Öffentlicher “Verkehr”

Public Transportation hat einen Nachteil: Während der Fahrt ist man in einem öffentlichen Raum und damit automatisch – wenigstens für die Dauer der Fahrt – am Leben der anderen Passagiere mitbeteiligt. Da ist man mitunter direkt in Ehestreite involviert, wichtige Transaktionen und Anweisungen werden durch irgendwelche noch wichtigeren Personen per Telefon an die Assistenten weitergegeben und die Geliebte wird bezirzt.

Business as usual. Aber die neuen Technologien haben das ganze noch weiter gewandelt. Da wird neuerdings vermehrt gerade in der ersten Klasse mit UMTS im Internet gesurft. Was fürs Arbeiten durchaus angenehm und sinnvoll scheint, ist durchaus unangenehm, wenn’s zu privat wird. Auch die Displays der Notebooks werden von Jahr zu Jahr besser. Früher war man ja froh, wenn man selbst im Zug erkennen konnte, was auf dem Bildschirm stand. Heute sieht das der halbe Zug. Aber das haben einige Leute anscheinend noch nicht mitbekommen.

Nun gut, ich habe einige Male schon wichtige buchhalterische Zahlen auf den Bildschirmen der Mitpassagiere gesehen. So weit so gut, wäre ich Journalist und würde mich dafür interessieren. Glücklicherweise habe ich an meinem Notebook stehts einen Blickschutz installiert. Aber ich schweife ab..

Worüber ich eigentlich nach dieser endlos scheinenden Einleitung schreiben wollte: WTF schaute sich heute dieser fette hässliche Kerl im Zug im Abteil neben mir Hardcore-Pornos an? Ich mein ich find’s ecklig genug mir vorzustellen, wie dieser Kerl das zu Hause macht. Aber wie er heute im Zug um acht Uhr in der Früh bereits halb sabbernd am Bildschirm hing, das war echt zu viel für meinen Magen…

Ein Hoch auf die Technologie von Heute!

2 Comments

  1. p@
    Posted 10/10/2008 at 13:37 | Permalink

    jou roman
    muesch halt i dis notebook luege u nid i das vom nachbar…
    gruss
    p@

  2. Posted 17/10/2008 at 19:06 | Permalink

    Weisch dasch wiene Autounfall, du wottsch eigentlich ned luege aber du muesch eifach ;)