Wie ihr vielleicht bemerkt habt, bin ich nicht normal. Jeanine sowieso nicht. 
Darum war auch von vornherein klar, dass unsere Hochzeit teilweise geltende Konventionen in Frage stellen wird. Zuerst dachten wir, es werde sicherlich ein schwieriges Unterfangen, unsere zahlreichen Ideen umzusetzen.
Nun das Gegenteil war der Fall:
- Der “Pfarrer” und die “Kirche” ist bereits reserviert
- Der Apero wird von Dani und Susanne organisiert
- In den nächsten zwei bis drei Wochen werden wir auch die Organisation des Abendessens abgeschlossen haben
Nun überraschenderweise haben die bisherigen Wochen gezeigt, dass alle unsere Erwartungen sogar noch übertroffen wurden. Nur so viel sei verraten: Es wird eine Hochzeit der Gegensätze: Wir versuchen, den schmalen Grat zwischen Konvention und Innovation zu beschreiten.
So liebe Blog-Leser. Wir sind wieder da! naja falls ihr überhaupt gemerkt habt, dass wir weg waren .. 
Es ist ne lange Story (hier nachzulesen), aber in a nutshell hatte unser Provider ein Chaos mit seiner Buchhaltung, weshalb wir irrtümlicherweise vom Netz genommen wurden. Nun werden wir eben in naher Zukunft einen anderen Anbieter suchen müssen.
Die Krisenregion Kandersteg (Berner Oberland) war in den letzten 3 Wochen in höchster Alarmbereitschaft. Nun haben sich die zwei verfeindeten Parteien (Schweizer Armee vs. Romans Milizen) zu einem einjährigen Waffenstillstand durchgerungen. Langfristiges Ziel (so in 10 Jahren) ist die totale Entwaffnung der Milizen.
Neee ernsthaft: Ich hab den WK überlebt und bin nun heil wieder zu Hause angekommen. Was soll ich zum WK sagen? Hmm… Also, ich war in Kandersteg. Wer das nicht kennt: Da kommt Adolf Ogi her und es befindet sich am Lötschberg, dass ist die Alpenregion zwischen dem Kanton Bern und dem Wallis. Naja dementsprechend habe ich mir auch den (auf gut Deutsch gesagt) Arsch abgefroren. Besonders wenn man nachts 2 h lang draussen Wache schieben muss..
Anyway: Was hab ich da oben eigentlich gemacht? Nicht viel… beinahe nichts. Mein Battallion war für den Betrieb des Bundesrats-Bunkers zuständig, ich selbst war in der Transport Kompanie, genauer gesagt PKW-Fahrer. Tönt spannend, ist es aber nicht. Den eigentlich war ich ein schlechterer Taxi-Chauffeur, mit dem Unterschied, dass dieser Mitfahrer hat, ich aber nur selten. Und so pendelte ich zwischen Bahnhof und Kaserne (2km) und zwischen Kaserne und Bunker (500m). Meistens für die Katz, nur so jede 3-4 Fahrt hatte ich auch wen als Gast bei mir drin. Ah ja manchmal war ich auch auf der Wache oder aber “durfte” am Infodesk sein. Der Infodesk befand sich am Bahnhof Kandersteg und war so wieso total sinnlos, schon tagsüber kam nie jemand vorbei. Aber das Perverse dran war, dass er im 24h Betrieb befohlen war. Es war doch sehr interessant, zwischen 23:30 und 06:30 den imaginären Zügen bei der Einfahrt zu zuschauen…..
Aber eben, wie ich von meinem Kadi (Kompanie-Kommandant) vor 3 Tagen gesagt bekam: “Mir sind do im Militär, do hesch du nüd zdenke! Da isch en Befehl!” (für unsere Deutschen Mitleser: “Wir sind hier in der Armee, hier ist Denken verboten. Das ist ein Befehl!”)… So on, die sinnlosesten 3 Wochen meines Lebens. Immerhin waren die Leute dort witzig. Ich war die ganze Zeit am Kartenspielen, am Lesen, am Reden, am Lachen, am DVD schauen etc.
Wer kennt sie nicht, die unendlich lange Schlange vor der Kasse im Coop (oder sonst nem Einkaufsort) wo man sich ellenlang die Beine in den Bauch stehen muss, bis man endlich seine Siebensachen zahlen und fröhlich von dannen ziehen kann?! Ihr wisst schon, die Schlange, bei der ihr immer die langsamste wählt… Die Schlange, an der jeder seine 13.75 CHF abgezählt bezahlen will… Die Schlange, die einfach unendlich lang ist und um die man nicht drumherum kommt.
Solche Schlangen gibts auch an Hochzeiten! Ja wirklich, ihr habt richtig gelesen: AN HOCHZEITEN! (Dieses teure Fest wo irgend so ne Braut in Weiss rumläuft und ihr Mann so verliebt guckt
)
Diese zuerst ganz harmlos aussehende Schlange bildet sich im Normalfall nach der kirchlichen Trauung an dem Ort, an dem die Fütterung der Raubtiere, auch bekannt als Apéro, stattfindet. Die Schlange zu finden ist eigentlich ganz einfach, ihr müsst einfach die Frau in Weiss ausfindig machen und den Verliebten Herrn neben ihr – und schon habt ihr die Schlange gefunden. Nämlich genau VOR den beiden. Zeitgleich werdet ihr einen sehnsüchtigen Blick auf den Gesichtern der beiden feststellen. Einen Blick, der erwartungsvoll auf das Buffet gerichtet ist. Aber es bleibt beim Blick, denn zuerst gehört die ganze Aufmerksamkeit der Schlange. Diese Schlange, bestehend aus lauter netten, freundlichen und eigentlich auch hungrigen eingeladenen Personen, will ja schliesslich bezwungen werden. Doch statt kürzer, wird die Schlange immer länger. Immerhin ist es für diejenigen, welche die Schlange hinter sich gebracht haben, nicht mehr so traumatisch und sie können sich auf das Buffet stürzen. Doch was macht die Braut in Weiss und der Verliebte Herr an ihrer Seite? Jaa genau, hungrig schauen und Gratulationen entgegen nehmen… Ihr seht schon auf was ich hinauswill… oder?
