Meinungsfreiheit
29/3/2008 | Roman
Die Menschenrechte scheinen uns heutzutage selbstverständlich. Sie sind es jedoch nicht. Jahrhundertelang haben unsere Vorfahren gekämpft, um sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien, um die selbstaufgestellten Herren los zu werden.
Aber tagtäglich werden eben diese Rechte von diversen Interessensgruppen angegriffen. Indem wir uns zurücklehnen und dies geschehen lassen – sei es aus Faulheit, aus Angst oder sonstigen Gründen – verraten wir dieses wertvolle Gut und schaufeln ihm das Grab. Die Menschenrechte – eine der grössten Errungenschaften der Menschheit – gilt es zu verteidigen.
Dazu gehört auch das Recht zur freien Meinungsäusserung. Die Vereinten Nationen schreiben in Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte folgendes:
Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Diese Woche ist dieses Recht hart angegriffen worden. In den Niederlanden hat der gewählte Politiker Geert Wilders einen islamkritischen Film ins Netz gestellt. Und man mag über den Film halten was man will – ich persönlich halte ihn für reisserisch und undifferenziert -, aber es ist sein gutes Recht, diesen Film zu verbreiten, zu veröffentlichen, seine Meinung zu äussern.
Voltaire sagte einst:
Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.
Aber genau das passiert nicht mit diesem Film. Aus Angst vor jeglicher Art von Folgen – sei dies wirtschaftlich, politisch, persönlich – wird sich distanziert, wird zensuriert und entschuldigt. Auf der ursprünglichen Quelle des Films – dem Videoportal liveleak.com liesst man sogar folgendes:

Das ist ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit im Internet. Und bei allem Respekt vor LiveLeak und deren Mitarbeitern: Diese Reaktion ist falsch. Angst vor Repression hat in Europa bereits mehr als einmal zu noch viel schlimmeren Ereignissen geführt, gar zu Genoziden. Bloss, weil Zuwenige den Mut fanden, aufzustehen und die eigene Freiheit als auch die der Mitmenschen zu verteidigen.
Zum Glück gibts den Film jedoch immernoch bei YouTube und Google Video zu sehen. Und auch wenn ich kaum einer Meinung mit Herrn Wilders bin und seinen Film als reisserisch empfinde, ich halte es für meine Pflicht, dass ich als Gegenreaktion zum Zensurtrend eben diesen Film hier verlinke: Fitna the Movie
Ich hoffe auf Nachahmer. Verteilt den Link im Netz, schickt ihn per ICQ, schreibt ihn in e-Mails und stellt das Video in Tauschbören. Zeigt, dass die Meinungsfreiheit auch im Internet gilt!
Grizzly 1:0 Euro08
21/3/2008 | Roman
Ok, ich geb’s zu: Ich war hartnäckig, aber irgendwann ist die Zeit gekommen, Einsicht zu üben und aufzugeben. Und anstatt überbezahlte Sportler einem Ball nachjagen zu sehen, jage ich lieber Grizzlies mit meiner Digi-Cam. Sprich: Die Euro2008 ist für mich bereits vor ihrem Beginn passé, stattdessen gehts auf nach

Die Flüge sind gebucht, der Mietwagen organisiert. 30 Tage lang wird der Westen unsicher gemacht. Freu mich wie’n Schnitzel!
UEFA – What Else
12/3/2008 | Roman
What else…
Die Nachfrage nach Tickets hat das Angebot bei weitem übertroffen. Leider müssen wir Ihnen
mitteilen, dass aufgrund der Auslosung Ihre Anträge nicht berücksichtigt werden konnten.
Mit freundlichen Grüssen
SCHWEIZERISCHER FUSSBALLVERBAND
F***ing Ben Affleck
1/3/2008 | Roman
Das ist etwas vom lustigsten, was ich in den letzten Monaten gesehen habe: Ein rappender Matt Damon, Ben Affleck als Gigolo und Brad Pitt als Lieferboy.
Aber von Vorne: Da gibts also den Late-Night Comedian Jimmy Kimmel, der mittlerweile zwar ein Superstar ist, aber mal klein angefangen hat. Und so wollte anfangs kein A-Promi zu seiner Sendung kommen, nicht einmal Matt Damon, der ja sonst für jeden Scheiss zu haben ist. Das endete damit, dass Jimmy Kimmel seit anno 2003 seine Sendung mit dem Satz “My apologies to Matt Damon – We ran out of time!” beendet. Tja, und dann kam doch Matt Damon tatsächlich einmal in die Sendung:
Ist ja klar, dass ein Matt Damon das nicht auf sich sitzen lässt und der Konter folgte bald und ausgerechnet anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Show und ausgerechnet zusammen mit der langjährigen Freundin von Jimmy Kimmel:
Ok, bis jetzt funny as hell. Aber ein Jimmy Kimmel lässt das nicht auf sich sitzen. Und was macht man da? Man trommel halb Hollywood zusammen: Brad Pitt, Cameron Diaz, Christina Applegate, Meat Loaf, Robin Williams, Huey Lewis, Don Cheadle, Rebecca Romijn-Stamos, Pete Wentz, Dominic Monaghan, Joel und Benji Madden, Josh Groban, Perry Farrell, Lance Bass, Joan Jett, Christopher Mintz-Plasse und Dicky Barrett.. Enjoy!
