ruhig..

13/3/2006 | Roman

Ich war heute an einem Bewerbungsgespräch. Und irgendwie war es recht interessant. Man hört ja von überall, dass man sich in so Gesprächen eher zurückhalten und vorallem passiv agieren sollte. Alles quark! Oder andersrum: Vielleicht für bestimmte Jobs. Denn heute wurde ich nach 5 Minuten als “ruhig und still” eingeschätzt. Also ich, die Inkarnation des Frechseins! ;)

Nun gut, wieder was gelernt. Auf alle Fälle gehts weiter, wie es ausschaut. Und da freu ich mich drauf!

So, ich hatte gestern also mein erstes Assessment (für die, welche mit dem Begriff nichts anfangen können: klick). Wobei das gestern war ja relativ harmlos: Sonst geht das ganze oft mehrere Tage und hat so freakiges wie Schlafmangel und Stresstests. Aber das blieb mir erspart, wobei das sicher auch eine interessante Erfahrung wäre..

Anyway, spassig wars so oder so. Und anstrengend. Da gabs neben den zahlreichen Fragebögen wie dem Bochumer Inventar, den Gruppenspielen unter Zeitdruck auch analytische Tests im Stile von “sie gehen in 6h in die Ferien. Sie müssen um 18:12 am Bahnhof sein, um 18:29 am Treffpunkt, der Briefträger kommt von 17:00 bis 17:30 in der Wohnung vorbei” etc. Tönt einfach, aber war recht herausfordernd mit 9 abzuklappernden Posten, die alle querverknüpft mit abweichenden Zeitangaben (und Fahrrad-Option) waren.

Aber das wirkliche Highlight war der Nachmittag: Erstellen einer Kurz-Analyse eines Unternehmens innert 2h aufgrund von Geschäftsberichten. Auf Englisch natürlich.

Irgendwie bin ich Fan von solchen Tests geworden. Da heissts “liefere statt lafere” und das ist halt sympathisch. Am Montag gehts aber schon weiter, da habe ich das nächste Gespräch. Bei der nächsten Firma.

Back in Town

10/3/2006 | Roman

So, Grindelwald ist eine Attraktion ärmer. Ich bin nämlich wieder zurück aus dem Reduit. Kurz gesagt: Super Essen, super Getränke (jeglicher Couleur), super Schnee, scheiss Wetter. Ein ausführlicher Bericht wird folgen, ich muss jetzt zuerst mal ins Bett, denn morgen früh 8:15 steh ich in Zürich bereit zum ausführlichen Assessment. Mal guggen, wie sich das so ausfühlt.

[mygal=grindelwald-2006]

Aaaaab in den Süüüüden

4/3/2006 | Roman

ääähm. Also in den Süden gehts schon, aber nicht wie gedacht nach Sizilien, sondern nach Grindelwald! Also wundert euch nicht, wenn hier eine Woche Funkstille herrscht, wir werden an euch denken, wenn wir im jetzt gerade frisch geschneiten Schnee unsere Spur ziehen. Ich weiss ich bin fies.. hehehe

Walk

2/3/2006 | Roman

They said you can rap about anything except for Jesus
That means guns, sex, lies, video tape
But if I talk about God my record won’t get played huh

Mich prägt manchmal ein Song mehr als manche Monate an Lebenserfahrung. In diesem Blog habe ich schon einige dieser Songs genannt (z.B. hier), nun soll ein Weiterer dazu stossen. Hey, beschwert euch nicht, ich habe euch ja lange damit in Frieden gelassen! Anyway, zurück zum Text. Obiges Zitat stammt von Kanye West, einem der begnadetsten Rapper aller Zeiten. Und es ist aus seinem Song Jesus Walks, wie die unteren auch..

I need to recruit all the soldiers
All of God’s soldiers
We at war
We at war with society, racism, terroism and most of all we at war with ourselves

Kanye West hat Mut. Oder vielleicht war er einfach wahnsinnig, als er den Song rausbrachte. Den das Potential, das darin lag, war enorm. Es barg die Gefahr, dass seine bisherigen Fans von ihm abspringen würden, wenn er sich zu dem Thema äussern würde und gleichzeitig würde er wohl den Hass der amerikanischen konservativen Christen einbringen. Ironischerweise passierte nur zweiteres.

Wieso das? Weil Kanye West in diesem Song kein Blatt vor dem Mund nimmt. Weil er ehrlich ist. Weil ihm scheiss egal ist, was die Leute von ihm halten, solange er seine Message bringt. Und das honorieren seine wahren Fans, hingegen passt dies vielen konservativen Kreisen gar nicht. Denn eine heile Welt beschreibt er nicht, im Gegenteil.

(Jesus Walks)
God show me the way because the Devil try to break me down
(Jesus Walks with me)
The only thing that I pray is that my feet don’t fail me now
(Jesus Walks)
And I don’t think there’s nothing I can do to right my wrongs
(Jesus Walks with me)
I wanna talk to God but I’m afraid cause we ain’t spoke in so long

Gut ok, die Zeit des Kirchenbanns ist seit 300 Jahren vorbei. Dafür gibts heute Lobbys. Aber was genau hat die Christen so aufgebracht? Die obigen Zitate sind bisher relativ harmlos.

Ya, to the hustlers, killers, murderers, drug dealers even the strippers
(Jesus walks with them)
To the victims of welfare feel we living in hell here, hell yea
(Jesus walks with them)

Das war ihr Problem. Kanye bricht die Idee der Friede Freude Eierkuchen Welt, auf die amerikanische Christen einen so grossen Wert legen. Spricht an und flucht (das ist natürlich besonders “böse), dass auch Mörder, Zuhälter und Dealer Jesus brauchen. Leute, die eben von konservativen Christen am liebsten im Todestrakt der texanischen Gefängnisse gesehen werden oder im Irak und Guantanamo verfolgt werden.

Kanye West sagte zum Song selber, dass er ihn nicht für Christen geschrieben hätte, ebensowenig um auch nur irgendeinen zu bekehren. Er schrieb ihn rein, um zu sagen, was er denkt. Und das ist gut so.

My momma used to say only Jesus can save us