Raider heisst jetzt Twix
28/4/2006 | Roman
Also. Manchmal sind auch Computer-Voll-Nerds lustig. Zuerst mal die relativ unspektakuläre News auf heise online:
Eigentlich hatte doch kaum jemand etwas an der Bezeichung “Revolution” für die kommende Next-Generation-Kosole aus dem Hause Nintendo auszusetzen. Heute teilte das japanische Unternehmen jedoch mit, dass das in Konkurrenz zu Microsofts Xbox 360 und Sonys kommender PlayStation 3 tretende Gerät den offiziellen Namen “Wii” erhalten wird – in Anlehnung an das englische Wort “we” (wir). Schließlich, so Nintendo, handele es sich bei dem Gerät auch um “eine Konsole für uns alle”.
“Wii wird ein Meilenstein in der Geschichte des Videospiels sein”, verspricht Bernd Fakesch, General Manager von Nintendo Deutschland. Der außergewöhnliche Name der Konsole spiegele ihre außergewöhnlichen Eigenschaften wider. Damit nicht genug, soll die kleine Konsole, mit der Nintendo eher auf neuartige Bedien- und daraus resultierende Spielkonzepte setzt, statt auf Prozessorleistung, nach offiziellen Angaben “die Trennwände zwischen Videospielern und Nicht-Videospielern einreißen”. Man darf gespannt sein, ob die Konsole tatsächlich ein solches “Wii-Gefühl” (ebenfalls O-Ton Nintendo) erzeugen wird.
Ok, ok. Ist wirklich eine saulame News. Aber dann kommt die Kreativität der Leute, die Kommentare dazu schreiben:
Wii – eine Konsole fuer uns alle. Du bist Deutschland! Du bist Wii! Du und der Rest von dem Volk, also lass die anderen auch gefaelligst mal an der Demo-Wii im Kaufhof daddeln!
Und remember: There is no “i” in Wii – nein, da sind zwei! Oder phonetisch sogar bis zu sieben. Auslegungssache.
Ueberhaupt, wie spricht man das aus? Weeeee – mit der selben Betonung als wenn man was wirklich ekelhaftes aus dem Ausguss fischen muss und dann merkt dass der Latexhandschuh nicht dicht ist und kalte Suppe aus dem Siphon langsam den Unterarm entlang rinnt? Oder in Anlehnung an Fury mehr wie in “Wieher!” ?
Vielleicht sollte Nintendo doch eher die lautmalerische Deppen-Sprache benutzen so wie Daim, der in aller Welt Dime heisst, nur nicht in Deutschland, damit die Leute die wo da wohnen dass auch Daim aussprechen tun und nicht Di-Me. Sehr zu empfehlen, bevor hunderte Grossmuetter zu Weihnachten im Kaufhaus eine “We-Roemisch-Zwo” verlangen.
Ueberhaupt – wenn Medal of Honor rauskommt fuer Wii, wird das dann WWII for Wii heissen? Wird der Online-Dienst wwwii heissen oder doch eher “Wie online?”. Wird Boris Becker fuer Nintento Werbung machen und sagen “Wii – isch bin jetzt schon online!” Und ueberhaupt – was wird MS dazu sagen? Wii gates weiter in Redmond?
Wie auch immer. In Japan sind auch schon diverse Add-Ons geplant. Da ist die Voip-Loesung “Wii-ch-tel” und ein rotierendes USB “Eingabegeraet” mit sensorischem Feedback und dem Projektnamen “Wii-ch-Sen” und eine Karaoke-Hardware mit dem Namen “Wii Ar teh Cham-pion-Sans”. Nintento-San, I bow down to you.
Nebenbei ist Wii auch – das ist wenig bekannt – ein chinesisches Wort und bedeutet: “Kleiner Japanischer Marketingmann der eine Ueberdosis Koks genommen hat und dann bei Nintento mit dem Kopf bewusstlos aufs Keyboard geknallt ist.”
Schoenen Freitag.
hehehe
Licht am Ende des Tunnels
26/4/2006 | Roman
Nur keine Angst, dies wird kein Blog-Beitrag über Nah-Tod-Erfahrungen oder ähnliches. Wen ich aber “gluschtig” gemacht habe, darf sich hier einigen hyster.. ääh esotherischen Geschichtli widmen.
Nein, es ist viel banaler: Mein Studium ist bald zu Ende. Ich habe vor wenigen Tagen mein Diplomarbeitsthema abgeholt und besuche meine letzte Vorlesung. Und damit ist Mitte August der Spuk zuende, Schicht im Schacht oder wie auch immer. Unter dem Strich war die Uni-Zeit wertvoll, teilweise sogar richtig schön. Aber ich bin froh, ist sie bald vorbei. Irgendwann möchte man einfach mal was Neues sehen.
