EM Stimmungstief
24/2/2008 | Roman
In 104 Tagen ist es soweit: Die Euro 2008 beginnt – die Fussballeuropameisterschaft. Und meine Vorfreude darauf ist mittlerweilen ist nicht mehr im Keller, sondern in der Tiefgarage angekommen. Zweites Untergeschoss.
Der Grund ist eigentlich einfach: Da hat man die Europameisterschaft vor seiner Haustüre, aber kaum Chancen, irgendein Spiel live zu sehen. Ich hab bei jeder Ticketvergabe mitgemacht, ebenso viele meiner Freunde und Bekannten. Aber ich kenne niemanden, nicht eine einzige Person, die auch ausgelost wurde. Ist wie Lotto-Spielen, nur ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn kleiner.
Es wundert mich ja auch nicht. Die UEFA will Geld machen, dementsprechend braucht sie Sponsoren. Und die wollen halt den Grossteil der Tickets für sich pachten. Würd ich auch so machen, wenn ich zweistellige Millionenbeträge fürs Sponsorship überweisen müsste. Wenigstens wird aber ein Teil dieser Tickets mit “lustigen” Gewinnspielen unter das gemeine Volk gemischt. Wo wir wieder beim Lotto wären, wenn ich denn Lust hätte, irgendwelche Flaschendeckel zu sammeln um diese an die Marketing-Abteilung der Hersteller zu sms-en.
Die Alternative ist, in das “fünfte Stadion” der Schweiz zu gehen, in die UBS Arenen. Das ganze wird als Public Viewing bezeichnet, doch irgendwie widerspricht das Wort “public” der Tatsache, dass ich für den Eintritt 16 CHF zahlen muss.
Natürlich wird die Stadt während der Euro2008 zum Hexenkessel, aber ich fühl mich irgendwie über den Tisch gezogen. Der Staat zahlt u.a. mit meinen Steuern massiv Geld an die Euro, die UEFA spricht von hohen dreistelligen Millionengewinnen – beinahe steuerfrei versteht sich – für sich und ich hock draussen auf der Strasse anstatt im Stadion.
Inzwischen bin ich soweit, dass ich mich frage, ob es nicht sinnvoller ist, zu der Zeit einfach in den Urlaub zu fahren..
Apres-WEF
3/2/2008 | Roman
Es gibt nichts erholsameres als einige Tage Bergluft. Und weil Bendik als auch ich die dringend benötigt haben, ging’s für drei Tage ab nach Davos.
Und es war perfekt. Am Mittwoch gab’s frischen Schnee, Donnerstag und Freitag war strahlendblauer Himmel und WEF sei Dank waren die Pisten wie ausgestorben und die Hotels günstig. Was will man also mehr..
Leider war ich zu Faul immer die Kamera mitzuschleppen, für einige Schnappschüsse hat’s trotzdem gereicht, mehr dazu im Album.
Datenspur
27/1/2008 | Roman
Natürlich sind Verschwörungstheorien immer etwas schönes, insbesondere Informatiker sind von diesem Virus infiziert. Trotzdem: Man sollte sich bewusst entscheiden, wem man welche Informationen überlassen will. Denn im Informationszeitalter sind diese beinahe grenzenlos mobil und verknüpfbar.
Das ist zwar toll für vielerlei Dienstleistungen und viele Erkenntnisse der modernen Wissenschaft wären ohne dies auch nicht möglich. Aber ein Missbrauchspotential ist definitiv vorhanden. So lange dies niemand ausnützt, ist alles in bester Ordnung. Aber Garantien gibt es keine.
Vielleicht klickt ihr euch mal durch diese Animation. Ich persönlich halte sie für sehr gut gemacht, sie vermittelt ein relativ objektives Bild der Datenspuren, die man heutzutage als Erwachsener in der Gesellschaft hinterlässt.
Dankbar, Zuversichtlich, Selbstbewusst
22/1/2008 | Roman
Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Konzert der Nationen! Am Tunnelende ist das Licht! Der Tunnel als Symbol des Aufbrauchs. Verharren Sie nicht! Gehen Sie weiter! Einen Ast hierfür für unseren Ex-Bundesrat!
