Die Kuh und Du
25/4/2009 | Roman
Mag das :
Christdemokrat
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.Sozialist
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.Sozialdemokrat
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.Freidemokrat
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Und?Kommunist
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.Kapitalismus pur
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten.EU-Bürokratie
Sie besitzen zwei Kühe. Die EU nimmt ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.Amerikanisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen.Französisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.Japanisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe gezüchtet und das Zwanzigfache der Milch geben.Deutsches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere “redesigned”, so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.Italienisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe, aber Sie wissen nicht, wo sie sind. Während Sie sie suchen, sehen Sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause. Das Leben ist schön.Russisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe. Sie zählen jedoch fünf. Sie trinken noch mehr Wodka. Sie zählen erneut und kommen nunmehr auf 42 Kühe. Hoch erfreut zählen Sie gleich noch mal und jetzt sind es zwölf Kühe. Enttäuscht lassen Sie das Zählen sein und öffnen die nächste Flasche Wodka. Die Mafia kommt vorbei und nimmt Ihnen die Kühe – wie viele es auch immer sein mögen – ab.Schweizer Unternehmen
Sie verfügen über 5.000 Kühe, von denen Ihnen aber keine einzige gehört. Sie betreuen die Tiere nur für andere. Wenn die Kühe Milch geben, erzählen Sie es niemandem.Dänisches Unternehmen:
Sie besitzen 2 Kühe und eine Weide, die groß genug ist, um 2 Millionen Kühe drauf zu stellen. Sie haben keinen Nachbarn, da außer Ihnen niemand in dem Dorf wohnt. Außerdem regnet es jeden Tag.Polnisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kühe. Sie haben diese Zusammen mit Ihrem
Nachbarn in Deutschland geklaut.
Die Russenmafia nimmt Ihnen eine Kuh ab und zwingt Sie,
den Erlös für den Verkauf der Milch der zweiten Kuh zu 90%
an sie abzuführen.
Gardasee -> Rock am Ring -> Kanada
11/6/2008 | Roman
So, ich weiss, ich bin ein schlechter Blogger. Da hab ich Ferien und eigentlich mehr als genug Zeit – wobei erstaunlicherweise Nichtstun erstaunlich viel Zeit benötigt – und blogge kaum. Aber vielleicht ein kleines Statusupdate, bevor ich morgen in den Flieger nach Kanada steige.
Aber von Vorne: Wir waren zuerst einmal am Gardasee. Da’s für Jeanine ja Lernferien waren, musste ich mir natürlich die Zeit vertreiben! Und da ich noch – geistig zumindest – zu jung fürs golfen bin, musste es halt was anderes sein: Tennis
Hab grad nen Kurs gebucht und die restliche Zeit hab ich mit Sightseeing von Limone und Riva verbracht. Es lässt’s sich durchaus aushalten. Für Nachmacher, hier die Hotel- und Tennisschulempfehlung: Pineta Campi. Bilder findet ihr natürlich im Foto-Album.
Und kaum wieder zurück, ging’s für mich ab an den Nürburgring. Zu Rock am Ring. Es sei vorneweg gesagt: Riiiiiieeessig. Einen ausführlichen Bericht dazu findet ihr im Parkrocker: Ring vs. Park – Der Versuch eines Vergleichs. Für die Lesefaulen, die Zusammenfassung: Zu Gross, zu Voll, aber trotzdem sehr geil. Muss man einmal im Leben als Rock-Festival-Fan gesehen haben. Ich werd aber in Zukunft lieber kleinere Festivals bevorzugen, z.B. das Gurten in Bern.
Wobei, dieses Jahr war’s gar nicht so schlecht, denn durch meine Kanada-Ferien verpass ich nicht nur den Grossteil der Euro2008, sondern halt auch die meisten Festivals. Auch das Gurten. Schade, aber wir werden sicher sehr viel Freude an der Stampede in Calgary haben. Morgen geht’s um 9:20 ab in den Flieger über Frankfurt nach Vancouver, ich freu mich wie – Achtung Patrizio, dein Lieblingsvergleich – ein Schnitzel. Und da bleib ich mal bis zum 12. Juli.
