Americans can do anything
8/3/2009 | Roman
Der amerikanische Traum wird wahr: Mayonnaise meets Bacon:

We know what you’re thinking. We’ve just combined Bacon and Mayonnaise. Heart attack in a bottle, right? This is going to clog some arteries.
As football analyst Lee Corso likes to say, “Not so fast, my friend.” Both Baconnaise Regular and Lite have less calories and fat than regular mayonnaise. (..)
So what are you waiting for? Pick up some Baconnaise and give your cardiologist a break.
Weltwoche
27/1/2009 | Roman
Ich hab’s in den Ferien mal wieder getan: Ich hab mir 2 mal die Weltwoche gekauft und fast komplett durchgeackert. Und ich hab’s genossen.
Mir ist dabei aber wieder einmal bewusst geworden, wie sehr die Weltwoche durch die meisten Menschen falsch verstanden wird, sei’s von den Abonnenten oder von den Kritikern. Die Weltwoche wird als rechtes Medium, als Kampfblatt der SVP gelobt oder gescholten. Und das ist sie definitiv nicht. Die Weltwoche lässt sich viel prägnanter durch genau ein Wort beschreiben: Dagegen.
Die Weltwoche schreibt gegen den Strom, egal um welches Thema es sich handelt. Sie will provozieren, egal ob politisch oder gesellschaftlich. Dazu einige Beispiele:
- Ausgabe 42/08: Alle Medien der Schweiz schreiben über die Wirtschaftskrise, dieWeltwoche schreibt “La crise n’existe pas”. Grosses Kino, insbesondere da am nächsten Tag der Bund der UBS knapp 70 Milliarden CHF an Staatshilfe versprach. Und da die Weltwoche zuvor in mehreren Ausgaben über die Krise berichtet hat (u.a. in Ausgabe 06/08 und Ausgabe 32/08)
- Ausgabe 36/08: Obamamanie herrscht bei Blick und Co. Die Weltwoche lobt natürlich den “störrischen Falken” McCain. Wobei sie natürlich ein halbes Jahr vorher Obama selbst eine Titelstory gegönnt hat in Ausgabe 10/08.
- Ausgabe 41/07: Mein Liebling aller “Dagegen”-Titelstories: Die Welt verreist sich das Maul über Britney Spears, die Weltwoche bringt einen mehrseitigen Artikel, in dem das Popsternchen zur Göttin hochgelobt wurde.
Diese Gratwanderung zwischen populistischer Provokation und ernsthaftem Journalismus misslingt der Weltwoche natürlich alle paar Artikel. Trotzdem macht dieser Anti-Mainstream diese Zeitung zu einer Bereicherung im Zeitschriftenregal. Sei’s nur drum, um einen anderen Blickwinkel auf einen Sachverhalt zu erhalten um sich so eine möglichst diversifizierte Meinung bilden zu können. Solange man sich natürlich bewusst ist – wie bei allen anderen Zeitungen auch! – dass Papier geduldig ist…
DOK zur Finanzkrise
12/12/2008 | Roman
Gestern habe ich das DOK leider verpasst. Aber zum Glück stellt das schweizer Fernsehen die Folge ja online:
Hau den Sämi
31/8/2008 | Roman
Es ist spannend, wie die Medien das Thema Schweizer Armee in den letzten Wochen behandeln. Der Fall Nef und die Kander haben eien Welle an kritischen Artikeln produziert, wobei spannenderweise so getan wird, als seien die Probleme erst in den letzten Wochen entstanden…
Natürlich ist die Armee 21 ein Desaster, aber dies nur deshalb, weil die Reform zu wenig weit ging und noch zu viel Armee 95 drin steckt. Und die hat ja bekanntlichermassen Sämi’s Vorgänger “Freude-herrscht”-Dölf verursacht.
Das Hauptproblem der Schweizer Armee ist nicht ein baldiger Ex-Chef mit Strafanzeigen, sondern schlicht und ergreifend Langeweile. Die Mitglieder einer Milizarmee fordern nunmal, dass wenn sie schon dutzende von Diensttagen zu leisten haben, dass diese wenigstens halbwegs interessant und sinnvoll auszugestalten sind. Und genau dies ist nicht der Fall.
