Neo-Nazis in Aarau

Vor einigen Tagen, als ich von meiner Samstag-nachmittags Inline Skate Tour nach Hause kam, hatte ich nen mittelschweren Schock:

Da kamen mir sicher > 150 Neonazis paroleschreiend durch die Strassen marschiert… eine unbewilligte Demo..

Die Beschreibung von www.azonline.ch

Rund 100 Jugendliche aus der rechtsextremen Szene haben am Samstag versucht, die vorgezogene 1.-Mai-Feier in Aarau zu stören. Zu Zwischenfällen kam es jedoch nicht.

In einem separaten Umzug skandierten die Jugendlichen ihre Parolen. In einem Flugblatt forderten sie «Volksherrschaft statt Fremdherrschaft». Es gebe nur eine Lösung: «Die herrschende Clique entmachten und eine wahre Volksherrschaft einsetzen».

Dank Besonnenheit aller Beteiligten hätten Ausschreitungen verhindert werden können, sagte Renato Mazzocco, Sekretär des Aargauischen Gewerkschaftsbundes (AGB), auf Anfrage. Es sei davon auszugehen, dass die Polizei den Rechtsradikalen ad hoc eine Demonstrationsbewilligung erteilt habe.

Nun an sich gehört ja zur Demokratie dazu, dass jeder seine Meinung offen vertreten kann. Und damit auch solch radikalen Äusserungen. Ich frage mich dann aber immer wieder, wieso es zu so etwas kommt?

Ist es naturgegeben, dass es solche Meinungen gibt? Oder hat die Gesellschaft versagt?

Im Kafigruen gabs eine interessante Diskussion darüber. Mit einigen guten Inputs. Das regt definitiv noch mehr zum nachdenken an. Ein schwieriges Thema, dass mich wohl noch die nächsten Tage, wenn nicht Jahre beschäftigen wird…

Umgezogen / kafigruen

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind wir umgezogen. Naja eigentlich wurdet ihr ja gezwungen, es zu merken, Umleitung sei dank! ;)

Neu findet ihr uns auf www.urnaut.com. Auch haben wir uns den Luxus zugetan, neue Mailadressen zu erstellen: Name@urnaut.com ( Name = roman oder jeanine). Für alle, die sich fragen, was urnaut bedeuten soll: Nun, das ist mein – und damit Jeanines zukünftiger – Nachname.

Lukas (aka Neonknight), Tom (aka Renzo) und ich haben neu ein Forum eröffnet: www.kafigruen.com
Mitmachen kann eigentlich jeder, der uns kennt oder kennen lernen will. Mehr dazu erfährst du auf der Seite.

Umsatzsteigerung Procter&Gamble

bildHach, wer liebt sie nicht, die schönen flauschigen Taschentücher von Tempo. Meine Lieblingsmarke. Vorallem die Dinger mit Aloe Vera.

Nun gut, ich möchte hier allen Aktionären von Procter&Gamble – den Eigentümern der Marke Tempo – gratulieren: Mir habt ihrs zu verdanken, wenn ihr dieses Jahr ein bisschen mehr Dividenden ausgeschüttet bekommt! ;)

Es ist schon lustig, was für blödsinnige Einleitungen ich schreiben kann. Ich hätt auch einfach sagen können, dass ich krank bin. Und jetzt bitte ein grosses “oooooch du armer”-Seufzen für mich…. … … Danke, hat gut getan. Ihr wisst ja, Männer sind grausam wehleidig. Und da ich bewiesenermassen einer bin (Zweifler können jederzeit mit mir einen Sauna-Termin vereinbaren!), gehts mir nicht anders. Ich hab mir eine wunderschöne Erkältung an Land gezogen. Inkl. Fieber, Kopfweh, laufender Nase, Schweissausbrüchen und anderen interessanten Bewusstseinszuständen.

Normalerweise hätte ich ja nix dagegen, unter der Woche 2 Tage frei zu haben, aber was soll man als kranker Mann auch machen (ausser Jammern)? Ich hab einen riesen Stapel Bücher der Uni vor mir, aber die Motivation, diese zu lesen ist noch geringer wie bei vollster Gesundheit. Fernsehen kann man heutzutage auch nicht mehr schauen, die Auswahl zwischen verblödeten Talkshow-Gästen, japanischen Trickfilmen und Promi-Reportagen ist nicht besonders reizvoll.

Am meisten Leid tut mir allerdings mein Arbeitskollege. Er darf jetzt meine Arbeit ausbaden. Danke vielmals fürs Einspringen! Naja gut, ich tu mir ja selber leid, einiges wird ja sicher noch auf mich im Büro warten.. ;)

Bevor ich euch weiter langweile, mach ich mir mal einen schönen Tee. Von Sidroga. Die Aktionäre können sich freuen! ;)

Fusspilz

Langsam wird die schweizer Polit-Landschaft immer trauriger. Das Klima wird langsam rauer als die ostsibirische Tundra.

Ich habe heute das aktuelle Plakat der SVP zu Schengen gesehen und wunderte mich ab so viel Abgebrühtheit! So was hat die NSDAP im den 30er jahren mit der Dolchstosslegende durchgezogen (zum Vergleich: Klickst du)! Hier die aktuellen Poster:

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe bisher so viel von der SVP gehalten wie andere von Fusspilz: Unangenehm, ich will möglichst nichts damit zu tun haben, aber im Prinzip ungefährlich.

