Sammelsurium der Ablenkungen

Es ist ein Phänomen, welches wohl jeder Student (und damit die Gender-Leute keine Krise kriegen: Studentinnen) zu genüge kennt. Nie ist das Auge so geschult für Details wie während der Lernphasen. Während europäische Medienpolitik, Ökonomisierung, Medialisierung, und vieles mehr wartet, gelernt zu werden, reicht ein kurzer Blick weg vom Schreibtisch und man realisiert, dass man so unmöglich auch nur 10 Minuten lernen kann. Die Fenster sind bereits wieder schmutzig (dabei wurden sie doch erst geputzt), und Staubsaugen muss man auch dringend, diese 5 Staubkörner sind aber auch einfach zu eklig. Und dieser Wäscheberg, da warten sicherlich 3 ganze Teile darauf, endlich gebügelt zu werden; und zwar subito. Damit man nicht so abgelenkt ist – der Lernberg hat nämlich immer noch die gleiche Höhe – wird das Zinmmer gewechselt. Doch was sieht das Auge da? Das Bett ist nicht gemacht, Kleider sind nicht ordentlich zusammengefaltet und aufeinander gelegt.  Was bleibt? Flucht in die Küche. Doch auch da schreit alles nach Aufmerksamkeit: Abwaschmaschine ausräumen, neu einräumen, seit wann sind denn die Fliesen so schmutzig? Ins Wohnzimmer getraut man sich aber nicht, denn da lauert neben sämtlichen Dingen, die man seit Jahren machen wollte (CDs sortieren, DVDs bündig hinstellen und und und) auch noch der Fernseher.

Fazit: die grösste Herausforderung beim Lernen ist es, die Wohnung und den Haushalt (der normalerweise überhaupt niemanden stört) einfach links liegen zu lassen. Gutgemeinte Tipps mit Lernen in der Bibliothek sind leider nutzlos, da es dort viel zu viele Leute hat, die ablenken. Dann doch lieber die Küche und Co., dann hat wenigstens Roman was davon…