Wie auch immer, auf jedenfall wirds bei uns KEINE Schlange geben – auch wenn gewisse Grosselternteile darauf bestehen und ab solch unkonventionellen Taten die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben steht 
Also, keine Schlangen, kein Problem
Gratulationen kommen nämlich auch locker am Buffet gut an, auch ohne schlangenförmige Formation
So, das sollte doch mal gesagt sein
p.s. natürlich wollen wir auf keinen Fall irgendwelche Schlangenliebhaber in irgend einer Art und Weise beleidigen! Das ist uns fern – sollte es trotzdem geschehen sein: bitte vergibt uns unser Denken und unsere kühnen Vorstellungen eines gelungenen Übergangs von kirchlicher Trauung zum Apéro inklusive Grautulationen eurerseits
Hallo Leute
Es gibt ja viele, die eifrig hier mitlesen *freu* wollte nur mal sagen, dass ihr keine Scheu haben müsst, irgendwelche Comments von euch zu geben. Im Gegenteil, das ist ja gerade das Tolle an der Sache! Für die, dies noch nicht gesehen haben, einfach rechts unter jedem Beitrag auf Kommentare klicken und schon kanns losgehen mit schreiben
Wenn eine Wette existieren würde, so hätte ich sie wohl verloren. Zum Glück hält sich meine Wettfreude in Grenzen, da ich eigentlich meistens den Kürzeren zieh. Aber eben, Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Aber ich komm vom Thema ab 
Eben, die Wette. Jaja liebe Leute, ihr seid eigentlich Schuld an meiner theoretischen Niederlage!! Ja genau, ihr! Shame on you all 
Keiner, aber wirklich auch KEINER hat gefragt, ob wir heiraten weil sabbernder schreiender Nachwuchs unterwegs sei. Keiner! Ok, Claudia hat gedacht es ist was unterwegs, aber das ist ne andere Story
Und ich hätte wetten können, das sei einer der ersten Comments, die fallen würden… aber eben. Weit gefehlt hehe. Nun ja, eigentlich ist ja so eine fehlende Unterstellung eurerseits ganz lieb, muss ich zugeben! Und eben, nicht gewettet – nix passiert
In diesem Sinne, habt eine schöne wettfreie Zeit – bis zum nächsten Eintrag.
P.S.: Nur um sämtlichen Gerüchten entgegen zu wirken, die aufgrund dieses zugegebenermassen nicht sehr geistreichen Beitrag meinerseits aufkommen könnten: es ist weder KleinRoman noch KleinSchanin in Produktion!
Ich glücklicher habe die Ehre, mal wieder in den WK (= Wiederholungskurs) zu gehen. Und ich bin so was von motiviert, wie ein Sumo-Ringer beim Hochsprung. 
Aber was solls, drumrum komme ich so oder so nicht, also steh ich das ganze durch, wie ein halber Mann 
Zum Glück aber war mein Kadi (= Kommandant) so nett und hat uns – unter Androhung des Entzuges des Ausganges – die Vollpackung aufgezwungen. Macht echt ganz viel Spass mit 35-40 Kg einzurücken.
Ich verabschied mich nun in aller Ehre für eine Woche von meinem Leben. Das fängt erst wieder nächsten Samstag um 10hundert (10 Uhr früh) an. Ich übertreibe? Finde ich nicht. Ich bin ein Mensch, der es benötigt, jeden Tag etwas sinnvolles zu tun. Diese Möglichkeit wird mir im Militär genommen und dafür verabscheue ich es.
Seit ca. 10 Tagen ist unsere Verlobung nun offiziell, Zeit um ein erstes Fazit zu ziehen. Was natürlich in dieser Phase am meisten interessiert sind die Reaktionen der Familie, der Freunde und der Bekannten. Und wie es so schön heisst: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Also beginne ich zuerst mal bei den Familien. Zuerst gabs mal wenig Überraschungen. Dass sich Susanne (Jeanine’s Mom) freut, damit habe ich gerechnet (oder gehofft
) auch wenn sie mehr als schläfrig war, als ich sie um ihren Segen bat. Was mich aber sehr erstaunt hat, war die Reaktion von Dani (Susannes Ehemann): Ich dachte er hätte zwar nichts dagegen, aber mit seiner Begeisterung, mit der habe ich am allerwenigsten gerechnet.
Dasselbe eigentlich bei meiner Family: Meine Schwester Claudia weinte vor Freude. Gut, zuerst dachte sie ich werde Vater.
Aber das ist ja mal wieder typisch Claudia: Gleich das Schlimmste erwarten. Auch mein Vater war ganz happy, natürlich zuerst ein wenig überfahren, aber das gehört schliesslich dazu.
Von den restlichen Freunden und Bekannten kamen bisher auch nur positive Rückmeldungen. Das kann an sich folgendes bedeuten:
1. Trauen sich nicht, uns zu kritisieren.
2. Sie freuen sich wirklich .
Ich denke natürlich, dass Variante 2 die verbreitete ist, naja, eigentlich hoffe ich es.
Die einzige wirkliche Kritik kam vom Bruder meines Trauzeugens: “Wir seien viel zu jung, auch wenn alles passt, sei dies kein Grund, jung zu heiraten.” Hey, endlich wer, der das sagt, den Spruch habe ich bis dahin richtiggehend vermisst!