Jetzt aber frage ich mich, wie eine solche anti-demokratische Kampagne noch zu rechtfertigen ist? Angstmache als neues Mittel zur Abstimmungsmanipulation? Ein Armutszeugnis…

Gossips

Gossips – oder auf gut Deutsch Gerücht – ist in schweizerischen Kreisen ja sehr verbreitet. Wikipedia definiert dies folgendermassen:

Gerücht ist die Verbreitung einer unverbürgten Nachricht, die sich dabei auf eine charakteristische Art und Weise verändert.
Diese Veränderungen unterliegen Tendenzen zur

  • Vereinfachung,
  • Strukturierung,
  • Dramatisierung,
  • Detaillierung,
  • Schuldzuweisung.

Diese sind als Folge von vorherrschenden Bedürfnissen, Hoffnungen, Erwartungen oder Befürchtungen – besonders in biotischen oder sozialen Grenzsituationen – zu verstehen und bauen scheinbar die Ungewissheit über den Sachverhalt ab.

Recht passend, findet ihr nicht? Nun anscheinend laufen bei Einigen aktuell die Gerüchteküchen heiss. Wohl auch über mich und über Jeanine. Ich muss gestehen, ich selber bin auch nicht unbefleckt und unterliege ab und an der Versuchung, Gerüchte weiterzuverbreiten. Was aber nicht heisst, dass ich das toll finde oder aber nicht an mir arbeite.

Nun dieser Post sollte eine kleine Aufforderung sein: Machts euch doch nicht so schwer. Wenn ihr Fragen habt zu uns und unseren Entscheidungen, dann kommt doch einfach vorbei und ich verspreche euch, dass wir euch ehrlich Antwort geben. Und wenn es euch nicht interessiert, dann ists auch ok. Aber macht bei dem Tratsch doch nicht mit. Bringt doch nix.

Ach ja, um direkt ein mögliches Gerücht aus der Welt zu schaffen: Ich habe indirekt erfahren, dass mein Post über meinen Abschied zu churchalive von einigen als “Angriff gegen alle Freikirchen” empfunden wurde. Nun falls dies so rüber gekommen ist, möchte ich mich dafür entschuldigen. Das war nie meine Absicht. Wie schon geschrieben: Ich hatte wirklich ne gute Zeit und ich seh nicht ein, wieso ich nun ein schlechtes Wort über die Gemeinde oder – noch schlimmer – andere Gemeinden verlieren sollte!

Ich möchte das eigentlich gar nicht weiter ausführen, denn wie gesagt: Wenn euch die Geschichte so brennend interessiert: Fragt doch einfach nach….

Ende und Anfang

Viele Fragen wurden uns aufgrund von Romans Beitrag vom 14. April (byebye ChurchAlive) gestellt. Wie er schon gesagt hat, hierhin gehören weder Details noch irgendwelche genauere Ausführungen – die führen nur zu Missverständnissen und Unsicherheit.

Es ist viel passiert in der letzten Woche – wir haben viel geredet und diskutiert, Fragen haben uns bewegt und uns keine Ruhe gelassen. Was tun, wenn gewisse Ansichten von Grund auf verschieden sind?

Ich habe getan, was meiner Ansicht nach das Richtige für mich und meine Beziehung mit Roman ist – Austreten. Natürlich ist mir das Ganze nicht leichtgefallen, war ich doch über 7 Jahre mit dabei, habe mitgearbeitet, kenne und schätze die Leute dort; und finde auch das Meiste wirklich eine gute Sache.

Nach vielen Mails, Missverständnissen und teilweise harten Worten haben wir uns heute nochmals mit der Leitung getroffen. Es war ein kurzes, sehr gutes Gespräch – es wurde beiderseits um Verzeihung gebeten, es wurden Dinge als abgeschlossen erklärt, so dass ein korrektes und gutes Ende möglich ist – vollste Freiheit für einen wunderbaren Anfang sonstwo ist somit möglich geworden.

Zeit

bildMan merkt manchmal gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Nun ist es bereits ein Jahr her, seid meine Mutter gestorben ist. Am Sonntag, den 18.April 2004 um 12:10 verliess Sie uns. Bekanntlich heisst es ja, dass die Zeit alle Wunden heile. Nun ich hab den Glauben in diesen Spruch längst verloren. Mag sein, dass dies für bestimmte Menschen stimmen mag, für mich nicht.

Wenn ein wertvoller Mensch von uns gegangen ist, hinterlässt das eine Narbe im Innern, welche nie ganz verheilt. Das Leben ist wohl zu kurz dafür. Und gleich ist man oft versucht, diese Narbe zu verdecken und die hervorgerufenen Gefühle beiseite zu schieben. Sein Leben weiter zu leben, als sei nichts geschehen. Doch diese Lösung ist zu einfach. So weh jede Erinnerung tut, so nötig ist sie.

In meinem Herzen wird meine Mutter immer einen Platz haben. Sie hat mir gezeigt, was es heisst, sich selbst aufzugeben. Sein Leben dem Wohle Anderer zurückzustellen. Was wahre Liebe bedeutet..

Ich hoffe und bete, dass ich eben diese Liebe ein Leben lang in meinem Herzen bewahre. Dass ich eines Tages selber diese Liebe weiter geben kann und dass Sie auf Ewigkeit einen Platz auf dieser Erde hat.

Ich möchte diesen Beitrag mit einem Zitat abschliessen:

Wir wollen nicht trauern,
dass wir sie verloren haben,
sondern dankbar sein dafür,
dass wir sie gehabt haben.

Samnaun-Pics

dieser Beitrag ist für alle, die

- noch nicht gesehen haben, dass wir die Pics von Samnaun aufs Netz gestellt haben

- dringendst einen Comment dazu abgeben möchten

- und für die, welche froh sind, überhaupt mal wieder was neues hier zu lesen ;)

[mygal=samnaun-05]