“Warte zum Sekle und sekle zum Warte” (frei übersetzt: Warten bis zum rumrennen und rumrennen um nachher zu warten) ist ein alter Spruch im Militär, aber wenn ich mir meine Erfahrungen und die meiner Kollegen anschaue, dann ist es eher “Warte zum Warte”. Man wartet auf das Material, dass nicht da ist. Man wartet auf Transporte, die nicht kommen wollen. Man wartet auf Aufträge, weil keine da sind für den viel zu grossen Bestand an Männern. Man wartet auf Entscheidungen, die niemand treffen will. Etc.
Wenn wir z.B. den Unfall auf der Kander betrachten, war genau dies der Fall: Die Soldaten sollten zur Euro 2008 eingesetzt sein, aber sogar das VBS gibt zu, dass von den zu diesem Anlass aufgebotenen 10′614 Angehörige der Armee maximal 6′833 eingesetzt wurden. Wenn man nun als Soldat weiss, wie unglaublich ineffizient die Armee mit Personalressourcen umgeht (“man hat’s ja”), weiss man, dass für den Auftrag problemlos auch 2000 Leute gereicht hätten.
Aber unter diesen Umständen ist es doch nur verständlich, dass der Kompaniekommandant den sich langweilenden Truppen etwas Abwechslung – in Form einer Flussfahrt – bieten will. Dass diese heere Absicht mit Toten geendet hat, ist eine Tragödie. Aber Mitschuld an dem Desaster tragen meines Erachtens klar die Planer in den Stäben, die überhaupt dermassen zu viele Personen aufbieten. Und auch die Politiker, die sich erfolgreich gegen die massiv zu grossen Personenbestände wehren.
Die Schweiz braucht keine Armee mit 120′000 Aktiven. Die Schweiz braucht auch keine Armee mit 80′000 Aktiven. 30′000 bis 60′000 Mann sind mehr als genug. Das Milizprinzip müsste man für diese Form der Armee nicht aufgeben, denn den Bestand kann man simpel kürzen, in dem man die Diensttage der Nicht-Offiziere zusammenstreicht. Das gäbe dann auch mehr Durchdiener und damit eine jüngere, motiviertere Truppe, die durchaus mit Übungen und Aufträgen ausgelastet werden könnte.
Wenn entsprechend die Infrastruktur angepasst würde – sprich massiv verkleinert, dafür modernisiert – wäre man wieder auf dem Weg zur Einsatzfähigkeit, was ja aktuell nicht gegeben ist.
EDIT: Neben den bereits verlinkten Artikeln, möcht ich noch auf folgenden des Blick’s aufmerksam machen, der die Lage der Armee durchaus passend zusammenfasst: Unsere Schrott-Armee
Demo gegen Dummheit
14/4/2008 | Roman
Ich bin manchmal schon erstaunt, wie wenig Allgemeinbildung viele Menschen besitzen. Es mag arrogant tönen und vielleicht sogar so gemeint sein, aber ich erwarte tatsächlich, dass Jedermann und Jedefrau (politically correct, right?) wenigstens einige Grundlagen der Natur- und Geisteswissenschaften aus der Schule in das Alltagsleben rettet.
Aber anscheinend kann man heute sogar ein Schild malen und an einer Demonstration seine Verweigerung gegen geschichtliches Allgemeinwissen zur Schau stellen:
Grausam. Zur Erinnerung an alle Geschichtsunterrichtsschwänzer:
Die XI. Olympischen Sommerspiele wurden vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin ausgetragen. (..) Neben der sportlichen Bedeutung zeichneten sich die Spiele 1936 besonders dadurch aus, dass die regierenden Nationalsozialisten sie erfolgreich als Propagandaforum missbrauchten, um das NS-Regime im Ausland positiv darzustellen. Quelle: Wikipedia
Meinungsfreiheit
29/3/2008 | Roman
Die Menschenrechte scheinen uns heutzutage selbstverständlich. Sie sind es jedoch nicht. Jahrhundertelang haben unsere Vorfahren gekämpft, um sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien, um die selbstaufgestellten Herren los zu werden.
