Sammelsurium der Ablenkungen

3/7/2007 | Jeanine

Es ist ein Phänomen, welches wohl jeder Student (und damit die Gender-Leute keine Krise kriegen: Studentinnen) zu genüge kennt. Nie ist das Auge so geschult für Details wie während der Lernphasen. Während europäische Medienpolitik, Ökonomisierung, Medialisierung, und vieles mehr wartet, gelernt zu werden, reicht ein kurzer Blick weg vom Schreibtisch und man realisiert, dass man so unmöglich auch nur 10 Minuten lernen kann. Die Fenster sind bereits wieder schmutzig (dabei wurden sie doch erst geputzt), und Staubsaugen muss man auch dringend, diese 5 Staubkörner sind aber auch einfach zu eklig. Und dieser Wäscheberg, da warten sicherlich 3 ganze Teile darauf, endlich gebügelt zu werden; und zwar subito. Damit man nicht so abgelenkt ist – der Lernberg hat nämlich immer noch die gleiche Höhe – wird das Zinmmer gewechselt. Doch was sieht das Auge da? Das Bett ist nicht gemacht, Kleider sind nicht ordentlich zusammengefaltet und aufeinander gelegt.  Was bleibt? Flucht in die Küche. Doch auch da schreit alles nach Aufmerksamkeit: Abwaschmaschine ausräumen, neu einräumen, seit wann sind denn die Fliesen so schmutzig? Ins Wohnzimmer getraut man sich aber nicht, denn da lauert neben sämtlichen Dingen, die man seit Jahren machen wollte (CDs sortieren, DVDs bündig hinstellen und und und) auch noch der Fernseher.

Fazit: die grösste Herausforderung beim Lernen ist es, die Wohnung und den Haushalt (der normalerweise überhaupt niemanden stört) einfach links liegen zu lassen. Gutgemeinte Tipps mit Lernen in der Bibliothek sind leider nutzlos, da es dort viel zu viele Leute hat, die ablenken. Dann doch lieber die Küche und Co., dann hat wenigstens Roman was davon…

Monsun in Zürich

21/6/2007 | Roman

Heute gab es in Zürich ein besonderes Naturschauspiel. Der Himmel hat sich verfinstert und seine Schleusen geöffnet. So etwas habe ich noch nie gesehen. Jeder, der es verpasst hat, kann sich ein kleines Bild machen mit folgendem Video. Merke, es ist 9 Uhr morgens, also es sollte taghell sein…

An der Uni hats übrigens an mehreren Stellen reingeregnet. Tja, da gibt man mehrere dutzend Millionen für hoch-designte Hörsäale und Bibliotheken aus und dann sind die nicht einmal ganz dicht.

Goodbye

18/6/2007 | Jeanine

Nein, ich wandere nicht aus, nur  keine falschen Hoffnungen ;)   Das Goodbye bezieht sich auf meinen Teilzeitjob im Financial Accounting einer Schweizer Grossbank. Nach 1.5 Jahren hatte ich vor einer Woche meinen letzten Arbeitstag dort. Es war wirklich eine super Zeit, ich kann beim besten Willen keinen Studenten verstehn, der neben dem Studium nicht irgendetwas arbeitet (möchte hier jedoch keine Diskussion über das “faule, nicht arbeitende Studentenpack” beginnen)

Per sofort bin ich nämlich auch nur noch Studentin, genauer Studentin in der Liz-Vorbereitungs-Phase. Denn Mitte August bis Mitte Oktober finden die Prüfungen statt und da will doch noch ein wenig gelernt sein. Aber irgendwie ist das Lernen anstrengender wie Arbeiten; empfinde ich jedenfalls momentan so… Aber das Ende ist ja in Sicht; freue mich schon auf  meinen Goodbye II Beitrag!

G8 Ignoranz

10/6/2007 | Roman

Der G8 Gipfel ist zu Ende und Frau Merkel feiert ihn als “grossen Erfolg”. Dabei sind die Resultate mehr als enttäuschend. Frau Merkel hatte ursprünglich den Kampf gegen den Klimawandel angekündigt und wollte verbindliche Zusagen der G8 Länder. Herausgekommen ist folgendes:

Die G-8-Staaten wollen nach Merkels Worten erstens bis zum Jahr 2050 «ernsthaft» eine Halbierung des Treibhausgas-Ausstosses «in Betracht ziehen». Quelle

Nun gut, dass selbst die verbindlichen Zusagen kaum verbindlich sind – wie man eindrucksvoll am Kyoto-Protokoll sehen kann – ist nichts neues. Aber dieses Resultat ist geradezu ein Affront.

