Die besten WM Videos
19/6/2006 | Roman
Landrover-Blindheit
13/6/2006 | Roman
Ja, Landrover sind hässlich. Aber blind wird man davon per se nicht. Vielleicht, weils noch koreanische Hersteller gibt, die noch hässlichere Autos produzieren, was ungemein abhärtet. Aber lassen wir das. Trotzdem besitzt ein Landrover enormes Blindheits-Potential. Aber mal die ganze Story:
Ich fahr heute Winterthur – Zürich auf der linken Spur, überhol einige Basel-Städter und Appenzeller. Normalzustand eben, wie man ihn so kennt. Dann taucht dieses Phallussymbol von Auto auf. Und wie es so Phallussymbole aka Ungetümer halt an sich haben, müssen sie nicht nur enorm helle Scheinwerfe, sondern diese eben auch 20cm höher als ein normales Auto verbaut haben. Bei einem anständigen Auto ist das in etwa die Höhe der Heckscheibenmitte. Also, dieses Monster hats wohl eilig und fährt mir 2m an die Heckscheibe ran. Und da anscheinend halb Basel als Hobby “schleichen auf Zürcher Autobahnen” zu haben scheint, gehts halt nicht aus mit Ausweichen. Also gab ich Gas.
Aber das reicht einem Landrover-Besitzern anscheinend nicht. Wer das Geld zum Fenster rauswerfen kann (sonst würd er sich ja keinen Landrover kaufen), kann auch Geschwindigkeitsbussen zahlen. Also gabs halt mehrfach die Lichthupe mehrfach gegen mich gedonnert. Und da aus irgendeinen – durch die Evolution übriggebliebenen – Reflex Otto Normalfahrer immer ins gleissende Licht des Rückspiegels schaut, tat ich es halt auch. Langer Rede kurzer Sinn: Landrover-Blindheit.
Ferien in Sicht
13/6/2006 | Jeanine
Ja, auch wir gönnen uns diesen Sommer wieder einige Tage Ferien. Zuerst gehen wir für 4 Tage ins Südtirol, genauer gesagt in ein Wellnesshotel. Ich freue mich schon auf den Pool:

Doch auch die Massagen, Bäder und Buffets werden sicherlich nicht ohne sein. Da wir heute gefunden haben, dass 4 Tage doch eher kurz sind, machen wir auf unserer Rückreise noch einen Halt von 4 Tagen im Hotel du Lac in Locarno (das gelbliche Haus links auf dem unteren Bild). Somit werde auch ich endlich einmal im Tessin gewesen sein, wird auch langsam Zeit

Kathrina meets Nürnberg
11/6/2006 | Roman
Ich hab diese Woche einige Reflexionen zum Rock im Park versprochen. Naja, die Zeit war knapp, aber für Eine hat sie gereicht, genauergesagt für diese.
Vielleicht hat jemand ein wenig Anfangs Woche die Boulevard Nachrichten im TV verfolgt. So von wegen “der Tag danach”. Oder wie ichs nenne “Kathrina reloaded” in Anlehnung an New Orleans. Der hat sicher einen guten Eindruck, worauf ich hinaus will: In New Orleans ging die Stadt in Fluten von Wassern, in Nürnberg in Müll und Chaos unter.
Dazu vielleicht eine kleine Vorinformation: Das Festival findet ja “im Park” statt und das ist mehr oder minder ernst gemeint. Genauergesagt im Reichsparteitagsgelände von Hitler himself ausgedacht. Und nachdem das Ganze ein Jahrzehntlang als Müllhalde diente (vorallem der Silbersee, der heute noch toxisch ist) entstand da ein wunderschöner Park. Und das macht einerseits auch die Stimmung des Festivals aus, andererseits fragt sich der normaldenkende Mensch: Wieso wird jedes Jahr – Hitlers Niedergang zum Trotz – dieses wunderbare Gelände wieder zum Schlachtfeld degradiert?