Und ich versuch auch, wenigstens in Übersee ein besserer Blogger zu sein und ab und an etwas aus einem Internetkaffee oder aus einem offenen WLAN hören lassen. Bilder wird’s natürlich auch reichlich geben.
So, jetzt aber genug des Updates, muss noch fertig packen und das Spiel der Schweizer weiterschauen *daumendrück*.
Kuschel-Soldaten
2/12/2007 | Roman
Diese Woche war ich als fleissiger 20Minuten-Leser arg genervt. Armeewaffe hin, Armeewaffe her. Natürlich ist es eine tragische Sache um die junge 16jährige, die in Höngg von einem schweizer Soldaten erschossen wurde und die Angehörigen haben mein Beileid.Nichtsdestotrotz halte ich die Diskussion für scheinheilig. Von beiden Seiten. Ich find es zynisch, wenn mir die Armeegegner die Armee-Welt erklären wollen, selbst aber augenscheinlich nie in der RS oder in der Armee waren. Einige Beispiele:
- Es wird immer vom “Rekruten” geredet, was aber grundlegend falsch ist. Der Täter hatte die RS erfolgreich absolviert und ist damit Soldat, kein Rekrut. Ein kleiner, aber doch grundlegender Unterschied.
- Es wird dargestellt, als hätte der Täter die Munition “gestohlen”. Blödsinn. Er hat sie mitlaufen lassen. Denn zwar wird nach jedem Schiessen in der Armee schön das Gesetz zitiert, aber ob man an dem jeweiligen Schiessen nun 300 Schuss oder nur 290 in den Stand geballert hat, das kontrolliert niemand.
Aber auch die Armee-Befürworter machen sich lächerlich. Es wird von “härteren” Massnahmen und Selektionen bei der Aushebung geredet. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass bereits heute zu wenig Rekruten pro Jahr in ausgehoben werden, um den Soll-Bestand selbst mittelfristig zu halten. Und es ist ebenfalls kein Geheimnis, dass die Motivation, in der Schweizer Armee einen Dienst zu absolvieren, sich im freien Fall nach unten befindet. Das aus gutem Grund, aber das soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden.
Aber etwas sei an dieser Stelle noch festgehalten, denn anscheinend geht es immer mehr vergessen: Soldaten lernen, Menschen zu töten. Das ist der Sinn dieser Ausbildung. Es ist nicht das Schneestampfen der WK-Soldaten auf der Jungfrau fürs Weltcup-Rennen. Aber genau das scheint der Grundtenor der Medien zu sein.
Es scheint undenkbar, was passiert ist. Bedenkt man jedoch, dass eine instabile Person 4 Monate lang auf Kartonscheiben in Menschenform schiesst, 4 Monate lang Handgranaten auf Kartonscheiben in Menschenform schiesst, 4 Monate lang zu wenig Schlaf und militärischem Brainwash abbekommt, dann ist es eher ein Wunder, dass nicht mehr passiert…
Sterotyp: Consultant
17/10/2007 | Roman
Grad vor kurzem bin ich auf eine spannende Aufzeichnung gestossen: Accidenture – eine Persiflage auf das Wirtschaftberatungsunternehmen und Outsourcer Accenture.
Ok, ich geb’s ja zu: Ich hab die Aufnahme mehrmals gehört und hab geschmunzelt. Trotzdem bin ich immer wieder auf’s neue erstaunt, welche Vorurteile über den Berufsstand der Wirtschaftsberater im Umlauf sind.
Ein Grund mag darin liegen, dass Consultant kein geschützer Begriff ist. Jeder kann sich Consultant nennen, sei es der Top-Management Berater einer McKinsey oder der Kleiderverkäufer eine Boutique. es scheint geradezu “in” zu sein, sich Visitenkarten zu drucken und den Titel eines Beraters unter den Namen zu setzen. Wobei das mich wieder an die Business Card Szene in American Psycho erinnert..
