Verfalldatum & lecker Müsli
31/1/2006 | Roman
Ja, wir Schweizer sind ja pedantisch in Sachen Lebensmittel und Verfalldatum. Andere Kulturen sehen das viel pragmatischer:
Zöllner haben an der bulgarischen Grenze 22 Jahre altes Rindfleisch aus Irland sichergestellt. Die Beamten hätten die 75 Tonnen-Lieferung am griechisch-bulgarischen Grenzübergang bei Kulata entdeckt, wie Medien am Montag in Sofia berichteten.
Sie waren zuvor auf Lieferpapiere gestoßen, die auf das Jahr 1984 datiert waren. Bei der weiteren Kontrolle fiel den Zöllnern eine bläuliche Färbung des Fleisches auf.
Neuseeländer kommen übrigens oft ohne Geschmacksnerven auf die Welt:
Kenia hat ein Hilfsangebot einer neuseeländischen Unternehmerin zurückgewiesen, die für hungernde Kinder in Kenia tonnenweise Hundefutter spenden wollte. “So schlecht geht es den Kindern in Kenia noch nicht, dass sie Hundefutter essen müssen”, sagte ein Regierungssprecher nach einem Bericht der Zeitung “Daily Nation”.
Das Unternehmen “Mighty Mix” wollte 42 Tonnen Trockenfutter nach Kenia senden, nachdem die Chefin Christine Drummond von der derzeitigen Hungersnot im Land erfahren hatte. “Es ist voller Nährstoffe und schmeckt lecker“, sagte sie. Sie streue sich selbst jeden Morgen etwas Trockenfutter in ihr Müsli.
XP forever
30/1/2006 | Roman
Ja, Windows XP gibts seit Urzeiten. Da fragt sich mancheiner: Wo bleibt der Nachfolger? Hier mal eine kleine Historie
- Im Juli 2001 hat Microsoft versprochen, daß Longhorn 2002/2003 kommen wird
- Im April 2002 hieß es dann Longhorn kommt doch erst nach 2003
- Ein Jahr später sollte Longorn dann 2005 soweit sein
- Im November 2003 hatte sich dann Longhorn schon auf 2006 verschoben
- Im Februar 2004 hatte MS dann die Idee nochmal kurz ein Windows XP Reloaded dazwischenzuwerfen um vor Longhorn nochmals Geld zu verdienen
- Im April 2004 hat MS beschlossen in Longhorn »einige geplante Neuerungen« wegzulassen, damit es überhaupt irgendwann mal fertig wird
- Im Mai 2004 wurde bekannt, daß es DAS Killerfeature (WinFS) doch nicht in Longhorn schafft
- August 2004: Microsoft kündigt Longhorn jetzt offiziell für 2006 an
- Aktueller Stand: Sommer 2006, kann aber noch verschoben werden
Ich tipp ja auf 2008.
Rückschritt
27/1/2006 | Roman
Ich dachte bisher, Europa sei die “Festung der Aufklärung”. Und auch wenn ich mich Christ schimpfe, so bin ich alles andere als Kreatonist, sondern gehöre zu den Anhängern der theistischen Evolutionslehre (wem das nichts sagt: Wikipedia) und auch sonst ein – wenn auch kritischer – Fan der Wissenschaft.
Insofern bin ich per Definition nicht für Kreationismus zu begeistern, im Gegenteil, ich sehe es als grossen Rückschritt an. Wenn ich Dokumentationen sehe, wo der Lehrer den Biologie-Unterricht im Zoo abhält und den Kindern erklärt, dass Zebra hätte die Streifen “damit sie den Menschen besser gefallen”, anstatt als Schutz vor Raubtieren, dann wird mir mulmig zumute..
Aber anscheinend bröckelt auch in Europa die Mauer der Säkularisierung des Staates:
Der Kreationismus, der in den USA für Konflikte zwischen Forschern und Gottesfürchtigen sorgt, wird auch in Großbritannien populärer. Einer Umfrage zufolge glaubt nicht einmal jeder zweite Brite an die Evolution, mehr als 40 Prozent wünschen Kreationismus im Biologie-Unterricht.