EM Stimmungstief
24/2/2008 | Roman
In 104 Tagen ist es soweit: Die Euro 2008 beginnt – die Fussballeuropameisterschaft. Und meine Vorfreude darauf ist mittlerweilen ist nicht mehr im Keller, sondern in der Tiefgarage angekommen. Zweites Untergeschoss.
Der Grund ist eigentlich einfach: Da hat man die Europameisterschaft vor seiner Haustüre, aber kaum Chancen, irgendein Spiel live zu sehen. Ich hab bei jeder Ticketvergabe mitgemacht, ebenso viele meiner Freunde und Bekannten. Aber ich kenne niemanden, nicht eine einzige Person, die auch ausgelost wurde. Ist wie Lotto-Spielen, nur ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn kleiner.
Es wundert mich ja auch nicht. Die UEFA will Geld machen, dementsprechend braucht sie Sponsoren. Und die wollen halt den Grossteil der Tickets für sich pachten. Würd ich auch so machen, wenn ich zweistellige Millionenbeträge fürs Sponsorship überweisen müsste. Wenigstens wird aber ein Teil dieser Tickets mit “lustigen” Gewinnspielen unter das gemeine Volk gemischt. Wo wir wieder beim Lotto wären, wenn ich denn Lust hätte, irgendwelche Flaschendeckel zu sammeln um diese an die Marketing-Abteilung der Hersteller zu sms-en.
Die Alternative ist, in das “fünfte Stadion” der Schweiz zu gehen, in die UBS Arenen. Das ganze wird als Public Viewing bezeichnet, doch irgendwie widerspricht das Wort “public” der Tatsache, dass ich für den Eintritt 16 CHF zahlen muss.
Natürlich wird die Stadt während der Euro2008 zum Hexenkessel, aber ich fühl mich irgendwie über den Tisch gezogen. Der Staat zahlt u.a. mit meinen Steuern massiv Geld an die Euro, die UEFA spricht von hohen dreistelligen Millionengewinnen – beinahe steuerfrei versteht sich – für sich und ich hock draussen auf der Strasse anstatt im Stadion.
Inzwischen bin ich soweit, dass ich mich frage, ob es nicht sinnvoller ist, zu der Zeit einfach in den Urlaub zu fahren..
Apres-WEF
3/2/2008 | Roman
Es gibt nichts erholsameres als einige Tage Bergluft. Und weil Bendik als auch ich die dringend benötigt haben, ging’s für drei Tage ab nach Davos.
Und es war perfekt. Am Mittwoch gab’s frischen Schnee, Donnerstag und Freitag war strahlendblauer Himmel und WEF sei Dank waren die Pisten wie ausgestorben und die Hotels günstig. Was will man also mehr..
Leider war ich zu Faul immer die Kamera mitzuschleppen, für einige Schnappschüsse hat’s trotzdem gereicht, mehr dazu im Album.
Datenspur
27/1/2008 | Roman
Natürlich sind Verschwörungstheorien immer etwas schönes, insbesondere Informatiker sind von diesem Virus infiziert. Trotzdem: Man sollte sich bewusst entscheiden, wem man welche Informationen überlassen will. Denn im Informationszeitalter sind diese beinahe grenzenlos mobil und verknüpfbar.
Das ist zwar toll für vielerlei Dienstleistungen und viele Erkenntnisse der modernen Wissenschaft wären ohne dies auch nicht möglich. Aber ein Missbrauchspotential ist definitiv vorhanden. So lange dies niemand ausnützt, ist alles in bester Ordnung. Aber Garantien gibt es keine.
Vielleicht klickt ihr euch mal durch diese Animation. Ich persönlich halte sie für sehr gut gemacht, sie vermittelt ein relativ objektives Bild der Datenspuren, die man heutzutage als Erwachsener in der Gesellschaft hinterlässt.
Dankbar, Zuversichtlich, Selbstbewusst
22/1/2008 | Roman
Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Konzert der Nationen! Am Tunnelende ist das Licht! Der Tunnel als Symbol des Aufbrauchs. Verharren Sie nicht! Gehen Sie weiter! Einen Ast hierfür für unseren Ex-Bundesrat!
Also ich weiss ja nicht, wie es euch geht. Aber ich hab einen neuen Liebling auf Youtube

