Mitleid
30/3/2006 | Roman
Ich bin ja krank. Und das geht vorbei. Andere – wie Fikret (Beitrag im Blog) – sind aktuell in der RS. Und auch das geht vorbei. Allerdings dauert es länger, man fühlt sich noch Wochen danach scheisse und vorallem schluckt man mehr Ponstan.
Irgendwie tut mir Fikret ja leid. Irgendwie. Aber ich weiss nicht recht: Hat er ne Schoggi-RS oder dreht man bei ihm einfach nur “langsam” auf? 6h Schlaf und ein 6km Marsch sind Ferienlager, nicht RS. Klar, es ist trotzdem hart, aber uns hat man endlos gefiggt in der ersten Woche. Die 4-5h Schlaf gingen ja noch knapp, aber die täglich 8 x 126 Stufen mit 30kg Gepäck, anschliessendem 300m Sprint und 30 Liegestützen auf dem Kiesplatz waren echt der Hass. Von Gefechtsübungen wie Robben auf dem Kiesplatz ganz zu schweigen oder dem 10km Marsch in der ersten Woche.
Und irgendwie gings anderen auch ned besser. Wenn ich da die Geschichten eines Freundes höre, der jeden Tag die 3,5 km zum Waffenplatz mit den 30kg gejogged ist, scheint mir Fikret echt ein Glückspilz zu sein.
Gut, ich gönns ihm. Und nächste Woche schick ich ihm ein Fresspäckli. Weiss btw jemand, wo man Bierdosen zuschweissen lassen kann? hehehe
Kassensturz
28/3/2006 | Roman
Man glaubt es kaum, Kassensturz – diese Pseudo-Konsumenten Sendung, die von absoluten Amateuren gemacht wird – hat doch tatsächlich einen Bericht über Voice over IP – kurz VoIP – gebracht. Das ist Telephonieren übers Internet. Und als ob Kassensturzbericht nicht sonst schon so eine bedenkliche Qualität hätten, so ist das Ganze bei allem mit Strom drin noch schlimmer.
Heutige sensationelle Feststellung: “Wenn man neben dem Telephonieren Software runterlädt und surft, wird die Qualität schlechter”. Danke Kassensturz, mich wieder daran erinnert zu haben, wofür ich Gebühren zahle. Wär ohne euch nie drauf gekommen…
We love to …
28/3/2006 | Roman
Wer kennt sie nicht? Diese knappe 60 Sekunden Pro-Sieben Eigenwerbung, die einem jedesmal wie 60 Minuten vorkommen. Zum Glück kommt die ja nur in jeder Werbeunterbrechung und auch nur auf den unendlich scheinenden Sendern der Pro-Sieben Gruppe. Sprich so gegen 500 Mio mal pro Tag. Wenigstens gefühlt. Und neuerdings ist man auch im Kino nicht mehr sicher davon.

Nun gut, die ersten 5 mal fand man den Spott ja noch witzig. Die nächsten 50 mal, die man diese Werbung ertragen musste, gingen ja auch noch grad knapp. Aber nach den weiteren 500 Wiederholungen bin knapp davor, alle Pro-Sieben Sender aus meinem Fernseher rauszuprogrammieren.
Ich weiss nicht, was sich die Verantwortlichen denken. Echt nicht. Der Spot ist ja sogar gut gemacht, aber irgendwann wird alles lästig. Ist wie ein tropfender Wasserhahn: Man merkt sich zwar das Geräusch mit der Zeit und es frisst sich ins Unterbewusstsein. Das klappt ja gut, aber bei mir weckt der Spott Assoziation mit dem Bösen. Jedesmal wenn ich den Spot sehe, dann löst dies eine panische Reaktion meines rechten Zeigefingers aus, der sofort die Fernbedienung drückt und auf MTV zappt um mir dort die Jamba Klingeltonwerbungen anzuschauen.
Klar, Jamba steht auf meiner Sympathie-Liste kurz vor Saddam Hussein und Josef Stalin, aber immernoch knapp nach dem Verantwortlichen Pro-Sieben PR-Manager. Nun mag mir manch einer vielleicht vorwerfen, es sei Geschmackslos, einen russischen Massenmörder mit Pro-Sieben zu vergleichen. Aber ich wette, gäbs heute noch Gulags (für Ungebildete: Gulag bei Wikipedia) in Sibirien, würde dort garantiert dieser Spott laufen.
Fieberwahn II
23/3/2006 | Roman
Man glaubt es kaum, heute ist wohl ein Glückstag..
Stephen Toulouse, Security Program Manager bei Microsoft, greift in seinem Weblog den Konkurrenten Apple scharf wegen dessen Sicherheitspolitik an.
(..)
Tatsächlich lässt sich in US-amerikanischen Medien mehr und mehr eine Grundstimmung beobachten, nach der Microsoft im Bereich Sicherheit den Standard setze, an dem sich andere Firmen messen lassen müssen. Bill Gates hatte vor knapp vier Jahren oberste Priorität für Sicherheitsbelange gefordert und eine Inititiative für Trustworthy Computing gestartet. Offenbar ernten die Redmonder erste Früchte dieses seither Mantra-artig wiederholten Credos.
