Beschnittenes Mitmach-Netz

NZZ Online ist durchaus eine ernst zunehmende News-Plattform. Und seit dem letzten Relaunch ist es auch möglich, jeden Artikel zu kommentieren. Sprich: Das, was gemeinhin heute unter Web2.0 verstanden wird. User-generated Content um das Schlagwort dazu zu bringen, oder auf gut Deutsch: Mitmach-Netz.

Anscheinend scheint man aber durchaus selektiv zu sein, was “erwünschte” und “unerwünschte” Kommentare auf der Webseite sind. Sprich: Was nicht gefällt, wird entfernt.

Das aktuelle Beispiel ist die Umstellung der einsthin sehr beliebten Finanz-Plattform FinFox der NZZ. Diese wurde auf Ende Jahr abgeschaltet und durch eine weniger umfangreiche und meines Erachtens klar schlechtere Lösung ersetzt: NZZ-Finance (NZZ Ankündigung dazu). So fehlt eine Portfolio-Funktion, lediglich eine Watchlist von Kursen steht zur Verfügung. Aber das nur nebenbei.

Jetzt führte diese Umstellung dazu, dass Dutzende und Aberdutzende von Kommentare von enttäuschten Benutzern in eben oben verlinkter Ankündigung abgesetzt wurden, die ihren Missmut freien Lauf liessen. Die Kritik jedoch war anscheinend zu viel für die NZZ, denn – wie man sehen kann – ist der Kommentarzähler aktuell auf dem Stand 0.

Schade. Aber das ist eben die Kehrseite des Mitmach-Netzes: Es lässt sich schwerer kontrollieren..