Shortcuts vs. Tastenkürzel
16/10/2007 | Roman
Windows-Programmierer sind wohl keine Cosmopoliten. Es muss so sein, ansonsten könnte ich mir das Chaos in Sachen Lokalisierung der Programme erklären. Aktuell gerade wird es mir jeden Tag vor Augen geführt: Mein Arbeitsplatz bei einem Projekt ist deutschsprachig, während mein Notebook englischsprachig eingestellt ist.
Nun gut, ich kann ja verstehen, dass nicht jeder Lust hat, English zu lernen. Und daher kann ich auch nachvollziehen, dass man den deutschen Excel auch deutsche Formeln mitgibt. Warum es aber nicht auch die englischen akzeptiert, wird wohl ein Rätsel bleiben. Genauso wie dass “Count” mit “Anzahl” übersetzt wurde, “Countif” aber mit “Zählenwenn”. Aber man ist ja flexibel..
Muss man auch. Denn Formeln sind erst der Anfang. Ctrl+P druckt nämlich nur in der englischsprachigen Ausgabe des e-Mail Clients auch das aktuelle e-Mail, in der deutschsprachigen wird es geschlossen (wieso auch immer das P genommen wurde..). Nach dem dritten Mal regt man sich auch nicht mehr auf..
Es scheint wohl der gute Ton unter Windows-Programmierern zu sein, alle Shortcuts bei der Übersetzung eines Programmes über den Haufen zu werfen. Und das ist nicht gerade der Arbeitseffizienz zuträglich, bedeutet doch ein Wechsel der Sprache in der Windows-Welt das neuerlernen der meisten Shortcuts oder aber den Umstieg auf die ineffiziente Mausbedienung.
Apple ist da ein wenig aufgeschlossener: Apfel+P zeigt immer den Druckdialog, egal welche Sprache ich eingestellt habe. Wobei da fällt mir auf: WTF braucht’s eigentlich eine Apfel-Taste? War Ctrl nicht cool genug für Steve Jobs?
In a nutshell: Ein ISO-Standard für Shortcuts muss her! Aber wenn wir schon dabei sind: Ich hab ein neues Gadget für mich gefunden: Die SAP-Tastatur!


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