Demotivation

19/7/2006 | Roman

Sommer ist eine komische Jahreszeit. Eigentlich müsste man als Mensch ja alleine durch die langen Tage dazu fähig sein, umso motivierter an die Arbeit zu gehen. Aber irgendwie fusst das nicht bei mir. Ich bin aktuell an meiner Diplomarbeit und je länger je mehr demotiviert. Liegt vielleicht auch daran, dass ich – wenn ich mich dann zum arbeiten überrede – effizient bin. Vielleicht zu effizient, denn so fehlt wiederum jeglicher Druck, da mans ja im Notfall in 1-2 Wochen schreiben könnte.

Anyway, ich hoffe, es ist bald durch. Irgendwie hab ich mir den Studienabschluss immer glorreicher vorgestellt, jetzt läufts auf ein “have-to” heraus. Schade..

Linux-Geeks

13/7/2006 | Roman

Ich habe mal einen interessanten Beitrag über Linux-Geeks gefunden. Ich möchte ihn gar nicht weiter kommentieren, sondern einfach hier reinstellen. Kann sich ja jeder selbst eine Meinung bilden:

Mal ganz ehrlich – wen interessieren eigentlich noch Linux-Distris. Seitdem die Linux-Community beschlossen hat, kollektiv Selbstmord zu begehen, ist das OS doch weitestgehend tot, wenn man mal vom Einsatz als ServerOS absieht. Klar, es gibt bestimmt einige, die Linux auf dem Desktop einsetzen, mich inclusive, aber die Zeiten, in denen ich einem Otto-Normalverbraucher empfohlen habe, auf Linux zu gehen, sind vorbei.

Das hat übrigens nichts mit den aktuellen Sicherheitslücken im Linux-Kernel zu tun, sondern mit der Art, wie die Linux-Community mit ihren Usern umgeht. Dieses hysterische “nur GPL-Software ist gute Software” – sich aber über MS aufregen, die seien intollerant – und wer Acrobat, Java und MP3 benutzt ist sowieso böse…

Wer mit 0,5% Marktanteil glaubt, der Hardware-Industrie die Bedingungen für die Treiberentwicklung diktieren zu können, der sollte mal von dem Zeug, was er da einwirft weniger nehmen. Die Konfiguration selbst einfacher Sachen ist kompliziert – jedes Programm hat seine eigene Konfigurationsdatei mit eigenem Format und funktionierende Assistenten, die dem Benutzer erklären, was er hier überhaupt eintragen muß, fehlen weitestgehend. Gleichzeitig wird ein Projekt verschrien, was dieses Manko beheben will, weil es das Wort “Registry” benutzt.

Wenn sich der gewillte Anfänger dann auch noch in den entsprechenden Foren sowas wie RTFM anhören muß, oder daß er keine Ahnung hat (das mag sein, deswegen ist er ja Anfänger), dann muß ich einfach mir eingestehen, es war ein Versuch wert, Linux als Alternative zu MS zu sehen, Mac OSX ist aber die, der ich Chancen einräume.

Dort vereint sich ein unixoides OS mit hervorragenden Tools für Programmierer mit einer ausgereiften Benutzerschnittstelle. Die Überlegenheit eines quelloffenen Systems hat Linux verspielt – vor allem durch die vielen selbsternannten Linux-Gurus, die doch nur Klugscheißer sind und ihr Ego auf Kosten der Anwender aufpolieren.

Quelle: heise

Kulanz

10/7/2006 | Roman

Ja, manchmal ist es gar nicht so einfach ein Produkt zu kaufen. Ich wollte ja nur eine neue Sonnenbrille (mit Korrektur). Und das tönt zwar harmlos, ist es aber nicht.

Aber von vorne: Ich war bisher ja ein grosser Verfechter des Visilabs: Die Brille in einer Stunde, dazu noch eine schöne Auswahl aktueller Markenfassungen. Was will man mehr. Und da ich bisher im Visilab Schaffhausen wie auch im Visilab Olten wunderbar bedient wurde, dacht ich mir ich könnte ja nicht viel falsch machen, wenn ichs im Visilab Zürich hole.