Ja wie geil ist das den? Microsoft – das beinahe täglich mit Sicherheitslücken in die Medien kommt – kritisiert ein anderes Unternehmen. Ist es Realitätsverlust? Wahn? Oder unglaubliches PR? Man fasst es nicht..
Fieberwahn
23/3/2006 | Roman
Der Bundesrat will die AHV nicht mit Verkehrsbussen mitfinanzieren. Er hat ein Begehren von Nationalrat Walter Glur (SVP/AG) abgelehnt, der die Hälfte aller Busseneinnahmen in die Altersvorsorge umleiten wollte. Für die Regierung ist eine solche Zweckbindung sachfremd. Auch will sie vermeiden, dass Verkehrssünden mit einer Verknüpfung zur AHV quasi moralisch gerechtfertigt werden. Motionär Glur hatte hingegen argumentiert, die Verkehrsbussen seien nicht dazu da, die Kassen der öffentlichen Verwaltungen zu füllen. Er wollte deshalb sicherstellen, dass zumindest die Hälfte dieser Gelder wieder direkt der Bevölkerung zukommt.
Quelle
Nun gut, fehlende Kreativität kann man Herrn Glur sicher nicht vorwerfen. Lustig finde ich ja die Argumentation, dass die öffentlichen Verwaltungen anscheinend nicht der Bevölkerung zu gute kommen. Aber lassen wir das. Anscheinend bin ich nicht der einzige im Aargau, der grad Fieber hat, auch wenn ich hoffentlich nicht im Wahn rede..
laaaangweilig..
22/3/2006 | Roman
Seit Sonntag früh bin ich nun Opfer bösartiger Viren und versuch mir zu Hause die Zeit tod zu schlagen.
Gut, ist ja nicht so, dass es nichts zu tun gäbe, nur irgendwie ist man mit Fieber in einem Zwischenstadium: Einerseits bin ich nicht krank genug, um die absolut stumpfsinnigen “Hausfrauen”-Nachmittagsshows von den deutschen Privat-TV-Sendern zu ertragen. Und andererseits zu krank, um was wirklich sinnvolles anzustellen. Es reichte gerade mal knapp fürs durchackern der letzten 2 Weltwochen und Sonntagszeitung, aber nachdem diese geistige Herausforderung durch ist, ich pro Tag 12 Stunden schlafe und das Internet langsam auch nichts neues hergibt, wirds langsam aber sicher laaaaaangweilig..
Banking Game
19/3/2006 | Roman
So, ich war diese Woche an dem viel gelobten Banking Game – ein Seminar der Uni Zürich in Zusammenarbeit mit der UBS, in welchem man in einer Simulation die Führung einer Bank übernimmt – teilgenommen.
Nun ja, wie angetönt wurde eben dieses Seminar von vielen als Non-Plus-Ultra bezeichnet. Es gibt für die 32 Plätze auch 280 Bewerber. Und es mag vielleicht an dieser Stelle “undankbar” erscheinen, aber irgendwie blieb es deutlich hinter den Erwartungen. Gut mag sein, dass das 2×1,5 Stunden UBS Recruiting (bestehend aus unendlich scheinender “wir nehmen nur die Besten, wir sind die Besten und sowieso und überhaupt”-Wiederholungen) meine Meinung arg beeinflusste, aber auch sonst hab ich mir mehr versprochen.
Den unter dem Strich habe ich zwar sehr viel gelernt, aber die Simulation hat arge Lücken, die ausnutzbar sind. Und um diese zu kaschieren, greift die Spielleitung ständig ins Geschehen ein, wobei das halb so schlimm wäre, wenn es denn konsequent geschehen würde. Es ist zwar schön zu hören, dass der Konkurrenz-Bank die Lizenz entzogen hätte werden solllen wegen mangelnder EK-Deckung, aber nichts passierte. Gleichzeitig werden aber Massnahmen nach Gutdünken durchgeboxt, für welche es keine Vorwarnung gab. Unter dem Strich endete das ganze in einer grossen Lotterie, wo man zwar den Erwartungswert seiner Performance beeinflussen konnte, aber eben nicht viel mehr.
Nein, ich möchte nicht unser mieses Abschneiden verteidigen, wir haben einige Fehler gemacht. Und ich habe – trotz allem – sehr viel aus dem Seminar mitgenommen. Aber so ist das halt häufig im Leben: Auch wenn das eine Veranstaltung insgesamt sehr gut war – man aber gleichzeitig mehr erwartet – bleibt eine Enttäuschung unabdingbar.
Krasse Checkergroup
14/3/2006 | Roman
Boygroups waren ja das Highlight der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Für die einten musikalisch, für die einten optisch und für die Mehrheit der Menschheit humoristisch.
Nun ja, das war einmal. Boygroups sind out. Heute gibts die krassen Checker-Groups! Es ist schlussendlich nur konsequent: Seit Kübelböck wissen wir, dass man auch ohne jegliches Talent in die Charts kommt, neu auch ohne Deutschkenntnisse. Guggst du:
http://youtube.com/watch?v=pYak2F1hUYA
Respeeeekt odaaa?