Natürlich wird das Thema aktuell gehyped. Und alle Apokalyptiker haben Hochsaison. Dass aber eine Veränderung des Klimas auf uns zukommt, scheint unausweichlich. Keine 10 Grad, keine 10m Meeresspiegelsteigerung. Aber trotzdem massiv für die Menschen. Denn bereits 1 Grad Wärmeanstieg bringt massive Änderungen der Umweltbedinungen mit sich, welche durch massive Investitionen entsprechend gelenkt werden müssen.

Reaktiv zu Handeln ist immer teurer als proaktiv. Aber das ignoriert die aktuelle Weltpolitik. Aus Angst, dass eine Reduktion der Klimagase das Wachstum des Volkseinkommen minim verringern könnte, wird nichts unternommen. Dabei werden die Kosten – sollte der Klimawandel in der heute prognostizierten Form kommen – das mehrfachte kosten. Das DIW hat sich einmal an einer ökonomischen Schätzung versucht:

Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen wird der Klimawandel nach einer Studie einen volkswirtschaftlichen Schaden von Hunderten Milliarden Euro verursachen und die Konjunktur schwächen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) befürchtet bis zum Jahr 2050 eine Summe von fast 800 Milliarden Euro. (..)

Die Kosten des Klimaschutzes sind deutlich geringer als die Kosten des Klimawandels“, sagte Kemfert. Bis 2050 seien rund 260 Milliarden Euro notwendig. Quelle

“Nach uns die Sinnflut” war einmal. Die Kosten der heutigen Versäumnisse wird meine Generation und wohl auch die Generation vor mir sicher noch zahlen müssen.

Shopping-Patriotismus

8/6/2007 | Roman

Eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von lokalen Fachhändlern. Eigentlich. Denn aktuell möchte ich mir einen kleinen audiophilen Traum erfüllen und fühle mich in der Schweiz ein wenig verarscht. Denn obwohl die Schweiz prinzipiell für elektronische Geräte durchaus preislich attraktiv ist, kosten Audio-Geräte teils 30-40% mehr als im benachbarten Deutschland. Tragisch ist dies vorallem dann, wenn dies sogar für Geräte von schweizer Herstellern gilt..

Shopping-Patriotismus in Ehren, aber wenn mans einen vierstelligen Betrag günstiger kriegt für schlappe 100km Autofahrt, dann hört der Spass auf. Und nein, in der Schweiz verdient man keine 40% mehr wie in Süddeutschland.

Lange haben wir auf den 3. Teil dieses Disney-Films gewartet, endlich ist er doch noch angelaufen. Ich möchte hier aber nicht über den Film diskutieren – schaut ihn euch einfach an! Meiner Meinung nach ist ja der 2. Teil mit Abstand der Schwächste; zu plump und seicht. Film Nummer 3 dagegen ist alles, was ich mag: lang, vernetzt, lustig, spannend, packend.

Was mich nun zu diesem Beitrag bewegt sind die Kommentare und Bemerkungen der Kinobesucher, die At World’s End angeschaut haben. “Bitter enttäuscht, da abstrus”, “zu komplizierte Handlung”, “zu unverständlich”, “zu langatmig”. Am lustigsten oder besser gesagt am tragischsten finde ich ja “zu kompliziert”! Ich weiss ja nicht, welche Filme inhaltlich diesen Personen mehr entsprechen würden, doch ich zweifle ersthaft daran, ob diese Leute ihren Kopf oder zumindest einen Teil davon überhaupt ins Kino mitgenommen haben. Vielleicht wäre das nächste Mal eher etwas in folgende Richtung angesagt:

Bambi

Süss, nicht? Und garantiert nicht zu kompliziert ;)

Zeit II

21/5/2007 | Roman

trauer.jpg

Manchmal versucht man
Ereignisse zu vergessen.
Alles zu ignorieren.
Die Zeit die Wunden heilen zu lassen.

Was für ein Selbstbetrug.

Die Zeit vergeht.
Die Phasen zwischen den Erinnerungen werden länger
und länger.
Weniger schmerzhaft jedoch nicht.

Das Leben ist zu kurz um zu vergessen.

It’s all about networking

20/5/2007 | Roman

Die gesamte letzte Woche habe ich in Vimeiro, Portugal an einer internen Schulung verbracht. Portugal am Meer tönt erholsamer als es ist, insgesamt wars eine verdammt anstrengende Woche: Toughes Programm den Tag durch und noch toughere Abende / Nächte.

Mein persönliches Highlight dieser Woche war die Gelegenheit, koole Leute aus halb Europa kennen zu lernen. Das hat diese Woche zu etwas ganz besonderem gemacht, daher an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön nach Stuttgart, München, Rotterdam, Amsterdam, Luxenburg, Porto und last but not least an meine zwei wunderbaren Kolleginnen Katja und Beatrice aus Zürich!

Wir sind schon drauf und dran, ein Wiedersehen zu planen, ich hoffe, das klappt bald. Solange einige Impressionen von der Aussicht des Hotels:

Vimeiro 3

Vimeiro 2

Vimeiro 1