Aber es gibt doch einige Umwege zur perfekten Sonnenbrille: Zuerst wurden mir die falschen Gläser verkauft. Ok, kann passieren. Und ich war ja auch überrascht, dass man die Brille sofort zurücknahm und die richtigen Gläser innert einem Arbeitstag ersetzen wollte. Sogar zum Preis der falschen – günstigeren Gläser. Eigentlich ja Super-Service. Aber da wurde wieder gepfuscht: Farbe am Rahmen weg und zudem eine dicke fette Delle im Glas. Und dann gings halt wieder in den Visilab.. die bestellten einen neuen Rahmen und neue Gläser. Und beim dritten Mal war nun alles perfekt.

Ich bin irgendwie zwiegespalten. Klar, Fehler können passieren und es ist eigentlich ein Super-Service, dass man diese schnellstmöglich beheben kann. Aber das Optimum wäre halt, wenn man als Kunde nicht 2 mal reklamieren muss. Und so das Fazit: Ich kauf meine Brillen in Zukunft im Visilab aufm Land..

Fussball mal anders

7/7/2006 | Roman

Ok ok, lange nichts mehr geschrieben. Die letzten Wochen waren auch sehr intensiv, ich schrieb so wohl meine letzte Prüfung an der Uni.

Aber lassen wir das, das schreib ich anderweitig mal weiter auf. Ich möcht mich jetzt kurz vor dem Finale nochmals der Fussball-WM widmen. So zum Abschluss. Danach wirds hier im Blog auch fussballtechnisch ein wenig leiser.

Also zuerst einmal: Danke Sepp, dass du mein Blog liest. Muss so sein, den gestern las ich folgendes im Netz:

Zu wenige Tore, zuviel Taktik-Geplänkel – Fifa-Chef Blatter will attraktiveren Fußball sehen als bei dieser WM. Deshalb stößt er jetzt eine Regel-Debatte an.

(..)

Brasiliens Ex-Star Socrates hatte schon vor der WM gefordert, die Teamstärke zu reduzieren, dem Einfluss der wachsenden Spieler-Physis zu begegnen und so mehr Platz für Kreativkünstler wie Zinedine Zidane oder Robinho zu schaffen. An weiteren Vorschlägen aus der großen Fußball-Familie für ein attraktiveres Spiel mangelt es nicht: Größere Tore, Handspiel des Torwarts nur im Fünfmeterraum oder eine Neugestaltung der Abseitsregel werden immer wieder genannt.

Quelle: Stern

Also langsam kommt da was ins Rollen. Wurde auch langsam Zeit. Denn wenn wir uns so ansehen, wie Fussball vor 64 Jahren aussah, dann war das schon ein wenig ein anderes Niveau.

Aber zurück in die Gegenwart: Was glaubt ihr, wie man am kreativsten seine WM-Tickets verlieren kann? Man hält sie auf der Autobahn aus dem Fenster. Glaubt ihr nicht, dass es so dumme Menschen gibt? Doch, guggst du..

Und weiter gehts in der Schadenfreude: Meistens geniesst man diese ja still und leise in den eigenen vier Wänden. Manchmal gibts auch schöne zynische und sarkastische Äusserungen. Oder aber man ist Holländer.. Insbesondere das Video ist empfehlenswert ;)

Ich habe fertig

26/6/2006 | Roman

Mit dem Ausscheiden der Schweizer endet auch die WM für mich. Nicht weil mich das Ausscheiden dermassen aufregen würde, sondern weil mir heute klar wurde, wie sehr mich diese WM eigentlich enttäuscht. Ich stell provokativ die Frage: Ist DAS noch Fussball?