Und das ist nicht übertrieben. Spätestens ab Freitag Mittag wandelt und lebt man im Müll (am Sonntag gibts ein kleines Sauberkeitshoch – viele geben da ihren Müllsack ab) und am Montag “danach” siehts desaströs aus. Kurz und gut zusammengefasst: Würde Rock im Park mehr als 1 Woche dauern, würd die Cholera ausbrechen. Guggst du:

Schöner Anblick, gell. Aber das ginge ja noch. Wirklich. Ich mein ok, wir Schweizer sind Sauberkeitsfanatiker, aber man gewöhnt sich recht schnell an die “Wegwerf”-Kultur und wird selbst ein Teil davon. Ist auch kein Wunder, wenn zwar Müllsäcke an die Besucher verteilt werden, die aber bei der Rückgabe oft um ihr gezahltes Pfand gebracht (siehe parkrocker.net Thread) und zusätzlich sonst keine grossen Abfallbehälter – weder am Zeltplatz, noch an den Bühnen und dem Weg dorthin – platziert wurden.
Was ich persönlich viel schlimmer fand waren die zahlreichen Kiddies: Die “ich bin das erste mal ohne Mamma in den Ferien und drum mach ich alles doofe”-Teenager. Wir waren ja alle mal Jung und hatten unseren ersten Vollrausch in einem Alter, in denen der Gesetzgeber und das blaue Kreuz alles andere als Freude hätten. Trotzdem kam ich nie auf die Idee, mein eigenes Zelt anzuzünden. Oder ans Nachbarzelt mein – bereits verdautes oder vom Magen verweigertes – Essen aus dem Körper zu befördern. Oder Eigentum anderer Zelter zusammenzuklauen. Oder sogar das Zelt der Nachbarn zu verbrennen. Oder die Dixi-Klos anzuzünden.
2003 war mein erstes Rock im Park und da war die Stimmung weit friedlicher. Gesoffen wurde nicht weniger, aber die Zerstörungswut erreichte dieses Jahr Rekordniveau. Auch hier muss sich der Veranstalter an die Nase fassen: Vor dem Festival werden zwar rigorose Vorschriften gemacht (kein Glas, keine Gasflaschen etc.), welche aber nicht durchgesetzt werden, da an den Eingängen die Hälfte der Leute kaum oder gar nicht kontrolliert wurden. Besoffene mit 3,0 Promille an einer 20kg Gasflasche hantieren zu lassen, erhöht nicht gerade das Sicherheitsbefinden auf dem Platz. Die fehlenden Kontrollen hätten die Securitas vielleicht durch erhöhte Kontrollen am Platz wieder wettmachen können, aber genau dort glänzten sie durch Abwesenheit. Insbesondere an der Nacht auf Montag – an denen die schlimmsten Ausschreitungen waren – sah man kaum einen Securitas ausserhalb des Bühnenbereichs. Dass dann – gepaart mit fehlender Zivilcourage – Dixis und Zelte brennen, erstaunt wirklich nicht.
Mein Fazit: Ich bin zu alt für das. So macht Campen keinen Spass. An anderen Festivals wars oft recht chillig, vor dem Zelt hocken, Bier trinken, ein wenig Schabernack treiben und eine schöne Zeit haben. Aber so.. nein, echt nicht mehr. Entweder ich lass Rock im Park in der zukünftigen Festivalplanung beiseite oder aber ich übernacht im Hotel. Dann werd ich zwar auch um mein obligatorisches Müllpfand gebracht, aber wenigstens muss ich keine Angst haben, dass ich in die Luft fliege oder mein Hab und Gut verbrannt wird.
Löwen vs. Fanatiker 1:0
6/6/2006 | Roman
Das Abseilen in einen Löwenkäfig im Zoo der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat ein 45-jähriger Mann mit dem Leben bezahlt. Ein Löwenweibchen wurde durch die hektischen Bewegungen des Mannes gereizt und tötete ihn mit einem Biss in den Hals, wie die Kiewer Polizei am Montag nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte.
Der Ukrainer aserbaidschanischer Abstammung hatte den Gehegezaun überwunden und sich mit einem mitgebrachten Seil hinabgehangelt. Seine letzten Worte sollen “Gott wird mich beschützen” gewsen sein.
Bereits im Vorjahr war im Kiewer Zoo ein Mensch von einem Raubtier getötet worden. Eine 23 Jahre alte Putzfrau hatte sich im März 2005 beim Reinigen der Käfige in der Tür geirrt und war im Tigergehege gelandet. Eine Raubkatze hatte der Frau sofort das Genick gebrochen.Quelle
Hätt der doch die Bibel gelesen: 5. Moses 6,16: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen. Nächstes mal weiss er’s wohl besser..
