
Nun ja, zum Glück gibts auch vernünftige Menschen. Selten, aber doch. Und von den 12 Leuten, die bisher die Wohnung angesehen haben, wollen sie nun 5 definitiv haben. Auf den 1. Juni sogar. Aber trotzdem die Lehre aus der ganzen Sache: Werde nie Vermieter…
Last Days..
15/5/2006 | Roman
Ok, ich machst kurz: Das war unser letztes Wochenende in Aarau. Und japs, irgendwie ist mir die Stadt schon ein wenig ans Herz gewachsen, so klein, herzig, überschaubar. Provinz halt.
Trotzdem freue ich mich umso mehr auf das richtige Stadtleben in Züri. Hey, es ist einfach viel friedlicher, wenn man vom Ausgang mit dem Bus heim kann und nicht aufs Auto angewiesen ist. Oder andersrum: Die Wahl zwischen “Heim um halb 12″ oder “Don’t trink, Drive” ist einfach eine Entscheidung zwischen warmer und kalter Schei… wobei: Liebe Susanne, ich verzichte jetzt auf dieses Fäkalwort, du hast dich ja beschwert.. Also, die Wahl ist halt schwierig.
Ganz sexy ist natürlich der Gartensitzplatz und *trommelwirbel* ich kann von zu Hause aus ins Büro laufen. Also an die neue Arbeitsstelle
Nachmieter gesucht!
12/5/2006 | Roman
So, aus beruflichen Gründen ziehen Jeanine und ich nach Zürich um. Daher ist unsere Wohnung am Rain 8 in Aarau zu vergeben. Und zwar ab dem 15. Juni. Preis: 1350 inkl. Küche / Bad / Fenster wurden vor 4 Jahren neu gemacht. Und sonst ist die Wohnung halt auch ganz hübsch, ich mein das Wohnzimmer hat ca. 32, das Schlafzimmer ca. 25 m2, also schon schön gross. Ach ja, eigene Waschmaschine und Terasse nicht zu vergessen.
UPDATE: Hier der Link zum Homegate-Inserat
Hier mal einige Fotos:
[mygal=wohnung]
Der Link zu Homegate kommt noch. Wer interesse hat für eine Besichtigung: 076 364 66 44
Licht am Ende des Tunnels
26/4/2006 | Roman
Nur keine Angst, dies wird kein Blog-Beitrag über Nah-Tod-Erfahrungen oder ähnliches. Wen ich aber “gluschtig” gemacht habe, darf sich hier einigen hyster.. ääh esotherischen Geschichtli widmen.
Nein, es ist viel banaler: Mein Studium ist bald zu Ende. Ich habe vor wenigen Tagen mein Diplomarbeitsthema abgeholt und besuche meine letzte Vorlesung. Und damit ist Mitte August der Spuk zuende, Schicht im Schacht oder wie auch immer. Unter dem Strich war die Uni-Zeit wertvoll, teilweise sogar richtig schön. Aber ich bin froh, ist sie bald vorbei. Irgendwann möchte man einfach mal was Neues sehen.
Und das werd ich ab Anfang September: Ich unterzeichne heute meinen Arbeitsvertrag. War ne schwere Geburt, ich hab seit 2 Wochen 2 Arbeitsverträge aus 2 Branchen zu Hause und konnte mich lange nicht für eine Option entscheiden. Fragt Jeanine oder Tom, die beiden waren arme Schweine in der Zeit.
Schlussendlich ist’s die Wirtschaftsberatung geworden, aus dem banalen Grund, da es die grössere Herausforderung für mich darstellt. Genauergesagt werd ich in der Sparte Information Technology and Finance Function Effectiveness tätig sein, dort eher auf der Finance-Seite.
Was genau das heisst, oder was ich genau dort mache, seh ich dann im September. Spannend wirds so oder so und ich freu mich darauf.