Und das werd ich ab Anfang September: Ich unterzeichne heute meinen Arbeitsvertrag. War ne schwere Geburt, ich hab seit 2 Wochen 2 Arbeitsverträge aus 2 Branchen zu Hause und konnte mich lange nicht für eine Option entscheiden. Fragt Jeanine oder Tom, die beiden waren arme Schweine in der Zeit.
Schlussendlich ist’s die Wirtschaftsberatung geworden, aus dem banalen Grund, da es die grössere Herausforderung für mich darstellt. Genauergesagt werd ich in der Sparte Information Technology and Finance Function Effectiveness tätig sein, dort eher auf der Finance-Seite.
Was genau das heisst, oder was ich genau dort mache, seh ich dann im September. Spannend wirds so oder so und ich freu mich darauf.
Europapark
25/4/2006 | Jeanine
Gestern war es soweit – wir eröffneten unsere persönliche Europapark-Saison 2006. Nun, der Tag wird schwer zu übertreffen sein, hatten wir doch perfektes Wetter (sprich nicht zu heiss aber dennoch schön) und relativ wenig Leute. Am Abend sind wir dann auch sehr müde und noch glücklicher ins Bett gesunken…
So konnten sich Lukas, Tom, Roman und ich munter ins Bahnengetümmel stürzen. Bilder gibts keine, soll doch jeder selber gehen und Spass haben
BBQ – Extended
23/4/2006 | Roman
Schon unsere Vorfahren wussten, dass ein Mammut vom der Flamme einfach besser schmeckt. Gut ok, die Mammuts sind tod, die Vorfahren auch, aber das Grillen – ääh pardon liebe Deutschen – das Grillieren bleibt. Aber da Raiders heute Twix heisst, nennen wir es an dieser Stelle auch einfach Barbecue oder kurz BBQ. Ist zwar totaler Quark, weil BBQ eine ganze Grillkultur beschreibt, aber das interessiert Otto Neu-Deutsch ja wenig. Aber genug kluggeschissen (oder heissts “kluggescheisst”? Man möge mich berichtigen..
). Wir haben gestern die Grill – sorry – die BBQ-Saison eröffnet.
Wobei natürlich das Ganze schön und einfach gehen könnte. Aber da stehen wir nicht so drauf: Der letztjährig erstandene “Schnäppchen”-Grill war nicht so rostfrei, wie versprochen (Details letztes Jahr), ergo “Totalschaden”. Um es mit den Worten von Dani zu beschreiben: Billig heisst eben nicht günstig. Und auch wenn man ihn mit stundenlangen Aufwand sicher wieder in Schuss bringen könnte, sind wir wohl zu dekadent geworden, um dies in Angriff zu nehmen.
Anyway: Gestern war Full House bei uns, dazu phantastisches Wetter. Sprich: Der perfekte Tag, um die Saison zu starten. Ergo musste ien neuer Grill her und man könnte ja denken, dies sei eine Kleinigkeit… Jetzt weiss ichs besser. Aber der Reihe nach: Zuerst gings in den Migros Do-It. Und tatsächlich war das Angebot riesig. Nur gabs da das 99.- “ich wackel wenn du mich nur ansiehst”-Modell oder aber die “Midlife-Crisis”-Semipro Grille ab 500.- aufwärts. Dazwischen: Nichts.
Also weitergesucht: Coop Bau&Hobby. Erstes Fazit: Passen wirklich so viele Leute in so einen kleinen Laden? Nächstesmal, wenn ich in einen Do-It am Samstag gehe, nehm ich eine Machete mit. Um den Weg freizuschlagen. Aber auch ohne Buschmesser kam ich irgendwann in den Genuss, die Grill-Ausstellung zu betrachten. Und die war noch übler wie die Konkurenz-Ausstellung: Einfach alles 50% teurer, aber der gleiche Crap. Entweder den Schrottigen-Wackel Grill für unglaubliche 180 CHF oder das “Master-Chief”-Modell für läppische 600.- aufwärts. Dafür aufgepimpt mit Gaskocher und verchromten Rädern. Gut, im Aargau verkauft sich das sicher gut, vielleicht gibts nächstes Jahr die Special-Edition mit LED-Unterbodenbeleuchtung, Sport-Grillzange und Xenon-Licht. Oder einfach ein Bundle mit einem 20er Pack weisser Tennis-Socken. Aber lassen wir das Lästern.
