Monsun in Zürich
21/6/2007 | Roman
Heute gab es in Zürich ein besonderes Naturschauspiel. Der Himmel hat sich verfinstert und seine Schleusen geöffnet. So etwas habe ich noch nie gesehen. Jeder, der es verpasst hat, kann sich ein kleines Bild machen mit folgendem Video. Merke, es ist 9 Uhr morgens, also es sollte taghell sein…
An der Uni hats übrigens an mehreren Stellen reingeregnet. Tja, da gibt man mehrere dutzend Millionen für hoch-designte Hörsäale und Bibliotheken aus und dann sind die nicht einmal ganz dicht.
Goodbye
18/6/2007 | Jeanine
Nein, ich wandere nicht aus, nur keine falschen Hoffnungen
Das Goodbye bezieht sich auf meinen Teilzeitjob im Financial Accounting einer Schweizer Grossbank. Nach 1.5 Jahren hatte ich vor einer Woche meinen letzten Arbeitstag dort. Es war wirklich eine super Zeit, ich kann beim besten Willen keinen Studenten verstehn, der neben dem Studium nicht irgendetwas arbeitet (möchte hier jedoch keine Diskussion über das “faule, nicht arbeitende Studentenpack” beginnen)
Per sofort bin ich nämlich auch nur noch Studentin, genauer Studentin in der Liz-Vorbereitungs-Phase. Denn Mitte August bis Mitte Oktober finden die Prüfungen statt und da will doch noch ein wenig gelernt sein. Aber irgendwie ist das Lernen anstrengender wie Arbeiten; empfinde ich jedenfalls momentan so… Aber das Ende ist ja in Sicht; freue mich schon auf meinen Goodbye II Beitrag!
G8 Ignoranz
10/6/2007 | Roman
Der G8 Gipfel ist zu Ende und Frau Merkel feiert ihn als “grossen Erfolg”. Dabei sind die Resultate mehr als enttäuschend. Frau Merkel hatte ursprünglich den Kampf gegen den Klimawandel angekündigt und wollte verbindliche Zusagen der G8 Länder. Herausgekommen ist folgendes:
Die G-8-Staaten wollen nach Merkels Worten erstens bis zum Jahr 2050 «ernsthaft» eine Halbierung des Treibhausgas-Ausstosses «in Betracht ziehen». Quelle
Nun gut, dass selbst die verbindlichen Zusagen kaum verbindlich sind – wie man eindrucksvoll am Kyoto-Protokoll sehen kann – ist nichts neues. Aber dieses Resultat ist geradezu ein Affront.
Natürlich wird das Thema aktuell gehyped. Und alle Apokalyptiker haben Hochsaison. Dass aber eine Veränderung des Klimas auf uns zukommt, scheint unausweichlich. Keine 10 Grad, keine 10m Meeresspiegelsteigerung. Aber trotzdem massiv für die Menschen. Denn bereits 1 Grad Wärmeanstieg bringt massive Änderungen der Umweltbedinungen mit sich, welche durch massive Investitionen entsprechend gelenkt werden müssen.
Reaktiv zu Handeln ist immer teurer als proaktiv. Aber das ignoriert die aktuelle Weltpolitik. Aus Angst, dass eine Reduktion der Klimagase das Wachstum des Volkseinkommen minim verringern könnte, wird nichts unternommen. Dabei werden die Kosten – sollte der Klimawandel in der heute prognostizierten Form kommen – das mehrfachte kosten. Das DIW hat sich einmal an einer ökonomischen Schätzung versucht:
Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen wird der Klimawandel nach einer Studie einen volkswirtschaftlichen Schaden von Hunderten Milliarden Euro verursachen und die Konjunktur schwächen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) befürchtet bis zum Jahr 2050 eine Summe von fast 800 Milliarden Euro. (..)
Die Kosten des Klimaschutzes sind deutlich geringer als die Kosten des Klimawandels“, sagte Kemfert. Bis 2050 seien rund 260 Milliarden Euro notwendig. Quelle
“Nach uns die Sinnflut” war einmal. Die Kosten der heutigen Versäumnisse wird meine Generation und wohl auch die Generation vor mir sicher noch zahlen müssen.
Shopping-Patriotismus
8/6/2007 | Roman
Eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von lokalen Fachhändlern. Eigentlich. Denn aktuell möchte ich mir einen kleinen audiophilen Traum erfüllen und fühle mich in der Schweiz ein wenig verarscht. Denn obwohl die Schweiz prinzipiell für elektronische Geräte durchaus preislich attraktiv ist, kosten Audio-Geräte teils 30-40% mehr als im benachbarten Deutschland. Tragisch ist dies vorallem dann, wenn dies sogar für Geräte von schweizer Herstellern gilt..
Shopping-Patriotismus in Ehren, aber wenn mans einen vierstelligen Betrag günstiger kriegt für schlappe 100km Autofahrt, dann hört der Spass auf. Und nein, in der Schweiz verdient man keine 40% mehr wie in Süddeutschland.
Pirates of the Caribbean: At World’s End
1/6/2007 | Jeanine
Lange haben wir auf den 3. Teil dieses Disney-Films gewartet, endlich ist er doch noch angelaufen. Ich möchte hier aber nicht über den Film diskutieren – schaut ihn euch einfach an! Meiner Meinung nach ist ja der 2. Teil mit Abstand der Schwächste; zu plump und seicht. Film Nummer 3 dagegen ist alles, was ich mag: lang, vernetzt, lustig, spannend, packend.
Was mich nun zu diesem Beitrag bewegt sind die Kommentare und Bemerkungen der Kinobesucher, die At World’s End angeschaut haben. “Bitter enttäuscht, da abstrus”, “zu komplizierte Handlung”, “zu unverständlich”, “zu langatmig”. Am lustigsten oder besser gesagt am tragischsten finde ich ja “zu kompliziert”! Ich weiss ja nicht, welche Filme inhaltlich diesen Personen mehr entsprechen würden, doch ich zweifle ersthaft daran, ob diese Leute ihren Kopf oder zumindest einen Teil davon überhaupt ins Kino mitgenommen haben. Vielleicht wäre das nächste Mal eher etwas in folgende Richtung angesagt:
Süss, nicht? Und garantiert nicht zu kompliziert


