Hot Apple
2/8/2006 | Roman
Ja, bei uns war es heiss. In Big Apple ist’s heisser. Jetzt gehts soweit, dass gar der Notstand ausgerufen worden ist:
Die Hitzewelle in den USA hat nun auch die Ostküste erreicht. In New York wurden für die kommenden Tage Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius vorhergesagt. Aus diesem Grund hat die Stadt erstmals in der Geschichte den Notstand wegen einer Hitzewelle ausgerufen. Bürgermeister Michael Bloomberg sagte die hohen Temperaturen seien “ernsthaft lebensgefährlich”. In der Stadt wurden nach Angaben der “New York Times” rund 400 “Kühlzentren” eingerichtet, um alten und armen Menschen Möglichkeiten zur Abkühlung zu bieten.
(..)
Um Energie zu sparen, werde jetzt das Empire State Building nachts nicht mehr beleuchtet. Öffentliche Gebäude nutzten ihre eigenen Notaggregate, um das Stromnetz zu entlasten. Bloomberg und die Elektrizitätsunternehmen appellierten an die großen Firmen, den Stromverbrauch zu drosseln: Sie sollen Klimaanlagen herunterfahren und Fahrstühle abschalten. Missachten die Bürger die Anweisungen, müssten sie mit einer Anzeige rechnen, sagte Bloomberg.
Es werden – gemäss Radiomeldung – sogar Leute aus Wohnungen ohne Klimaanlage evakuirt. Verrückte Welt..
Killing in the Name
1/8/2006 | Roman
In den USA machen sich einige Kreise richtiggehend Sorgen, dass ihre Kinder durch böse Videospiele geschädigt werden:
Today, 87% of children regularly play video games. Unfortunately, as the technology has improved, making video games more and more realistic, the trend has been toward graphically violent and sexually provocative games often with dark or occult themes.
Tönt fast nach einer klassischen Marktlücke. Aber bald nicht mehr, man halte sich fest: Der erste christliche Ego-Shooter kommt diesen Herbst auf den Markt, genannt Left Behind: Eternal Forces. Moment: Christlich? Ego-Shooter? War da nicht mal was von wegen linker Backe, rechter Backe?
Anscheinend ist das nicht mehr der aktuelle Trend im evangelikalen Lager. Und so gehts in dem Spiel richtig blutig zu und her, sozusagen killing in the Name (btw. sehr geiles Song von Rage against the Maschine):
Du bist in der Zeit der Apokalypse und stehst entweder auf der “guten” (christliche) oder “bösen” (anti-christlichen) Seite. Als “Guter” ist deine Aufgabe möglichst viele Heiden – in Form von Juden, Katholiken, Homosexuellen, Buddhisten oder einfach Atheisten – zu bekehren – oder alternativ – einfach umzubringen. Naja, wieso noch lang diskutieren, wenn man doch den guten alten Flammenwerfer oder das MG hervorkramen kann..
Alternativ kannst du aber auch den Anti-Christen spielen und Christen jagen. Mit seelenfressenden Dämonen und so. Hauptsache bluttrieffend, aber bewusst Sex-Frei: Das Spiel ist ab 12 freigegeben und richtet sich nach den Ideen-Träger Rick Warren (Bestseller Autor von evangelikalen Büchern) vorallem an Jugendliche. Pikantes Detail am Rande – vorallem mit Seitenblick zur aktuellen US Regierung – ist der Anti-Christ gleichzeitig UN-Generalsekretär und Leiter der Global Peacekeepers..
Links: Kritik zum Game: take2action | Kritik zum Game: Telepolis | Ideenträger: Rick Warren | Hersteller: Left Behind Games
Zum Glück habe ich seit 6 Stunden nichts mehr gegessen..