Langsam kam die Einsicht, dass Grillkaufen hochkomplex sein kann. Also wieder ins Auto, in die Stadt. Und schon 3 Läden weiter fand ich den Traumgrill:

KOENIG Compact Pro – ist zwar das Einstiegsmodell von KOENIG, aber man merkt halt schon den Unterschied zum No-Name. Und zum Glück war er 30% runtergeschrieben, den die Dinger haben auch einen königlichen Preis (haha, wer ein Wortspiel findet, darfs behalten
). Mit “Flav-R-Wave Aromasystem für eine optimale Hitzeverteilung” (welcher Marketing-Werkstudent sich das auch immer ausgedacht hat). Aber natürlich war das Ding nicht an Lager. Wie auch, den das wäre ja einfach gewesen. Dennoch: 3 Telephone später fand der nette und kompetente Verkäufer – und angemerkt: ich war im Fust, das ist nicht selbstverständlich – eine Filiale, die noch 1 Stück an Lager hatte.
Aber schlussendlich hat sichs gelohnt. Der gestrige Abend ist wunderbar geglückt und es ist halt schon ein phantastischer Grill. Wer es mal austesten will, kann ja mal versuchen, sich einzuladen.
2015
22/4/2006 | Roman
Wir schreiben das Jahr 2006. Und wenn ich nachdenke, dass ich erst 1994 den ersten Kontakt mit dem Internet hatte und was sich in dieser Zeit verändert hat, ist das enorm. Ich denke wir erleben hier eine Revolution mit, die mit jener der Eisenbahn vergleichbar ist.
Und wie so oft bringt jede Revolution Nebenwirkungen hervor, die so nicht gedacht oder erwünscht waren und sind. So bringen die neuen Möglichkeiten zwar eine unglaubliche Informationsflut, gleichzeitig aber fordern sie ihren Tribut in Form von Persönlichkeitsschutz. Und bevor ich auf das Niveau der so häufig anzutreffenden IT-Geek-Paranoia abgleite, möchte ich eigentlich nur den Grund für diesen Beitrag posten: Google 2015
Einfach mal anschauen, wirken lassen, nachdenken.
Mein schönstes Ostergeschenk
16/4/2006 | Roman
Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat anlässlich des Osterfestes alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Dies kündigte Arroyo in ihrer Osterbotschaft am Sonntag an.
Zur Zeit sitzen auf den Philippinen 1205 Menschen in Todeszellen. Die meisten Todesurteile wurden wegen egen Vergewaltigung, Mord oder Entführung mit Lösegeldforderung ausgesprochen.Seit dem Amtsantritt von Arroyo als Präsidentin im Jahre 2001 ist kein Todesurteil mehr vollstreckt worden.
Die Todesstrafe war auf den Philippinen im Jahre 1987 abgeschafft und 1994 wegen einer Reihe sehr schwerer Verbrechen wieder eingeführt worden. Danach wurden sieben Menschen durch eine Giftinjektion hingerichtet.
Da hat jemand doch tatsächlich den Sinn von Ostern erkannt.. Danke!
April, April Warner
10/4/2006 | Roman
Die Filmindustrie ist ja am Jammer, wie schlecht es ihr geht. Nun, anscheinend ist sie trotz allem intelligenter wie die Musikindustrie. Warner hat die Marktlücke entdeckt, dass anscheinend viele Internet-User Videos downloaden wollen. Aber wie so oft sind viele Ideen nicht zu Ende gedacht. Oder wenigstens bis zur Mitte.
Mit der Webseite In2Movies (www.in2movies.ch) will Warner eine «Download-to-Own-Plattform für Spielfilme und TV-Serien» in Deutschland, der Deutschschweiz und Österreich schaffen. (..) Bei In2Movies kann man die bezahlten Filme für immer behalten.
(..)
Wer bei In2Movies einen Film herunterlädt, gibt gleichzeitig anderen In2Movies-Benutzern, die den gleichen Film übertragen, seine Datenteile weiter. Das macht den Download schneller. Denn beim Start von In2Movies gibts die Filme nur in deutscher Synchronisation.
(..)
Die Filme bei In2Movies enthalten zudem kein Bonusmaterial und keine weiteren Tonspuren, was bei einer gekauften DVD normalerweise beides enthalten ist. Zudem lassen sich die Filme nur mit dem Windows Media Player 10 anschauen, was Windows XP zwingend voraussetzt. In der ersten Phase ist es auch nicht möglich, die Filme auf ein Medium wie einen DVD-Rohling zu sichern. Daher liegt der Preis einer Download-DVD leicht unter dem einer DVD, die man im Laden kauft.
Also fassen wir das zusammen:
- Ich zahl leicht weniger als für eine DVD im Laden, sagen wir mal 3-4 Franken
- Ich muss dafür meinen Rechner laufen lassen und Ressourcen auch für andere User zur Verfügung stellen, was mich u.a. Strom und Zeit kostet
- Dafür krieg ich einen Film, den ich nur am PC unter Windows anschauen kann. Also nicht auf DVD brennen und am Fernseh guggen
- Die Filme kann ich nur auf Deutsch, nicht auf Englisch schauen.
Wie verrückt muss man eigentlich sein, so was zu nutzen?