BBQ – Extended
23/4/2006 | Roman
Schon unsere Vorfahren wussten, dass ein Mammut vom der Flamme einfach besser schmeckt. Gut ok, die Mammuts sind tod, die Vorfahren auch, aber das Grillen – ääh pardon liebe Deutschen – das Grillieren bleibt. Aber da Raiders heute Twix heisst, nennen wir es an dieser Stelle auch einfach Barbecue oder kurz BBQ. Ist zwar totaler Quark, weil BBQ eine ganze Grillkultur beschreibt, aber das interessiert Otto Neu-Deutsch ja wenig. Aber genug kluggeschissen (oder heissts “kluggescheisst”? Man möge mich berichtigen..
). Wir haben gestern die Grill – sorry – die BBQ-Saison eröffnet.
Wobei natürlich das Ganze schön und einfach gehen könnte. Aber da stehen wir nicht so drauf: Der letztjährig erstandene “Schnäppchen”-Grill war nicht so rostfrei, wie versprochen (Details letztes Jahr), ergo “Totalschaden”. Um es mit den Worten von Dani zu beschreiben: Billig heisst eben nicht günstig. Und auch wenn man ihn mit stundenlangen Aufwand sicher wieder in Schuss bringen könnte, sind wir wohl zu dekadent geworden, um dies in Angriff zu nehmen.
Anyway: Gestern war Full House bei uns, dazu phantastisches Wetter. Sprich: Der perfekte Tag, um die Saison zu starten. Ergo musste ien neuer Grill her und man könnte ja denken, dies sei eine Kleinigkeit… Jetzt weiss ichs besser. Aber der Reihe nach: Zuerst gings in den Migros Do-It. Und tatsächlich war das Angebot riesig. Nur gabs da das 99.- “ich wackel wenn du mich nur ansiehst”-Modell oder aber die “Midlife-Crisis”-Semipro Grille ab 500.- aufwärts. Dazwischen: Nichts.
Also weitergesucht: Coop Bau&Hobby. Erstes Fazit: Passen wirklich so viele Leute in so einen kleinen Laden? Nächstesmal, wenn ich in einen Do-It am Samstag gehe, nehm ich eine Machete mit. Um den Weg freizuschlagen. Aber auch ohne Buschmesser kam ich irgendwann in den Genuss, die Grill-Ausstellung zu betrachten. Und die war noch übler wie die Konkurenz-Ausstellung: Einfach alles 50% teurer, aber der gleiche Crap. Entweder den Schrottigen-Wackel Grill für unglaubliche 180 CHF oder das “Master-Chief”-Modell für läppische 600.- aufwärts. Dafür aufgepimpt mit Gaskocher und verchromten Rädern. Gut, im Aargau verkauft sich das sicher gut, vielleicht gibts nächstes Jahr die Special-Edition mit LED-Unterbodenbeleuchtung, Sport-Grillzange und Xenon-Licht. Oder einfach ein Bundle mit einem 20er Pack weisser Tennis-Socken. Aber lassen wir das Lästern.
Langsam kam die Einsicht, dass Grillkaufen hochkomplex sein kann. Also wieder ins Auto, in die Stadt. Und schon 3 Läden weiter fand ich den Traumgrill:

KOENIG Compact Pro – ist zwar das Einstiegsmodell von KOENIG, aber man merkt halt schon den Unterschied zum No-Name. Und zum Glück war er 30% runtergeschrieben, den die Dinger haben auch einen königlichen Preis (haha, wer ein Wortspiel findet, darfs behalten
). Mit “Flav-R-Wave Aromasystem für eine optimale Hitzeverteilung” (welcher Marketing-Werkstudent sich das auch immer ausgedacht hat). Aber natürlich war das Ding nicht an Lager. Wie auch, den das wäre ja einfach gewesen. Dennoch: 3 Telephone später fand der nette und kompetente Verkäufer – und angemerkt: ich war im Fust, das ist nicht selbstverständlich – eine Filiale, die noch 1 Stück an Lager hatte.
Aber schlussendlich hat sichs gelohnt. Der gestrige Abend ist wunderbar geglückt und es ist halt schon ein phantastischer Grill. Wer es mal austesten will, kann ja mal versuchen, sich einzuladen.

