April, April Warner

Die Filmindustrie ist ja am Jammer, wie schlecht es ihr geht. Nun, anscheinend ist sie trotz allem intelligenter wie die Musikindustrie. Warner hat die Marktlücke entdeckt, dass anscheinend viele Internet-User Videos downloaden wollen. Aber wie so oft sind viele Ideen nicht zu Ende gedacht. Oder wenigstens bis zur Mitte.

Mit der Webseite In2Movies (www.in2movies.ch) will Warner eine «Download-to-Own-Plattform für Spielfilme und TV-Serien» in Deutschland, der Deutschschweiz und Österreich schaffen. (..) Bei In2Movies kann man die bezahlten Filme für immer behalten.

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Wer bei In2Movies einen Film herunterlädt, gibt gleichzeitig anderen In2Movies-Benutzern, die den gleichen Film übertragen, seine Datenteile weiter. Das macht den Download schneller. Denn beim Start von In2Movies gibts die Filme nur in deutscher Synchronisation.

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Die Filme bei In2Movies enthalten zudem kein Bonusmaterial und keine weiteren Tonspuren, was bei einer gekauften DVD normalerweise beides enthalten ist. Zudem lassen sich die Filme nur mit dem Windows Media Player 10 anschauen, was Windows XP zwingend voraussetzt. In der ersten Phase ist es auch nicht möglich, die Filme auf ein Medium wie einen DVD-Rohling zu sichern. Daher liegt der Preis einer Download-DVD leicht unter dem einer DVD, die man im Laden kauft.

Quelle

Also fassen wir das zusammen:

  • Ich zahl leicht weniger als für eine DVD im Laden, sagen wir mal 3-4 Franken
  • Ich muss dafür meinen Rechner laufen lassen und Ressourcen auch für andere User zur Verfügung stellen, was mich u.a. Strom und Zeit kostet
  • Dafür krieg ich einen Film, den ich nur am PC unter Windows anschauen kann. Also nicht auf DVD brennen und am Fernseh guggen
  • Die Filme kann ich nur auf Deutsch, nicht auf Englisch schauen.

Wie verrückt muss man eigentlich sein, so was zu nutzen?

2 Comments

  1. Posted 10/4/2006 at 19:32 | Permalink

    öhm, wieso soll der p2p-mässige download schneller sein? Der Flaschenhals wird ja wohl immer noch der Heim-Internetanschluss sein!!
    Oder wollen die etwa bei der Serveranbindung sparen? AHAAA!!!

  2. Roman
    Posted 12/4/2006 at 21:48 | Permalink

    Richtig erkannt:

    Mir gefällt ja folgendes Zitat am besten:

    “Das Ausliefern der bis zu zwei Gigabyte großen Filmdateien soll dabei so weit wie möglich “an die Endkunden outgesourct werden”, (..) Als Belohnung erhalten sie “MoviePoints”. Als Belohnung erhalten sie “MoviePoints”. Wer etwa die Bandbreite für einen stark nachgefragten Film abtrete, erhalte dafür 250 solcher Bonuspunkte, brachte Smit gegenüber heise online ein Beispiel. 50.000 Punkte könne man dann gegen einen freien Download tauschen.”

    Quelle

    Wart mal: 50’000/250 = 200 ….