Sinn und Unsinn von Bildungsmaschinerien

Es gibt Leute, die verbrauchen pro Jahr 40 000.- CHF an Steuergeldern. Sie lernen Dinge, die sie nie wissen wollten. Sie trainieren ihr Hirn zu Auswendiglern-Höchstleistungen, ohne einen Nutzen daraus ziehen zu können. Sie können einen Vortrag über die Systemtheorie Luhmanns halten oder x Formen der Unternehmensbewertung anwenden ohne diese Dinge jemals in der Praxis brauchen zu können, da zu theorielastig. Entweder man sperrt solche Leute weg, oder aber man nennt sie Studenten.

War die Zeit nicht schön, als wir – naiv und jung – an die Universität gingen, weil wir am Schluss mehr können und wissen wollten als die andern? Mein Fazit nach der Halbzeit meines Publizistik-BWL-Geschichtsstudiums: Können tu ich nichts, Wissen tu ich solche Dinge, ohne die die Menschheit wunderbar existieren kann.

Was ist also dran, Theorien zu büffeln und Skripte auswendig zu lernen, während andere hart arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen? Sicher, es ist schön, habe ich die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren, versteht mich nicht falsch. Und sobald ich noch einen tieferen Sinn als Gedächtnistraining und Luxus in der Sache finde, meld ichs euch… :)

3 Comments

  1. sozi
    Posted 19/2/2005 at 9:43 | Permalink

    Ja Janinchen….du kannst dann mit mir eine soziale Institution gründen (Du machst das Management, ich das andere…) Und wir werden reich und erfolgreich bin an unser Lebensende

  2. Posted 19/2/2005 at 14:42 | Permalink

    soziale institution… reich werden…

    widerspruch? ;)

  3. happy13
    Posted 25/2/2005 at 12:40 | Permalink

    Amen!

One Trackback

  1. By Publizistik in Berlin - Sinnfragen on 9/3/2005 at 12:43

    [...] ichts, Wissen tu ich solche Dinge, ohne die die Menschheit wunderbar existieren kann. von Jeanine, (die Publizistik in der Schweiz studiert). [...]