Weg damit! 3 goldene Regeln zum Sammeln
25/3/2007 | Roman
So, lange nichts mehr geschrieben. Irgendwie war die Woche zu voll, um sich Zeit zu nehmen, einen Beitrag zu verfassen. Aber einige Bilder von unseren Ferien in Samnaun werden im Kürze hier auftauchen. Nur kurz: 7 Tage Sonne, jeden Tag 5 Gänge in einem 17 Gault Millau Punkte Restaurant und perfekter Schnee. Was will man mehr.
Aber heute möchte ich auf einen anderen Punkt kommen: Gestern war ich als Zügelhelfer unterwegs und musste mal wieder feststellen, wie irrational manche Menschen Zeug sammeln. Man bewahrt sein 20jähriges Spielzeug auf, Möbel aus der Jugend und zig dutzend andere “Andenken” der Vergangenheit mit der Hoffnung, dass man sie irgendwann mal in ferner Zukunft vielleicht mal brauchen könnte oder froh darum sei. Das ist Bullshit.
Niemand wird Möbel, die 20 Jahre im Keller eingelagert wurden, jemals wieder in eine Wohnung stellen. Und niemand gibt 20jähriges Spielzeug an Nichten oder Neffen weiter. Aber trotzdem stopft man sich alle Ecken des Kellers und Estrichs voll und zügelt es von Wohnung zu Wohnung.
Dabei wäre es relativ einfach, das ganze in Schach zu halten. 3 goldene Regeln zum Sammeln:
- Was kaputt ist, gehört sofort repariert und wieder in Betrieb genommen oder weggeworfen. Es macht keinen Sinn, etwas kaputt zu verstauen.
- Alle Gebrauchsgegenstände (Möbel, Küchenutensilien, Campingsachen, Solarien etc.), die nicht mindestens 1 mal im Jahr gebraucht werden, gehören weg. Im Gebrauchsfall werden sie neu gekauft oder ausgeliehen.
- Erinnerungsstücke sind wunderbar, aber gehören aussortiert. Zur Erinnerung an die Zeichenkunst der Grundschule reichen 4 Bilder, nicht 40. Auch Notizen und Schreibhefte der Schul- / Studienzeit wird nie wieder jemand anschauen. Bei Souvenirs: Am besten behält man seine Top10, der Rest wird sowieso kaum beachtet.
Mit “weg” mein ich damit nicht umbedingt das wegwerfen. Vieles kann man auch auf realen oder virtuellen (z.B. eBay, ricardo) Wegen verramschen oder dem Brockenhaus überlassen. Dies ist nicht nur ökonomisch interessanter wie das langsame Verrotten- und Zerfallenlassen im Kellerabteil, sondern auch viel ökologischer und gar sozialer.
Ach ja noch was: Kauft Alu-Möbel. Eure Zügelhelfer werden es euch danken (vorallem wenn ihr im 4. Stock ohne Aufzug wohnt..).


25/3/2007 um 13:19
Solarien
Hehe, jaaaaa. Aber immerhin musst du ihm zugute halten, dass er es ja jetzt verkauft hat
Kauft Alu-Möbel.
Die Zehen danken’s im Notfall auch…
(vorallem wenn ihr im 4. Stock ohne Aufzug wohnt..)
*hechel* *japs*
Da werden sich im Bedarfsfall meine Zügelhelfer auch drauf freuen dürfen
25/3/2007 um 17:05
naja bin da ziemlich anderer Meinung. Habe gewisse Spielsachen von mir auch aufbewahrt. Und die werde ich garantiert auch behalten und meinen Kindern weitergeben. Gute Qualität ist heute sehr teuer oder man findet es heute kaum mehr. Meine Kollegin hat auch 2 Kinder und die spielen jetzt voller Freude mit ihrer alten Brioeisenbahn oder Carerabahn etc. Also solche Sachen schmeisse ich sicher nicht weg, muss ja das Geld nicht gerade aus dem Fenster werfen. Und ich finde es auch schön wenn ich mal zuschauen kann wie sich Kinder ab meinen alten Sachen super freuen.
26/3/2007 um 10:38
also ich hab auch noch alte kinderspielsachen – 1 kiste voll. das reicht, alles andere hab ich weggeschmissen. wertvollere dinge kann man ja verkaufen und bei bedarf nachkaufen – kommt wohl nicht teurer wie der platz den die lagerung benötigt. und man wird wohl staunen, wie viele dinge man nicht mehr kaufen wird weil man sie a) nicht vermisst und b) NIE MEHR brauchen wird.