Die Schweiz ist ein schizophrenes Land. Innert 20km kann sich die ganze Umgebung ändern. So war ich gestern früh auf der A1 unterwegs. Und wer die kennt, weiss dass dort um die Zeit Krieg herrscht. Auf den schnellen Stücken bist du mit 120 der langsamste. An der Baustelle in Würelos – Spurverengung auf 2,0 m – wird natürlich mit 110 gefahren (80 ausgeschildert). Die Blitzer kennt ja jeder, das führt dazu, dass kurz auf die Bremse gestanden wird, um 50m danach wieder auf die alte Geschwindigkeit zu beschleunigen. 2 Sekundenabstand sind ein Ding der Unmöglichkeit, der 2m Abstand ist da realistischer.
Und dann am Abend fuhr ich nach Uster. Das ist die Oberlandautobahn von Brüttisellen aus Richtung Rapperswil. Und plötzlich sah die Welt anders aus: 110 auf dem rechten Streifen, bei der 80 Tafel gingen alle auf die Bremse und auch nach dem Blitzer hielten sich alle brav ans Tempolimit. Und wenn man auf der linken Spur auf 10m dem Vordermann heranfährt, so geht der sofort nach rechts ab. 10 km nach Zürich hast du effektiv das Gefühl, dass dein Zeit und Raumgefühl dir ein Schnippchen schlagen. Oder andersrum: So wie auf der Oberlandautobahn muss es wohl auf der A1 auch mal ausgesehen haben. Vor 40 Jahren…
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3 Comments
Ist denk logisch, auf der Oberlandautobahn hat es halt weniger Aargauer.
:-p
Als ich den Beitrag gesehen habe, wollte ich auch gleich schreiben, dass das wohl eher an den Aargauern auf der A1 liegt…