Man verstehe mich richtig: Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn Kreationismus neben Evolutionslehre einen Platz finden würde. Es wäre ja so oder so zu begrüssen, wenn an den Schulen zu den gängigen Theorien auch differenziertere Betrachtungen gelehrt werden würden (mir hat man im Wirtschaftsunterricht des Gymnasiums noch Keynes als einzige Wahrheit verkaufen wollen). Aber genau hier liegt der Hund begraben: Kreationisten widersetzen sich der Falsifizierbarkeit ihrer Ansicht und damit sind sie – nach Karl Poppers Definition – keine Wissenschaft, sondern fundamentalistisch. Und hierin sehe ich auch die Gefahr, die für die jetzige Gesellschaft ausgeht, denn Fundamentalismus war noch nie ein guter Nährboden für Stabilität, Pazifismus und Minderheitenschutz.
Und wenn alle Stricke reissen, bleibt einem immernoch die Emigration nach Polynesien
Mail Testlabor
25/1/2006 | Roman
Hehehe.. wieder eine kleine Aufheiterung:
http://mudvayne84.piranho.com/emails.htm
Hehehe… vorallem das Mail an Britney oder an Jamba ist ganz geil.
Google ist tod..
24/1/2006 | Roman
.. es lebe Seekport
Nicht das wir uns falsch verstehen, google gibts immer noch. Aber je länger je mehr wird es umbrauchbar. Rein daher, weil auf ein Suchergebnis 9 der 10 Ergebnisse der ersten Seiten umbrauchbar sind. Es gibt natürlich einige Alternativen, aber bisher konnte mich keine so recht überzeugen… bis jetzt. Denn heute habe ich mal intensiv seekport.de ausprobiert. Nur so als Tipp, ist sicher einen Versuch wert.
Ende der Musik-Labels
21/1/2006 | Roman
Die letzten 30 Jahre haben sich die Musik-Labels eine Industrie von Produktion bis Vertrieb aufgebaut, die noch bis vor 5 Jahren als unknackbar galt. Und heute les ich gerade auf heise.de:
Dieser Tage erscheint das Debutalbum der Band Arctic Monkeys, ziemlich genau ein Jahr nach dem der amerikanischen “Clap Your Hands Say Yeah”. Das Besondere: Beide Bands veröffentlichen die Alben nicht um bekannt zu werden, sondern weil sie schon Erfolg haben – durch das Internet. Und sie haben auch kein Plattenlabel gebraucht, um gehört zu werden.
Arctic Monkeys verschenkten anfangs CDs mit ihrer Musik bei Konzerten, berichtet Thomas Winkler in der heutigen Frankfurter Rundschau. Die Stücke gelangten ins Internet und wurden so bekannt, dass die Band keine Probleme hat, etwa einen Berliner Club zu füllen.
Clap Your Hands Say Yeah haben dank Internet mehr als 50 000 Platten ihres Debutalbums verkauft, so Winkler. Bei ihnen sorgten positive Rezensionen in Internet-Magazinen für Bekanntheit. Die Gruppe wolle auch weiterhin nicht unter das Dach eines großen Labels kriechen.
Vielleicht der Anfang vom Ende der großen Plattenlabels? In einer (Internet-)Welt, in der sich die Hörer durch zum Beispiel Podcasts informieren und unterhalten lassen, könnten die Major-Labels einst in Vergessenheit geraten.
Gar nicht so abwegig. Denn wieso in aller Welt sollte ein Produzent (wofür die Labels ja gedacht waren), etwas anderes tun, als zu produzieren? Die Monopol-Stellung der Labels hat uns in den letzten Jahren nämlich vorallem etwas gebracht: Von Jahr zu Jahr höhere Preise und schreckliche Kunst-Bands wie Bro’Sis. Insofern hoffe ich, dass langsam das Zeitalter der Labels zu Ende geht…
Ideen unter Alkohol
21/1/2006 | Roman
Unter Alkoholeinfluss entstehen die interessantesten Projekte. Hier mal ein Neues von von n paar Deutschen Freaks:
Köln ich komme!
19/1/2006 | Jeanine
Ja, ich wage mich ins ferne fremde Deutschland. Warum Köln, fragt ihr? Nun, schon was von IMM (Möbelmesse) gehört? Nein? Macht nix, ich verzeihe euch
Schuld an meiner Reise ist ja eigentlich Dani, der an der Messe einen Stand hat und seine Möbel ausstellt. Natürlich gibts nach dem Weekend entsprechende Photos hier.
Morgen gehts los, 4.5 Stunden mit dem Zug. Mal schauen was uns erwartet. Ich gehe nämlich nicht alleine, denn meine holde Mutter reist mit mir.