Aber tagtäglich werden eben diese Rechte von diversen Interessensgruppen angegriffen. Indem wir uns zurücklehnen und dies geschehen lassen – sei es aus Faulheit, aus Angst oder sonstigen Gründen – verraten wir dieses wertvolle Gut und schaufeln ihm das Grab. Die Menschenrechte – eine der grössten Errungenschaften der Menschheit – gilt es zu verteidigen.
Dazu gehört auch das Recht zur freien Meinungsäusserung. Die Vereinten Nationen schreiben in Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte folgendes:
Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Diese Woche ist dieses Recht hart angegriffen worden. In den Niederlanden hat der gewählte Politiker Geert Wilders einen islamkritischen Film ins Netz gestellt. Und man mag über den Film halten was man will – ich persönlich halte ihn für reisserisch und undifferenziert -, aber es ist sein gutes Recht, diesen Film zu verbreiten, zu veröffentlichen, seine Meinung zu äussern.
Voltaire sagte einst:
Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.
Aber genau das passiert nicht mit diesem Film. Aus Angst vor jeglicher Art von Folgen – sei dies wirtschaftlich, politisch, persönlich – wird sich distanziert, wird zensuriert und entschuldigt. Auf der ursprünglichen Quelle des Films – dem Videoportal liveleak.com liesst man sogar folgendes:

Das ist ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit im Internet. Und bei allem Respekt vor LiveLeak und deren Mitarbeitern: Diese Reaktion ist falsch. Angst vor Repression hat in Europa bereits mehr als einmal zu noch viel schlimmeren Ereignissen geführt, gar zu Genoziden. Bloss, weil Zuwenige den Mut fanden, aufzustehen und die eigene Freiheit als auch die der Mitmenschen zu verteidigen.
Zum Glück gibts den Film jedoch immernoch bei YouTube und Google Video zu sehen. Und auch wenn ich kaum einer Meinung mit Herrn Wilders bin und seinen Film als reisserisch empfinde, ich halte es für meine Pflicht, dass ich als Gegenreaktion zum Zensurtrend eben diesen Film hier verlinke: Fitna the Movie
Ich hoffe auf Nachahmer. Verteilt den Link im Netz, schickt ihn per ICQ, schreibt ihn in e-Mails und stellt das Video in Tauschbören. Zeigt, dass die Meinungsfreiheit auch im Internet gilt!
The Machine is us/ing us
28/2/2007 | Roman
Nun ja, web 2.0 ist ja in aller Munde. Langsam beinahe todgeredet wie anno dazumals die “new economy”. Anyway, einiges hat sich zwischenzeitlich verändert und tatsächlich ist eine kleine Revolution im Gange.
Ich bin heute auf ein Video bei Youtube gestossen, dass mich sehr zum nachdenken angeregt hat. The Machine is us/ing us
Ich schreib noch keinen Kommentar, zuerst muss ich meine Gedanken sammeln. Ich empfehls aber jedem weiter..
Pistenkilometer
8/1/2007 | Roman
Wie genau die Länge von Pisten in den einzelnen Skigebieten gemessen wird, weiss ich nicht. Dass aber gewisse Pisten plötzlich länger werden, das ist mir neu. Habe gerade eben in einem Wintersportforum einen Thread zum Stubaier Gletscher gefunden. Der ist zwar ein wenig älter, aber trotzdem spannend:
Beim surfen auf der Seite der Stubaier Gletscherbahnen ist mir eine wundersam Entwicklung der Pistenkilometer aufgefallen habs auch gleich mit meinen Ski-Atlanten verglichen (jeweils die präparierten Abfahrten):
ADAC 1993: 45 km
DSV 2001: 38,1 km
ADAC 2003: 53 kmaber jetzt der Hammer: Ab der kommenden Saison stehen 88,6 in Worten achtundachtzigkommaschs km präparierte Pisten zur Verfuegung.
Ok, tönt schon ein wenig nach Magie. Aber ein paar Postings weiter unten hat noch wer die Pistenpläne von 2002 und 2003 verglichen:

Vergleicht mal jede Piste quer, na fällt was auf?