Also ich weiss ja nicht, wie es euch geht. Aber ich hab einen neuen Liebling auf Youtube
Spass am Computer
20/1/2008 | Roman
Der Mac ist gerade in aller Munde, vorallem wegen Ihrem MacBook Air, dass sie vor einigen Tagen vorgestellt hat. Viel interessanter ist jedoch eine Studie von ChangeWave:
Die Zahlen sollte man vielleicht nicht wortwörtlich nennen. Aber der Trend ist klar erkennbar.
Danke an die Zwerge…
17/1/2008 | Jeanine
Wie jeden morgen, hab ich auch heute wieder im Tram meine News – Gratiszeitung gelesen… Und da ist mir doch folgende Meldung aufgefallen – klein und unscheinbar in der Rubrik Schweiz auf Seite 6 abgedruckt:
Statistik-Amt erhält alle Telefonnummern
Die Telekomm-Anbieter müssen dem Bundesamt für Statistik alle Telefonkunden angeben, auch jene, die nicht im Telefonbuch eingetragen sind. Das beschloss der Bundesrat, um dem Amt ein neues Stichprobenregister zu ermöglichen.
Ich find das ja echt die Höhe! Dass sich Telefonverkäufer einen Dreck drum kümmern, ob man angerufen werden will (woher haben die eigentlich meine Natel-Nr???), ist ja nichts neues. Aber das? Ich will doch keine Anrufe von Leuten, die mich über meine Lebensgewohnheiten, mein Einkommen, mein Wasweissichnichtalles ausfragen?! Und ich will auch nicht, dass irgendjemand weiss, wie viele und welche Telefonnummern ich habe. Aus einem Grund hab ich meine Natel-Nr. ja nirgends eingetragen. Einzige Hoffnung bleibt, dass nur Festnetznummern transferiert werden…
Beschnittenes Mitmach-Netz
15/1/2008 | Roman
NZZ Online ist durchaus eine ernst zunehmende News-Plattform. Und seit dem letzten Relaunch ist es auch möglich, jeden Artikel zu kommentieren. Sprich: Das, was gemeinhin heute unter Web2.0 verstanden wird. User-generated Content um das Schlagwort dazu zu bringen, oder auf gut Deutsch: Mitmach-Netz.
Anscheinend scheint man aber durchaus selektiv zu sein, was “erwünschte” und “unerwünschte” Kommentare auf der Webseite sind. Sprich: Was nicht gefällt, wird entfernt.
Das aktuelle Beispiel ist die Umstellung der einsthin sehr beliebten Finanz-Plattform FinFox der NZZ. Diese wurde auf Ende Jahr abgeschaltet und durch eine weniger umfangreiche und meines Erachtens klar schlechtere Lösung ersetzt: NZZ-Finance (NZZ Ankündigung dazu). So fehlt eine Portfolio-Funktion, lediglich eine Watchlist von Kursen steht zur Verfügung. Aber das nur nebenbei.
Jetzt führte diese Umstellung dazu, dass Dutzende und Aberdutzende von Kommentare von enttäuschten Benutzern in eben oben verlinkter Ankündigung abgesetzt wurden, die ihren Missmut freien Lauf liessen. Die Kritik jedoch war anscheinend zu viel für die NZZ, denn – wie man sehen kann – ist der Kommentarzähler aktuell auf dem Stand 0.
Schade. Aber das ist eben die Kehrseite des Mitmach-Netzes: Es lässt sich schwerer kontrollieren..
Fun / Work Balance
14/1/2008 | Roman
Work / Life Balance ist ja eines dieser unverdaulichen Mode-Wörter. Eine Illusion, denn eine Quote erlaubt keine Aussage bezüglich Lebensqualität, bezüglich Glück. Denn: Je nach Arbeit empfindet man eine Arbeit anstrengender oder eben nicht. Und so kann ein 12-stünder entspannender sein wie ein 6-stünder.
Dass soll jetzt keine Aufforderung sein, stetig 12-stünder zu leisten. Sondern eher, dass man den Spass an seiner Arbeit suchen soll. Denn ich behaupte ganz frech: Wer Spass an der Arbeit hat, macht diese nicht nur besser, sondern fühlt sich auch besser.
Wo das enden kann? Im Internet natürlich!
Lip Dub – Flagpole Sitta by Harvey Danger from amandalynferri on Vimeo.
Also: Vergesst Work / Life Balance, macht lieber ein Video mit eurem Team