Fucking vorbei
6/6/2006 | Roman
War ja dieses Jahr mal wieder am fucking Rock im Park im fucking Nürnberg. Und jetzt ists mal wieder fucking vorbei. Wobei: Mir ist fucking was aufgefallen: Jede fucking halbstarke Band hatte das Gefühl, dass ich meine fucking Hands in der fucking Crowd vor der fucking Stage in the fucking Air heben sollte. Dabei hätt ich die ja fucking nochmals auch ohne dieses fucking fucking vor jedem fucking Word verstanden.
Nein, mal ernsthaft: Ich kann das fucking nicht mehr hören. Ist in etwa so überflüssig wie das “ey” vor jedem Satz aus der “gebrochen-deutsch” Fraktion. Und nein, es gehört nicht dazu, es ist einfach doof. Aber sonst wars n geiles Festival. Highlights waren nun mal Franz Ferdinand, Jamiroquai, The Streets, Keane, Metallica und noch n paar andere. So wie sich das gehört.
Schade war nur die schweinekälte! Hätt echt nie gedacht, dass ich die “Wullesau” (fetter Wollenpulli der Schweizer Armee) echt auspacken würde.. und das über einen bereits vorhandenen Pulli! Aber hey, was tut man nicht alles für feine Rockmusik. Einen Vorteil hattes noch: Hab enorm Geld gespart, denn meine Lust, mir ein gekühltes Bier vor der Bühne zu geben sank doch beträchtlich
Ich werd in den kommenden Tagen noch ein paar Sachen zu Rock im Park schreiben. Irgendwie sind tausendundeine Impression auf mich eingeprasselt. Das meiste stimmt mich jetzt noch sehr sehr nachdenklich.
Schlammschlacht
31/5/2006 | Roman
Ach herje
Als ich vor 3 Monaten die Rock im Park Tickets gekauft hatte, hatte ich auf Juni-Wetter gehofft. Nun ist Juni, aber Petrus hat wohl den Kalender nicht umgeblättert. Fühlt sich nämlich mehr nach Februar an. Anyway: Morgen gehts los und ich werd auch bei diesem Schweinewetter n riesen Fest haben. Findet in Nürnberg statt und da wir so gegen die 50 Leute dort sein werden, wirds sicher ne lustige Zeit..
Btw: Es muss ja einen Grund haben, dass die Russen die Alkoholiker Eurasiens sind. Und das wird n saukaltes Festival. Demnach pack ich glaub noch n paar Bier mehr ein…
Dead Town & Dead Line
26/5/2006 | Roman
Wie heisst es so schön, dass Zürich “down town Switzerland” sei. Nun heute war es eher dead town Switzerland. Gut, nach dem Stau am Mittwoch habe ich ja vermutet, dass viele Leute heute frei machen. Aber vom Umfang war ich doch sehr überrascht.
Man stelle sich vor: Heute 08:20 an einer x-beliebigen Tramhaltestelle und der “20minuten”-Container (Gratis Zeitung in der Schweiz) ist noch zu 80% voll. An jedem anderen Werktag ist es eher umgekehrt: zu 80% leer. Vielleicht ein optimistischer Zeitungscontainer? (ein dezenter Joke, ich weiss.. wohl zu dezent. Aber er bleibt, wo er ist.) Nun nicht ganz: Es war echt himmeltraurig: Sitzplatz im Tram, dann im Bus, die Migros leer. Und sogar im sonst immer proppervollen IEW wars richtig leer. Fast wie ausgestorben, die ganze Stadt..
Btw: Seit dem Umzug funktioniert unser Internet zu Hause nicht. Die Cablecom hat auf ganzer Linie versagt. Ich hab ja schon viele Beschwerden deswegen gehört, bisher aber immer als “Ausnahmen” abgestempelt. Aber langsam glaub ich an den Mythos der Chaos-Organisation. Die Hotline auf alle Fälle ist eine Ausgeburt der Hölle. Naja ok, vielleicht ein wenig übertrieben. Eher eine Ausgeburt der Inkompetenz. Aber auch das ist schon schlimm genug.
So on: Schönes Wochenende.