Ein anderer Grund ist darin zu suchen, dass im Falle eines Misserfolges oft ein Bauernopfer gesucht werden muss. Und dafür eigenen sich oft Externe. Beispiel Swissair: McKinsey stand heftig in der Medienkritik, wie sich jedoch nachhinein gezeigt hat völlig zu unrecht. Aber das wäre ein eigenes Thema..
Natürlich liesse sich die Liste der Gründe fortsetzen, aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit mach ich hier mal Schluss. Allerdings wenn du ‘wehrter Leser einen Stereotyp loswerden willst, nur zu: Ich bin gespannt, ihn zu hören. Vielleicht werd ich Ihn mal in einem späteren Beitrag kommentieren..
sonderbare Briefe
17/10/2007 | Jeanine
Wie die meisten ja sicher wissen, habe ich während dem Studium bei einer der schweizer Grossbanken gearbeitet, genau gesagt bis Ende August. Just auf diesen Tag habe ich mein Konto bei dortiger Bank aufgelöst, sämtliche Karten brav abgegeben und die E-Banking-Unterlagen vernichtet.
Heute nun erhalte ich Post von eben dieser Bank mit meiner neuen Maestro-Karte. Hmm… eine Karte ohne Konto? Hab gleich mal eine Email geschrieben, bin ja gespannt auf die Antwort…
edit: Das ging ja schnell, habe soebenen einen Anruf erhalten. Die Karten wurden bereits im August in Produktion gegeben und entsprechend dem Stand damals versandt. Jänu, ab in den Abfall damit
Ade Unizeit
10/10/2007 | Jeanine
Endlich ists geschafft; die letzte Lizprüfung liegt hinter mir. 5 Jahre Studium, eine lange Zeit – und trotzdem ist sie schnell vorbei gegangen… Es ist schon komisch, am Morgen aufzustehen und nicht mit Lernen zu beginnen. Ein schönes Gefühl
Und 3 Wochen Ferien vor mir zu haben drückt auch nicht gerade auf die Stimmung. Aber ich will ja niemanden eifersüchtig machen, deshalb ist jetzt hier mal Schluss – viel Spass beim Arbeiten euch allen
Goodbye
18/6/2007 | Jeanine
Nein, ich wandere nicht aus, nur keine falschen Hoffnungen
Das Goodbye bezieht sich auf meinen Teilzeitjob im Financial Accounting einer Schweizer Grossbank. Nach 1.5 Jahren hatte ich vor einer Woche meinen letzten Arbeitstag dort. Es war wirklich eine super Zeit, ich kann beim besten Willen keinen Studenten verstehn, der neben dem Studium nicht irgendetwas arbeitet (möchte hier jedoch keine Diskussion über das “faule, nicht arbeitende Studentenpack” beginnen)
Per sofort bin ich nämlich auch nur noch Studentin, genauer Studentin in der Liz-Vorbereitungs-Phase. Denn Mitte August bis Mitte Oktober finden die Prüfungen statt und da will doch noch ein wenig gelernt sein. Aber irgendwie ist das Lernen anstrengender wie Arbeiten; empfinde ich jedenfalls momentan so… Aber das Ende ist ja in Sicht; freue mich schon auf meinen Goodbye II Beitrag!
Shopping-Patriotismus
8/6/2007 | Roman
Eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von lokalen Fachhändlern. Eigentlich. Denn aktuell möchte ich mir einen kleinen audiophilen Traum erfüllen und fühle mich in der Schweiz ein wenig verarscht. Denn obwohl die Schweiz prinzipiell für elektronische Geräte durchaus preislich attraktiv ist, kosten Audio-Geräte teils 30-40% mehr als im benachbarten Deutschland. Tragisch ist dies vorallem dann, wenn dies sogar für Geräte von schweizer Herstellern gilt..
Shopping-Patriotismus in Ehren, aber wenn mans einen vierstelligen Betrag günstiger kriegt für schlappe 100km Autofahrt, dann hört der Spass auf. Und nein, in der Schweiz verdient man keine 40% mehr wie in Süddeutschland.

