Ach das kennt man ja: Wasser predigen, Wein trinken. Und je reineres Wasser man predigt, desto mehr Wein trinkt man anscheinend. Wie das aktuelle Beispiel aus – naaaa – natürlich den USA zeigt. Aber lest selbst:
Einer der führenden US-Prediger, der sich vehement gegen die Rechte von Schwulen starkgemacht hat, hat wegen des Vorwurfs einer homosexuellen Beziehung zu einem Callboy seine Ämter niedergelegt. Der Evangelikale Ted Haggard habe seinen Posten als Präsident der Nationalen Vereinigung Evangelikaler niedergelegt und werde sein Pastorenamt in Colorado Springs vorläufig ruhen lassen, teilte die New Life Church am Donnerstag mit. Haggard wies die Vorwürfe zurück. Welt.de
Der nach Enthüllungen eines Callboys zurückgetretene US-Prediger Ted Haggard hat vor seinen Anhängern sexuelle Verfehlungen eingeräumt: „Ich bin ein Betrüger und ein Lügner“, hieß es in einem Brief des Evangelikalen-Predigers, der in seiner New Life Church in Colorado Springs verlesen wurde. “Es gibt einen Teil meines Lebens, der so widerwärtig und dunkel ist, dass ich mein gesamtes Erwachsenen-Leben gegen ihn gekämpft habe.“ Welt.de
Ach ja, die Evangelikalen… da kommt mir mal wieder der Herr Dollar (der heisst wirklich so) und der Herr Benny Hinn in den Sinn, selbst Vorreiter des Evangelikalismus und gleichzeitig immerhin Multimillionäre. Zwar völlig legal, aber ebenfalls mehr als fragwürdig. Oder der Herr Rick Warren – ebenfalls Muster-Evangelikaler – der kein Problem im Gewalt gegen Andersgläubige hat.
Kein Mensch ist perfekt, und das ist auch gut so. Nur leider vergessen das gewisse Kreise und predigen eben diese Perfektion allwöchentlich, erheben sich selbst zu Übermenschen, womit sie viele Menschen in einen ungesunden Leistungsdruck drängen, selbst aber mit denselben Problemen kämpfen wie ihre Schäfchen. Traurig, aber wahr. Oder anders gesagt: Wenn etwas zu gut tönt, ist wohl irgendwas faul..