Berner Gastfreundschaft

So, der Krieg in Bern ist zu Ende. Sprich: Ich habe meine 3 Wochen Militärdienst für dieses Jahr abgesessen, glücklicherweise nicht irgendwo in der Pampa wie die letzten Jahre, sondern mitten in Bern. Und das gilt ja wenigstens als halbwegs zivilisiert. ;)

Ernsthaft: Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Aufenthalt in Bern zurück. Bern an sich ist eine wunderschöne Stadt und bietet für Ihre “Grösse” (ca. 130’000 Einwohner) wirklich enorm viel. Und damit mein ich nicht irgendwelche “Löcher” mit armen pelzigen Tieren drin (a.k.a. Bärengraben), sondern eher die Vielfalt in Sachen Essen, Trinken, Kultur und Shopping. An sich eine Stadt, in der man es durchaus aushalten könnte..

Und jetzt kommt das berühmte “aber”: Egal wo ich hinkam in den drei Wochen, ich wurde unfreundlich empfangen. Es gab kein Cafe, keinen Laden und keine sonstige Einrichtung, wo man als Gast/ Kunde das Gefühl hatte, mehr als ein grosser Umstand und potentielle Arbeit zu sein. Sprich ich fühlte mich als Kunde nicht wie zu erhofft als König, sondern eher als Bettler.

Natürlich lag dies zu einem Teil an der Uniform, in der ich zwangsweise unterwegs war. Aber einerseits ist auch das kein Grund, jemanden dermassen unfreundlich zu behandeln und andererseits ist mein Portemonnaie unabhängig von meiner äusseren Erscheinung.

Auch Zürich ist in Sachen Kundenfreundlichkeit nicht immer über alle Zweifel erhaben, aber im Durchschnitt massiv besser. Und das ist etwas, was ich nicht erwartet hätte..