Live Scheinheiligkeit
7/7/2007 | Roman
Heute war ja Live Earth, womit ein für alle Mal der Globus gerettet werden sollte. Und natürlich sind die Konzerte und deren Übertragungen ein nettes Gimick, aber mehr wie eine grosse PR Kampagne für Al Gore und die auftretenden Künstler ist es nicht. Imn Gegenteil.
Zum einen muss natürlich die Frage erlaubt sein, was für einen gigantischen CO2 Verbrauch diese Konzerte verusachen. Ich mein aktuell läuft grad Rihanna’s Konzert im Radio. Nach Tokyo ist die gute Frau geflogen, der Live-Stream wird über Millionen von Switches und Server relayed und schlussendlich landet es beim Fan an seinem 200W PC Boliden oder an seinem 2×200 Watt Verstärker. Dabei war doch gerade diese Woche die Meldung aktuell, dass unsere IT gigantische Mengen an CO2 verursacht.
Eine Such-Anfrage bei Google verbrauche genauso viel Strom, wie eine Energiesparlampe benötige, um eine Stunde lang zu leuchten. Demnach gleicht der CO2-Ausstoss der IT-Industrie dem des Luftverkehrs.
Nicht auszudenken, wie viele Haushalte mit dem Live-Stream für Live Earth betrieben werden könnten…
Aber das ginge noch. Was mich viel mehr stört, ist,,dass die auftretenden Stars, aber auch der Veranstalter Al Gore im wirklichen Leben Energiesünder im Quadrat sind:
Das «Tennessee Center for Policy Research» hats ausgerechnet: Al Gore wohnt in einer Luxus-Villa in einem noblen Stadtteil von Nashville. Nach Angaben des dortigen Elektrizitätsdienstes verbraucht Gores Anwesen rund 211´000 kWh. (..) Gore verbraucht somit rund 20 mal mehr als der US-Durchschnitt! Pro Monat blättert Gore rund 1600 Franken für seine Stromrechnung hin.
Bei den restlichen Stars siehts wohl kaum anders aus. Die verdienten Millionen müssen auch irgendwo ausgegeben werden und werden zumeist in grosse Villen, benzinfressende Autos und Privatjets investiert.
In dem Sinn: Super PR für unsere Promi’s, nette Konzerte im Radio, aber alles andere als Klimaschutz. Scheinheilig eben.


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