Amüsantes neben dem Rasen

Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) hat dem Fernseh-Moderator Beni Thurnheer für eine verbale Entgleisung bei der Kommentierung des WM-Spiels Südkorea – Schweiz die gelbe Karte gezeigt.

(ap) Mit seiner Bemerkung bei der Verarztung des verletzten Spielers Philippe Senderos, nun müsse aber ein richtiger Arzt hin und «nicht bloss ein Handarbeitslehrer» habe Thurnheer die Würde eines ganzen Berufsstandes verletzt, heisst es in einer Mitteilung vom Sonntag. Der LCH erwartet vom Schweizer Fernsehen eine öffentliche Entschuldigung für diesen Ausrutscher.

Die Lehrerschaft habe zwar Sinn für Humor und Toleranz bei sprachlichen Unbeholfenheiten in Stresssituationen. Es sei aber weder sportlich noch vom Unterhaltungswert her zu rechtfertigen, mit Diffamierungen zu arbeiten.

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Die meisten Augen sind ja momentan auf unseren nördlichen Nachbarn gerichtet; besser gesagt auf Männer in lustigen kurzen Hosen, die alle wie wild einem einzigen Ball hinterher rennen. Aber auf Sinn und Unsinn dieses Spiels will ich eigentlich gar nicht hinaus. Denn auch neben dem Rasen läuft viel Amüsantes, wie ihr dem obigen Artikel entnehmen könnt.

Handarbeitslehrer in Ehren (wir alle sind schliesslich unendlich froh, können wir Socken stopfen und Tischdecken häkeln, oder?), aber eine offizielle Entschuldigung wegen solch einer Bagatelle zu fordern find ich doch schon seeehr “speziell”. Aber wie auch immer, zumindest Senderos ist sicherlich froh, von einem Arzt und nicht mit einer Stricknadel geflickt worden zu sein ;)