Fangen wir mal an mit den bisherigen Achtelfinals: Welche Mannschaft hat sich den Sieg wirklich verdient? Etwa Italien, dessen Sieg auf überlanger Nachspielzeit und gesuchtem Elfmeter lag? Etwa Portugal, dessen Sieg aufs härtere Prügeln auf dem Platz basierte? Etwa England, dessen Sieg auf Becks Ausnahmefähigkeit basiert? Etwa die Ukraine, dessen Sieg auf Strafraumbetonieren zurückzuführen ist? Oder etwa Argentinien, die nicht zauberten wie gegen Serbien Montenegro, sondern eher holzig über den Platz strampelten. Und auch wenn es mir nun schwer fällt, dies so zu sagen, aber einzig Deutschland war es, die den Sieg ehrlich erkämpft haben.

Nein, dass kann es nicht sein. Was sahen wir schon an dieser WM: Ein Spieler, der 3 gelbe Karten bekam. Ein Spiel mit insgesamt 16 gelben Karten und 3 Platzverweisen, dass an Brutalität einem Eishockey-Match glich. Zahlreiche gegebene und eben nicht gegebene Elfmeter.

Schlussendliches Fazit dieser WM: Du musst nicht Fussball-spielen können, du brauchst einfach das Glück, einen halbwegs fähigen Schiedrichter zu haben (oder Einen, der wenigstens den Gegner ungerecht behandelt) und ein wenig Zufall, dass der Ball doch im gegnerischen Goal landet..

Amüsantes neben dem Rasen

25/6/2006 | Jeanine

Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) hat dem Fernseh-Moderator Beni Thurnheer für eine verbale Entgleisung bei der Kommentierung des WM-Spiels Südkorea – Schweiz die gelbe Karte gezeigt.

(ap) Mit seiner Bemerkung bei der Verarztung des verletzten Spielers Philippe Senderos, nun müsse aber ein richtiger Arzt hin und «nicht bloss ein Handarbeitslehrer» habe Thurnheer die Würde eines ganzen Berufsstandes verletzt, heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag. Der LCH erwartet vom Schweizer Fernsehen eine öffentliche Entschuldigung für diesen Ausrutscher.

Die Lehrerschaft habe zwar Sinn für Humor und Toleranz bei sprachlichen Unbeholfenheiten in Stresssituationen. Es sei aber weder sportlich noch vom Unterhaltungswert her zu rechtfertigen, mit Diffamierungen zu arbeiten.

Quelle

Die meisten Augen sind ja momentan auf unseren nördlichen Nachbarn gerichtet; besser gesagt auf Männer in lustigen kurzen Hosen, die alle wie wild einem einzigen Ball hinterher rennen. Aber auf Sinn und Unsinn dieses Spiels will ich eigentlich gar nicht hinaus. Denn auch neben dem Rasen läuft viel Amüsantes, wie ihr dem obigen Artikel entnehmen könnt.

Handarbeitslehrer in Ehren (wir alle sind schliesslich unendlich froh, können wir Socken stopfen und Tischdecken häkeln, oder?), aber eine offizielle Entschuldigung wegen solch einer Bagatelle zu fordern find ich doch schon seeehr “speziell”. Aber wie auch immer, zumindest Senderos ist sicherlich froh, von einem Arzt und nicht mit einer Stricknadel geflickt worden zu sein ;)

Bye Bye IEW

24/6/2006 | Roman

Gestern hatte ich meinen letzten Tag am IEW. War eine schöne – anstrengende und herausfordernde – Zeit, aber jetzt freue ich mich auf Neues. Lustig ist ja, dass mich das IEW irgendwie auch geprägt hat. Vorher fand ich Mikroökonomik zwar auch davor schon “ok”, aber wirklich gepackt hat’s mich erst, seit ich das jeden zweiten Tag selber erlebte..

Hopp Schwiz!

22/6/2006 | Roman

*sing* Kööööbi Köööbi nationaaaaal ..

[mygal=hoppschwiz]